Eine Rückfahrkamera lässt sich einfach nachrüsten: Wir zeigen die besten Funk-Modelle mit Akku und Solar für den PKW. Sie sind ohne Kabel leicht zu montieren.
Bei den meisten neuen Automobilen gehört eine Rückfahrkamera zur Standardausstattung. Doch wer bei einem älteren KFZ nicht auf die Einparkhilfe verzichten will, muss seine Rückfahrkamera nachrüsten – und das kann teuer werden. Bei Herstellern wie Audi, VW, BMW oder Mercedes ist das besonders kostspielig. Doch es geht auch günstiger und mit einfacher Montage: Dank kabelloser Anbindung ist es nicht mehr nötig, ein Kabel aufwendig durch den Innenraum zu verlegen. Das ist deutlich einfacher als bei kabelgebundenen Varianten.
Für die Stromversorgung gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Entweder zapft man die Energie über die Rücklichter per Kabel an oder man nutzt eine Wi-Fi-Rückfahrkamera mit eigenständiger Stromversorgung. Letztere Lösung ist wirklich kabellos und deshalb zu empfehlen. Denn so muss man nicht an der Elektrik herumhantieren und im schlimmsten Fall Löcher in die Karosserie bohren.
Diese Bestenliste beschränkt sich auf Komplettsysteme mit eigener Stromquelle. Drahtlose Varianten, die man dennoch zur Stromversorgung mit den Rücklichtern verbinden muss, zeigen wir im Ratgeber Einparkhilfe: Funk-Rückfahrkamera für das Auto einfach nachrüsten.
Die einfachste Lösung ist in unseren Augen ein System mit Funk-Monitor sowie eigener Energiequelle. Vor dem ersten Einsatz sollte man die Rückfahrkamera vollständig aufladen, was mehrere Stunden dauert. Die meisten Modelle haben keinen herausnehmbaren Akku. Zum Laden sollte man deshalb am besten eine leistungsstarke Powerbank (Bestenliste) nutzen, wenn man nicht jedes Mal wieder alles abmontieren möchte.
Testsieger aufgrund des besten Gesamtpakets zum fairen Preis mit bester Bildqualität ist die Auto-Vox Solar 3A Plus für 160 Euro. Knapp dahinter folgt der neue Technologiesieger, die Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-755 ab 203 Euro. Das Besondere: Sie rüstet zusätzlich auch Carplay und Android Auto nach und bietet Parksensoren. Die Auto-Vox Solar 1 Pro für rund 105 Euro ist der Preis-Leistungs-Sieger.
Die Lescars Solar-Funk-HD-Rückfahrkamera PA-720.slr für knapp 145 Euro integriert ebenfalls Parksensoren. Eine Lösung für Wohnwagen oder Anhänger ist die Lescars 2-in-1-Solar-Funk-Rückfahrkamera mit Überwachungs-Set für 221 Euro.
Die Übermittlung der Bilder von der Linse an den Bildschirm erfolgt kabellos und hat den Charme, dass man keine Kabel vom Kofferraum durch den gesamten Innenraum verlegen muss. Gerade bei großen Fahrzeugmodellen ist eine ausreichende Funkreichweite wichtig, damit das System das Bild ohne Störungen in den Innenraum überträgt. Die Reichweite der hier vorgestellten Modelle liegt zwischen 10 und 30 Metern. Üblich ist eine digitale Übertragungsfrequenz von 2,4 GHz. In jedem Fall sollte die Einparkhilfe über ein ECE-Prüfzeichen verfügen, damit der PKW die Straßenzulassung nach dem Einbau behält.
Eine Rückfahrkamera mit eigener Stromquelle hat einen großen Vorteil: Es ist nicht nötig, diese mit den Rücklichtern des Fahrzeugs zu verkabeln. Der Nachteil: Man muss das Gerät per USB-Anschluss aufladen oder die Batterien tauschen. Ein Netzteil liegt meistens nicht bei. Oft nutzen diese noch Micro-USB, USB-C ist uns bisher nicht untergekommen. Es gibt hier zwar Modelle mit Solarzellen, diese helfen jedoch nur, wenn das Kfz ausreichend lang im Freien steht und dort genügend Sonnenlicht abbekommt. Zudem gehen die Bildschirme hier nicht automatisch an, wenn man den Rückwärtsgang einlegt, da die Rückfahrkameras nicht mit der Bordelektronik gekoppelt sind.
Damit die Wi-Fi-Rückfahrkamera bei starkem Regen nicht kaputtgeht, sollte sie wasserdicht sein. Wie gut der Schutz ist, zeigt die IP-Zertifizierung (Ingress Protection). Die erste Ziffer steht für den Schutz vor Fremdkörpern, etwa Staub oder Schmutz. Eine 6 an erster Stelle bedeutet staubdicht. Die zweite Zahl gibt den Schutz vor eindringendem Wasser an. Eine 5 bedeutet Schutz vor Strahlwasser, eine 7 steht für Schutz gegen zeitweises Untertauchen, eine 8 Schutz für dauerhaftes Untertauchen. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich ein Modell mit mindestens IP65, besser noch IP67 oder IP68.
Weitverbreitet sind Modelle mit einem eigenen Bildschirm. Dieser wird im Cockpit eingebaut wie ein Navi mit einem Saugnapf an der Windschutzscheibe. Die Stromversorgung der Anzeige erfolgt über den 12-Volt-Steckplatz (Zigarettenanzünder) im Automobil. Empfehlenswert sind hier Monitore mit einer Diagonale von mindestens 4 Zoll. Es gibt auch Lösungen ohne Monitor. Für die Anzeige dient dann ein kompatibles Navigationsgerät oder ein Smartphone.
Der Sichtwinkel sollte von 100 bis 170 Grad reichen. Je größer der Winkel, desto mehr deckt das Bild ab. Die Auflösung spielt keine so große Rolle wie bei einer Dashcam. Auflösungen von 720p oder darunter sind üblich. Full-HD ist hingegen kaum zu finden. Wichtiger ist eine gute Sicht bei Dunkelheit. Einige Rückfahrkameras bieten LED-Leuchten oder eine Nachtsicht an. Hilfreich ist zudem die Distanzanzeige mit Hilfslinien. Damit kann der Fahrer besser einschätzen, wie viel Platz hinter dem Fahrzeug bleibt.
Sinnvoll ist die Befestigung am hinteren Nummernschild. Hier ist die Positionierung der Linse auch am sinnvollsten. Je nach Modell muss man das Kennzeichen abnehmen und dann dahinter die Kamera montieren. Eine passende Kennzeichenhalterung inklusive Befestigungsmöglichkeit für die Autokamera selbst gehört bei einigen Herstellern zum Lieferumfang. Die Montage ist dann am einfachsten. Eine Verkabelung mit den Rücklichtern ist bei Modellen mit Akku nicht nötig – eine deutliche Erleichterung.
Wichtig ist es, vorab den Akku aufzuladen, da man sonst nur mit Mühe und einer Powerbank an die Rückfahrkamera gelangt. Nützlich ist es, wenn die Kamera vertikal verstellt werden kann. Es gibt auch magnetische Kameras, die man an der Karosserie befestigt – je nach Automodell ist diese Lösung nicht immer praktikabel.
Wer beim Einparken nicht auf die Sicht nach hinten verzichten möchte, bekommt bereits ab 90 Euro eine kabellose Rückfahrkamera. Diese reicht zwar nicht an die Bildqualität der Werksmodelle heran, kostet dafür aber nur einen Bruchteil. Die einfachste Installation bietet eine Funk-Rückfahrkamera mit eigener Stromquelle.
Testsieger ist die Auto-Vox Solar 3A Plus dank des besten Gesamtpakets zum fairen Preis. Sehr spannend ist zudem die Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-755 mit Schnittstellen für CarPlay und Android Auto – das macht sie zum Technologiesieger. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die Auto-Vox Solar 1 Pro.
Egal, auf welches Modell die Wahl letztendlich fällt: Eine Rückfahrkamera nachzurüsten, lohnt sich für fast jedes ältere Auto, erleichtert das Einparken und sorgt für deutlich mehr Sicherheit im Alltag.
BESTENLISTE
Mit der Auto-Vox Solar 3A Plus rüsten Fahrzeughalter eine kabellose Rückfahrkamera günstig und dank Akku auch einfach nach. Wie sich das Modell in der Praxis schlägt, zeigt der Test.
VORTEILE
- koppelt sich automatisch
- einfache Handhabung
- lange Akkulaufzeit
- gute Bildqualität in Full-HD
NACHTEILE
- Micro-USB-Anschluss
- Monitorhalterung nur zum festen Ankleben
- Löcher an der Rückfahrkamera passen nicht zu jeder Kennzeichenhalterung
Auto-Vox Solar 3A Plus im Test: Kabellose Rückfahrkamera mit Akku
Mit der Auto-Vox Solar 3A Plus rüsten Fahrzeughalter eine kabellose Rückfahrkamera günstig und dank Akku auch einfach nach. Wie sich das Modell in der Praxis schlägt, zeigt der Test.
Kabellose Rückfahrkameras zum Nachrüsten gibt es viele. Allerdings müssen die meisten per Kabel mit den Rücklichtern verbunden werden. Ohne gewisse Vorkenntnisse sollte man diesen Schritt lieber einer Autowerkstatt überlassen. Das ist bei der Auto-Vox 3a Plus nicht nötig, denn diese Funk-Rückfahrkamera bietet einen Akku und Solarpaneele. Die Kamera befestigt man hinter dem Namensschildhalter, das Bild wird auf einen Monitor im Cockpit übertragen. Ob das auch zuverlässig funktioniert, zeigen wir im Testbericht.
Design & Lieferumfang
Die Rückfahrkamera ähnelt der Auto-Vox Solar 1. Das quaderförmige Gehäuse besteht aus einem Akku mit integriertem Solarpanel und einer drehbaren Kameraeinheit. Die Kamera hebt sich optisch leicht vom Akku ab. Alles ist auf einem Metallgestell montiert, das hinter dem Nummernschild befestigt wird. Die Kamera ist nach IP69K wasserdicht und funktioniert laut Hersteller bei Temperaturen von –20 bis 65 Grad Celsius. Im Wintertest traten keine Probleme auf.
Zum Lieferumfang gehört ein 5-Zoll-Monitor im Breitbildformat. Das kompakte und filigrane Design mit abgerundeten Ecken unterscheidet sich deutlich von anderen Modellen. Der Bildschirm hat keine sichtbare Antenne. Eine Klebehalterung und ein 12-Volt-Adapter zur Stromversorgung samt zusätzlichem USB-A-Ausgang liegen bei.
Auto-Vox Solar 3A Plus - Bilder
Montage & Bedienung
Die Rückfahrkamera kann ober- oder unterhalb des Kennzeichenhalters montiert werden. Das ist mit Schrauben möglich, sofern die Bohrlöcher des Kennzeichenhalters mit denen der Kamerahalterung übereinstimmen. In unserem Test mit einem Opel Adam war dies nicht der Fall. Stattdessen haben wir die beiliegende Klebefolie genutzt. Eine verschraubte Lösung oder eine integrierte Kennzeichenhalterung hätten wir bevorzugt.
Die Monitorhalterung ist kompakt, muss aber auf die Armaturen geklebt werden. Sie hält zwar sicher, kann jedoch – besonders in Kleinwagen – das Sichtfeld einschränken. Eine Alternative mit Saugnapf oder Lüftungsgitterbefestigung wäre praktischer. Der Monitor wird auf die Halterung gesteckt, ähnlich wie bei Navigationsgeräten. Nach der Montage wird die Kamera per Schalter eingeschaltet. Der Monitor wird über den 12-Volt-Stecker mit Strom versorgt und zeigt nach Aktivierung der Zündung sofort das Kamerabild an. Das System ist bereits gekoppelt.
Am Bildschirm gibt es drei Tasten: Die mittlere startet die Anzeige des Kamerabilds und öffnet das Menü, die oberen und unteren Tasten navigieren durch die Optionen. Hier kann man abhängig von der Kameraposition das Bild spiegeln, die Hilfslinien ausschalten sowie Helligkeit und Kontrast anpassen. Am Netzstecker im Zigarettenanzünder befindet sich eine Taste, mit der das Kamerabild aktiviert werden kann. Das Kamerabild schaltet sich standardmäßig nach 90 Sekunden automatisch ab. Dieser Zeitraum kann auf 30, 60 oder 120 Sekunden eingestellt werden.
Ausstattung & Bildqualität
Die Rückfahrkamera funkt mit 2,4 GHz. Getestet haben wir es bei einem Opel Adam sowie einem Opel Astra. Bei einem Pkw dürfte das Kamerabild zuverlässig übertragen werden. Für einen Wohnwagen, Transporter oder ein Gespann eignet sich das System unserer Ansicht nach weniger, auch wenn es laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 15 Meter hat. Das erscheint uns aber etwas optimistisch.
Der Akku bietet eine Kapazität von 5000 mAh und soll laut Hersteller bis zu vier Monate mit einer Ladung durchhalten. Das hängt allerdings auch davon ab, wie oft man mit dem Fahrzeug fährt, wie häufig man die Kamera nutzt und ob das Auto in einer Garage steht oder unter freiem Himmel steht. Nur bei letzterer Option laden die Solarpaneele den Akku beständig nach, um die Entleerung zu verlängern.
Der Anschluss zum Laden der Kamera selbst ist nicht mehr zeitgemäß angesichts des USB-C-Standards, der etwa bei mobilen Endgeräten vorgeschrieben ist. Ein USB-A auf Micro-USB-Kabel liegt beim, um die Kamera zu laden. Ist diese allerdings am Fahrzeug montiert, kann man sie nicht ohne Weiteres abnehmen – außer man entfernt das ganze Kennzeichen. Als Alternative zum Laden bleibt dann nur die Nutzung einer Powerbank (Bestenliste).
Die Auto-Vox Solar 3A Plus bietet die beste Bildqualität aus unserem Testfeld mit einer relativ hohen Full-HD-Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln. Andere Fahrzeuge und Gegenstände im Rückraum des Fahrzeugs sind gut und scharf zu erkennen. Der Blickwinkel von 140 Grad deckt zudem einen breiten Ausschnitt hinter dem Heck ab.
Preis
Mit einem Preis ab rund 160 Euro gehört die Auto-Vox Solar 3A Plus zu den preiswerten Modellen.
Fazit
Die Auto-Vox Solar 3A Plus ist eine preiswerte und einfach zu montierende Rückfahrkamera für ältere Fahrzeuge. Dank des Akkus mit Solarpanel ist die Lösung komplett kabellos – lediglich der Monitor muss über den 12-Volt-Stecker angeschlossen werden. Die Einrichtung ist unkompliziert, die Montage schnell erledigt. Die Full-HD-Auflösung bietet die beste Bildschärfe unter den von uns getesteten Geräten.
Einziger Nachteil: Die Halterung des Monitors muss auf das Armaturenbrett geklebt werden. Zudem passen die vorgefertigten Bohrlöcher der Kamerahalterung nicht immer zu jedem Kennzeichenhalter. Hier hilft die mitgelieferte Klebefolie. Insgesamt bietet die Auto-Vox Solar 3A Plus eine kostengünstige und kabellose Nachrüstlösung für Rückfahrkameras mit guter Bildqualität.
Die Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-755 rüstet nicht nur eine Rückfahrkamera samt Einparkhilfe nach, sondern bringt auch Android Auto und Carplay ins Auto.
VORTEILE
- Kamera und Sensoren in Kennzeichenhalterung
- rüstet Schnittstelle für Carplay & Android Auto nach
- Display startet relativ flott
- einfache Montage
NACHTEILE
- einfache Verarbeitung
- Display-Halterung nur zum Ankleben
- Parksensoren wenig vertrauenswürdig
- Tonübertragung nur per AUX
Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-755 im Test: Einparkhilfe mit Carplay
Die Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-755 rüstet nicht nur eine Rückfahrkamera samt Einparkhilfe nach, sondern bringt auch Android Auto und Carplay ins Auto.
Wer eine kabellose Rückfahrkamera nachrüsten will, findet in der Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-755 eine clevere Lösung. Das Modell bringt im Display zugleich Schnittstellen für Carplay und Android Auto mit. Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Einparkhilfe und moderne Smartphone-Anbindung in einem Gerät. Gerade für ältere Fahrzeuge ist das eine günstige Nachrüstoption. Wie sich die Kamera in der Praxis schlägt, zeigt unser Testbericht.
Design & Verarbeitung
Aus einfachem Kunststoff gefertigt, wirkt der Nummernschildhalter zwar nicht hochwertig, präsentiert sich aber ausreichend robust. Er ist für einzeilige EU-Kennzeichen mit 520 × 110 mm ausgelegt und nach Schutzklasse IP67 vollständig staubdicht sowie gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser geschützt. Regen, Schmutz oder eine Fahrt durch die Waschanlage stellen damit kein Problem dar.
Die Kamera ist dezent in den Halter eingelassen und stört das Erscheinungsbild kaum. Da sie nur gemeinsam mit der Nummernschildhalterung angebracht werden kann, entfällt eine separate Kamera-Montage. Der Neigewinkel ist auf 60° anpassbar, der USB-C-Slot zum Laden ist mit einer Gummikappe verschlossen. Zusätzlich verbaut Lescars links und rechts am Halter Ultraschallsensoren, die Abstände zu anderen Fahrzeugen oder Personen messen. Auch sie kommen ohne eigene Montage aus – einmal den Nummernschildhalter angebracht, ist alles betriebsbereit.
Das 7-Zoll-Display löst mit 1024 × 600 Pixeln auf und zeigt neben dem Kamerabild und den Einpark-Hilfslinien auch die Ansicht für Carplay und Android Auto. Über Bluetooth lassen sich zudem Anrufe steuern und Musik vom Smartphone wiedergeben. Das Smartphone bindet sich per Bluetooth 5.0 und WLAN (IEEE 802.11b/g/n, 2,4 GHz) an.
Befestigt wird es ausschließlich per Klebehalterung auf dem Armaturenbrett. Das kann gerade in Kleinwagen zum Problem werden, denn der Monitor ist groß und kann die Sicht behindern. Wer bereits eine Klebehalterung für ein Carplay-Display oder einen anderen Monitor verbaut hat, kann diese weiternutzen – die Schlitze auf der Rückseite sind identisch.
Links hinten am Display sitzen die Anschlüsse: ein AUX-Ausgang, ein USB-C-Eingang für das Netzteil zum 12-Volt-Anschluss sowie ein Slot für eine microSD-Karte. Rechts hinten finden sich vier Tasten: hoch, Menü/OK, runter sowie der Power-Knopf. Das Gelenk lässt sich in Neigung und Rotation verstellen.
Montage & Einrichtung
Die Rückfahrkamera ist schnell montiert: Zuerst das Nummernschild abschrauben, dann die Halterung mit integrierter Kamera anbringen und das Schild wieder einsetzen. Wichtig: Vor der ersten Inbetriebnahme sollte der Akku einmal vollständig geladen werden. Dafür liegt zwar ein Ladekabel (USB-C auf USB-A) bei, ein Netzteil jedoch nicht. Sollte es mit einem reinen USB-C-auf-USB-C-Kabel zu Ladeproblemen kommen, hilft oft der Wechsel auf ein klassisches Netzteil mit USB-A-Anschluss und ein USB-A-auf-USB-C-Kabel. Im Test funktionierte das Laden mit beiden Varianten problemlos.
Den Monitor klebt man samt Halterung auf das Armaturenbrett. Alternativ lässt sich die Halterung mit vier Schrauben fest verankern – das hinterlässt allerdings deutlich sichtbare Spuren. Vor dem Ankleben sollte die Stelle auf dem Armaturenbrett gründlich gereinigt und getrocknet werden.
Die Ausrichtung lässt sich nachträglich anpassen: An der Unterseite löst man eine Schraube und dreht den Bildschirm in die gewünschte Position. Eine zusätzliche Kunststoffschraube an der Seite ermöglicht es, die Neigung leicht zu justieren. Wie bereits erwähnt, schränkt der große Bildschirm in unserem Testfahrzeug, einem Opel Adam, das Sichtfeld etwas ein – insbesondere wegen der Bauhöhe und der zusätzlichen Antenne.
Anschließend wird das Display per 12-V-Adapter mit dem Bordnetz verbunden. Das System fährt hoch und stellt die Verbindung zur Kamera automatisch per Funk her. Beim ersten Mal vergehen dabei einige Sekunden, bis Monitor und Kamera gekoppelt sind. Wer Carplay oder Android Auto nutzen möchte, koppelt sein Smartphone zunächst per Bluetooth mit dem Display. Anschließend baut der Monitor automatisch eine lokale WLAN-Verbindung zum Smartphone auf.
Insgesamt fährt das Display recht flott hoch, die Benutzerführung ist allerdings etwas verwirrend. Beim Start erscheint zunächst immer das Bild der Rückfahrkamera – sinnvoll, schließlich möchte man in der Regel zuerst ausparken. Wie man aber wieder aus der Kameraansicht herauskommt, stellt anfangs ein Rätsel dar. Die Lösung: Der oberste Knopf auf der Rückseite führt zum Startmenü. Dort finden sich die Icons für Carplay, Android Auto, die Bluetooth-Verbindung zur Telefonie und Musikwiedergabe sowie die Rückfahrkamera selbst.
Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-755 - Bilder aus dem Test
Ausstattung & Funktionen
Im Nummernschildhalter steckt ein 5000-mAh-Akku, der über eine integrierte Solarzelle nachgeladen werden soll. In der Praxis reicht das nicht. Vor dem ersten Einsatz muss der Akku per USB-C vollgeladen werden, im Alltag ist regelmäßiges Nachladen Pflicht. Steht das Auto in der Garage, bringt die Solarzelle ohnehin nichts. Sie verzögert die Entladung allenfalls – als echte Ladealternative ist die Fläche zu klein.
Die Kamera nimmt mit 1280 × 720 Pixeln auf und deckt einen Bildwinkel von 170° ab. Die Ultraschallsensoren erfassen Distanzen zwischen 30 und 228 cm bei je 70° Erfassungswinkel. Akustische Abstandswarnungen gibt der Touchscreen aus. Die Verbindung zur Kamera läuft kabellos über 2,4-GHz-Funk mit laut Hersteller bis zu 200 m Reichweite.
Das 7-Zoll-Display (17,8 cm Diagonale) löst mit 1024 × 600 Pixeln auf und zeigt neben dem Kamerabild auch die Oberfläche für Carplay und Android Auto. Über Bluetooth lassen sich zudem Anrufe steuern und Musik vom Smartphone wiedergeben. Das Smartphone bindet sich per Bluetooth 5.0 und WLAN (IEEE 802.11b/g/n, 2,4 GHz) an.
Eine automatische Helligkeitsanpassung gibt es leider nicht. Die Display-Helligkeit muss man je nach Umgebungslicht stets manuell nachregeln – am besten vor der Losfahrt im Stand. Immerhin ist das passende Icon über die Menüs schnell erreichbar.
Die im Display verbauten Lautsprecher klingen sehr schwach und sind während der Fahrt kaum hörbar. Sobald die Kopplung steht, lässt sich der Bildschirm immerhin als Freisprecheinrichtung fürs Smartphone nutzen. Die Tonqualität reicht für ein kurzes Gespräch, mehr aber nicht.
Für die Medienwiedergabe bleibt damit praktisch nur der AUX-Ausgang, sofern das Autoradio einen entsprechenden Eingang besitzt. Eine Tonübertragung per Bluetooth oder einen FM-Transmitter gibt es nicht. Wie üblich kam es bei der AUX-Verbindung zu Knackgeräuschen, die wir eher dem Auto zuschreiben. Ein Entstörfilter für wenige Euro behebt das Problem zuverlässig. Anschließend klingt der Sound erstaunlich gut und klar.
Ein Mediaplayer mit Equalizer spielt Audio-, Video- und Bilddateien von einer microSD-Karte mit bis zu 64 GB ab – die liegt nicht bei. Das Menü beherrscht 14 Sprachen, darunter Deutsch, Englisch und Französisch.
Die beiden Parksensoren sitzen links und rechts vom Nummernschildhalter und decken damit nur den hinteren Bereich des Fahrzeugs rudimentär ab. Auffällig: Sie reagieren spürbar unempfindlicher als das werkseitig verbaute Park Distance Control (PDC) des Opels. Einerseits nervt das im Alltag weniger, andererseits hatten wir nicht das Gefühl, wirklich gut gewarnt zu werden. Erst als wir mit dem Heck fast direkt an der Wand in der Tiefgarage standen, piepte der Sensor etwas aufdringlicher. Das ist besser als gar nichts, ein echtes PDC ersetzt das System aber nur bedingt.
Bildqualität
Die Auflösung von 1280 × 720 Pixeln fällt nicht übermäßig hoch aus, für den Einsatzzweck reicht das jedoch aus. Allerdings löst das Display nur mit 1024 × 600 Pixeln auf. Details und Gegenstände sind gut zu erkennen, auch bei schlechteren Lichtverhältnissen – wobei das Bildrauschen dann deutlich zunimmt. Klassische Hilfslinien gibt es nicht. Stattdessen zeigen zwei Pfeile nach rechts und links über die Parksensoren an, wie viel Platz noch verbleibt.
Preis
Die Funk-Rückfahrkamera mit akustischer Einparkhilfe und Schnittstelle für Carplay sowie Android Auto wird von Pearl vertrieben – bei Amazon kostet sie derzeit 203 Euro.
Fazit
Die Lescars PA-755 ist im Testfeld ein Unikat: Sie rüstet nicht nur eine vollständig kabellose Rückfahrkamera mit Akku nach, sondern bringt auch noch Carplay, Android Auto und zwei Parksensoren mit. Drei Nachrüstlösungen in einem Gerät – das spart Geld und Kabelsalat.
So clever das Konzept, so durchwachsen die Umsetzung. Die Verarbeitung wirkt billig, die Display-Halterung lässt sich nur aufkleben oder festschrauben. Im Kleinwagen wie unserem Opel Adam thront der 7-Zoll-Monitor samt Antenne so wuchtig auf dem Armaturenbrett, dass er das Sichtfeld spürbar einschränkt. Auch den Parksensoren misstrauen wir: Sie piepen so dezent, dass das werkseitige PDC längst Alarm schlägt, bevor sich die Lescars überhaupt meldet. Als grobe Orientierung samt Entfernungsanzeige auf dem Display reicht es – als echter Ersatz für ein PDC taugen sie nicht.
Zusammengefasst bleibt es eine günstige, schnell installierte Allroundlösung für alle, die ihren älteren Wagen ohne großen Aufwand modernisieren möchten. In keiner Disziplin glänzt die PA-755, ihren Job macht sie aber überall solide.
Mit der Auto-Vox Solar 1 Pro rüsten Fahrzeughalter das Auto mit einer vollkommen kabellosen Rückfahrkamera nach. Wie gut sie ist, zeigt der Test.
VORTEILE
- koppelt sich automatisch
- einfache Handhabung
- lange Akkulaufzeit dank Solar-Panel
NACHTEILE
- kein Kennzeichenhalter integriert
- mäßige Bildqualität
- Powerbank zum Aufladen benötigt
Auto-Vox Solar 1 Pro im Test: Kabellose Rückfahrkamera mit Akku für 105 Euro
Mit der Auto-Vox Solar 1 Pro rüsten Fahrzeughalter das Auto mit einer vollkommen kabellosen Rückfahrkamera nach. Wie gut sie ist, zeigt der Test.
Mit einer kabellosen Rückfahrkamera mit integriertem Akku gestaltet sich das Nachrüsten bei älteren Fahrzeugen relativ einfach. Weder müssen Kabel durch den Innenraum gezogen werden, noch bedarf es der Verkabelung mit der Bordelektronik. In diese Kategorie gehört die Auto-Vox Solar.
Die Kamera selbst befestigt man hinter dem Nummernschild am Heck des Fahrzeugs. Per Funk überträgt die Rückfahrkamera das Bild an ein 5-Zoll-Display, das man im Cockpit wie ein Navigationsgerät befestigt. Ob die Lösung funktioniert, zeigt dieser Test.
Design & Montage
Die Rückfahrkamera selbst ist in einem quaderförmigen Gehäuse auf einer Halterung aus Metall integriert. Neben der in der Neigung um bis zu 70 Grad verstellbaren Linse befindet sich ein zusätzliches Solar-Panel, das den Akku zwischendurch auflädt. Die Rückfahrkamera ist effektiv nach IP69K gegen Wasser geschützt.
Die Halterung befestigt man mit Schrauben entweder ober- oder unterhalb hinter dem Kennzeichenhalter – sofern die Bohrlöcher für den Kennzeichenhalter überhaupt zu den Öffnungen passen. Getestet haben wir das mit einem Opel Adam, wo das nicht der Fall war. Alternativ liegt eine Klebefolie parat, die wir stattdessen genutzt haben. Mit einer verschraubten Lösung oder Halterung samt Kennzeichenhalter hätten wir uns aber etwas wohler gefühlt.
Das Display für den Innenraum hat eine Diagonale von rund 5 Zoll, ist rechteckig gehalten und mit einer kleinen Antenne für den Funkempfang versehen. Die Verarbeitung des Bildschirms aus Kunststoff wirkt zwar etwas billig, die Konkurrenz macht es hier aber auch nicht anders.
Dazu kommen eine Saugnapfhalterung für die Armaturen oder Windschutzscheibe sowie ein Stecker für den 12-Volt-Anschluss im Fahrzeug samt Aktivierungsknopf, der einen zusätzlichen USB-A-Ausgang bereithält. Ein USB-A- auf Micro-USB-Kabel zum Laden der Kamera ist ebenfalls dabei – allerdings kein Netzteil. Für das erstmalige Laden sollte man vier Stunden einplanen.
Vor dem ersten Einsatz muss man die Kamera hinten am Fahrzeug selbst über eine Taste einschalten. Steht das Auto für längere Zeit, empfiehlt es sich, die Rückfahrkamera auszuschalten. Ist die Auto Vox Solar geladen, montiert, eingeschaltet und der Bildschirm angebracht und eingestöpselt, koppelt sich das System automatisch. Das klappt auf Anhieb hervorragend. Anschließen sollte man das Bild vertikal in den Einstellungen spiegeln, wenn sich die Kamera unterhalb des Kennzeichens befindet. Die Neigung der Kamera kann man auf Wunsch von Hand ausrichten und mit einem kleinen Inbus aus dem Lieferumfang arretieren.
Ausstattung
Die Kamera bietet einen Blickwinkel von 110 Grad. Der Akku hat eine Kapazität von rund 2800 mAh. Laut Hersteller reicht das für die dauerhafte Wiedergabe von etwa 7,5 Stunden – oder einen durchschnittlichen Einsatz von bis zu 75 Tagen. Je häufiger man die Kamera nutzt, desto schneller geht der Akku leer. Parkt man nur in einer Tiefgarage, hat man weniger von den Solarzellen. Steht das Fahrzeug im Freien, verlängert das die Laufzeit der Auto-Vox Solar. Schön wäre eine Lösung gewesen, mit abnehmbarem Akku. Ist die Kamera montiert, muss man sich dann mit einer Powerbank (Bestenliste) weiterhelfen. Der Hersteller empfiehlt dafür eine Kapazität von mindestens 4000 mAh weiterhelfen.
Das Bild überträgt die Kamera per Funk mit 2,4 GHz. Bei einem kompakten Pkw klappt die Bildübertragung gut, bei einem längeren Fahrzeug, etwa einem Transporter, sollte man eher zu einem für den Einsatz optimierten Modell greifen, wie der Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera für Wohnmobile (Testbericht).
Bedienung
Rechts am Display befindet sich ein mittiger Menü-Button, um das System zu aktiveren oder die Einstellungen aufzurufen. Mit den Pfeiltasten darüber oder darunter wählt man durch die einzelnen Menüs. Am Netzstecker im Zigarettenanzünder gibt es ebenfalls eine Taste zum Aktiveren des Kamerabilds. Der Time-out beträgt standardmäßig 90 Sekunden, der Zeitraum ist zudem anpassbar auf 30, 60 oder 120 Sekunden.
Bildqualität
Das 5-Zoll-Display hat nur eine Auflösung von 480 × 272 Pixel, auch wenn die Linse selbst höher auflöst. Das Bild wirkt so etwas grobkörnig, reicht aber für das Nutzungsszenario vollkommen aus, um Hindernisse zu erkennen. Zudem ist die Bildqualität auch bei schlechten Lichtverhältnissen im Zusammenspiel mit den Rücklichtern noch ausreichend, um Objekte zu erkennen. Die projizierten Hilfslinien sind zudem praktisch, um Abstände grob einschätzen zu können.
Auto-Vox Solar - Bilderstrecke
Preis
Die Auto-Vox Solar 1 Pro hat eine UVP von 160 Euro. Derzeit bekommt man sie bei Amazon schon für rund 105 Euro.
Fazit
Die Auto-Vox Solar 1 Pro ist eine preiswerte und schnell einsetzbare Nachtostlösung für eine Rückfahrkamera bei einem Fahrzeug ohne diese Parkhilfe. Dank des Akkus ist es nicht nötig, an der Verkabelung der Rücklichter zu hantieren. Die Kamera überträgt im Test das Bild verlässlich auf das Display im Cockpit. Das Bild ist zwar nicht sonderlich scharf, erfüllt aber seinen Zweck – auch bei Dunkelheit.
Allerdings gestaltet sich die Montage der Kamera je nach Fahrzeug unterschiedlich gut, in unserem Fall mussten wir auf die Klebefolie zurückgreifen, da die Bohrlöcher nicht zu unserer Kennzeichenhalterung gepasst haben. Ist die Auto-Vox befestigt, benötigt man eine Powerbank zum Laden via Micro-USB. Die Solarzellen laden die Kamera nicht vollständig auf, verlängern aber die Nutzungsdauer.
Die Lescars Solar-Funk-HD-Rückfahrkamera PA-720.slr ist in einem Nummernschildhalter integriert. Darin sind Ultraschallsensoren, die als Abstandswarner dienen. Die Übertragung des Bildes erfolgt per Funk (2,4 GHz). Wie gut das Modell ist, zeigt der Test von TechStage.
VORTEILE
- Funkübertragung der Daten, keine Kabel notwendig
- kein Bohren notwendig, schnelle Installation
- Kamera und Parksensoren in einer Lösung
NACHTEILE
- Antenne steht 3 cm hinter dem Monitor nach oben
- Menüführung nicht ideal
- kein Touch-Bildschirm
Einparkhilfe im Test: Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera mit Parksensoren
Die Lescars Solar-Funk-HD-Rückfahrkamera PA-720.slr ist in einem Nummernschildhalter integriert. Darin sind Ultraschallsensoren, die als Abstandswarner dienen. Die Übertragung des Bildes erfolgt per Funk (2,4 GHz). Wie gut das Modell ist, zeigt der Test von TechStage.
Der Monitor wird mit einer Saugnapfhalterung am Armaturenbrett befestigt. Die Stromversorgung des Monitors erfolgt über den Zigarettenanzünder oder das mitgelieferte USB-C-Kabel. Die Nachrüstung ist daher sehr einfach und auch ohne Bohren möglich. Damit lassen sich KFZ ohne Kameras nachrüsten, also auch Hänger, die nicht leicht zu überblicken sind, insbesondere ein Pferdehänger. Der Einsatz ist auch in Wohnmobilen, Minivans, Lieferwagen oder beim Einsatz von Wohnwägen denkbar. Bei einem sehr langen Gespann könnte die Funk-Reichweite zu einem Hindernis werden.
Seine Energie erhält die Kamera aus einem integrierten Akku sowie zusätzlichen Solarpanels, die rechts und links von der Kamera angebracht sind. Es ist also keinerlei Bohren notwendig, und die Inbetriebnahme kann ohne professionelle Hilfe in kurzer Zeit erfolgen. Die Datenübertragung erfolgt per Funk zum Monitor, der den Steckplatz mit 12 Volt oder 24 Volt im Cockpit betreiben wird.
Design
Der Nummernschildhalter macht einen stabilen und festen Eindruck, die Kamera ist passend integriert und fällt nicht großartig auf. Mit dabei sind Ultraschallsensoren, die den Abstand zu anderen KFZ oder Personen anzeigen. Diese Sensoren sind links und rechts am Nummernschildhalter integriert und erfordern ebenfalls keinerlei Montage.
Der Farbmonitor hat eine Größe von 5 Zoll (12,7 cm) und eine Auflösung von 1280 × 720 Pixeln (720p). Die genauen Maße des Monitors sind 130 × 86 mm, er wiegt 130 Gramm. Das Gerät wirkt nicht hochwertig, aber auch nicht billig, sondern ist dem Preis angemessen. Nicht sehr attraktiv ist die etwa 3 cm lange Antenne, die hinter dem Gerät hervorsteht. Klar, eine Antenne ist notwendig, diese könnte aber etwas unauffälliger positioniert werden.
Der Bildschirm verfügt über einen Blendschutz, sodass der Monitor auch bei relativ starker Sonnenstrahlung genutzt werden kann. Auch bei Nacht ist die Verwendung möglich.
Ausstattung
Zum Lieferumfang gehören Nummernschildhalter (Einzeilige EU-Nummern, 520 mm x 110 mm) mit integrierter Kamera und Sensoren sowie ein Monitor für die Anzeige des Videobilds im Fahrzeugraum. Kamera und Sensoren sind nach IP67 wasserdicht. Die genauen Maße des Nummernschildhalters sind 528 × 150 × 30 mm, sein Gewicht beträgt 650 Gramm.
Die Übertragung der Daten erfolgt per Funk, es sind keine Kabel zwischen Kamera und Monitor vorgesehen. Dazu kommen Parksensoren, die ebenfalls in den Halter integriert sind.
Für die Stromversorgung der Kamera und der Sensoren dient ein Lithium-Ionen-Akku. Die Solarpanels links und rechts am Nummernschildhalter laden den Akku. Das Laden per USB-Kabel ist ebenfalls möglich. Um nicht jedes Mal die Halterung abmontieren zu müssen, bietet sich hier eine Powerbank (Bestenliste) an. Das ist dann von Vorteil, wenn das Fahrzeug in einer Tiefgarage steht.
Der Monitor erhält seine Energie über ein Kabel, das mit dem Zigarettenanzünder verbunden werden muss. Der Stecker verfügt über einen Typ-A-USB-Steckplatz, an den sich auch andere Geräte parallel anschließen lassen (5 Volt, 2,1 Ampere, 10,5 Watt) und einen integrierten Ein- und Ausschalter für Ebenfalls dabei ist der Saugnapfhalter, der gut festhält, vier Schrauben für den Nummernschildhalter sowie ein USB-C-Kabel.
Die Kamera hat einen Blickwinkel von 170 Grad und ist justierbar. Per Hand kann der Kamerahalter nach oben und unten in verschiedene Positionen eingerastet werden. Der Monitor zeigt außerdem Hilfslinien zum Einparken an. Die Sensoren haben eine Erfassungsdistanz von 30 bis 220 cm, der Winkel beträgt 60 Grad.
Inbetriebnahme und Bedienung
Die Bedienung erfolgt über vier Tasten am Rand des Monitors. Sobald die Kamera eingeschaltet ist, baut sie eine Verbindung zur Kamera auf. Es sind an dieser Stelle keine komplizierten Einstellungen notwendig. Wenn der Monitor startet, beginnt die Datenübertragung in Echtzeit. Am besten ist die Stromversorgung über den mitgelieferten Stecker des Zigarettenanzünders. Hier lässt sich die Kamera ebenfalls über den integrierten Schalter ein- und ausschalten.
Das in den Bildschirm integrierte Menü erlaubt verschiedene Einstellungen, die Bedienung ist aber etwas gewöhnungsbedürftig. Besser wäre im Fahrzeug ein Touchscreen, aber das würde vermutlich den Preis nach oben schrauben. Dafür passt der Monitor die Helligkeit automatisch an.
Auf dem Monitor ist der Abstand in Meter zu sehen, den die Ultraschallsensoren messen, die Hilfslinien und auch der Ladezustand des Akkus. Die Verwendung ist daher natürlich auch nachts möglich oder wenn keine Sonne scheint. Der Akku lässt sich am Nummernschild direkt über ein USB-Kabel laden, wenn das Fahrzeug etwa längere Zeit in der Garage steht.
Lescars Solar-Funk-HD-Rückfahrkamera PA-720.slr - Bilderstrecke
Bild- und Tonqualität
Bei einer Auflösung von 1280 × 720 Pixel (720p) ist die Auflösung absolut in Ordnung und zeigt alles in guter Schärfe an. Die Helligkeit passt sich automatisch an und die Hilfslinien sind ebenfalls gut zu sehen. Die Lautstärke des Warnsignals der Ultraschallsensoren ist laut genug, sodass hier das Erfassen des Signals auch für ältere Menschen kein Problem darstellen sollte. Dazu kommen die übersichtlichen und farblich gekennzeichneten Linien sowie die Abstandsanzeige in Metern, die ebenfalls groß auf dem Monitor zu sehen sind.
Preis
Die Lescars Solar-Funk-HD-Rückfahrkamera PA-720.slr (ZX-8364-901) von Pearl kostet bei Amazon derzeit 145 Euro.
Fazit
Die Lescars Solar-Funk-HD-Rückfahrkamera PA-720.slr ist eine einfach zu installierende Rückfahrkamera, inklusive Parksensoren. Die Einrichtung ist schnell abgeschlossen und der Nutzen ist hoch, wenn im Fahrzeug noch keine Kameras und Sensoren verbaut sind. Alles läuft über Funk und Solar. Reicht die Sonnenstrahlung nicht aus, können Sie die Kamera über das beigelegte USB-Kabel laden.
Die AEG Solar-Rückfahrkamera kommt dank Akku ganz ohne Kabel aus. Damit kann jeder sein älteres Fahrzeug nachrüsten. Wie gut das Produkt ist, zeigt der Test.
VORTEILE
- einfache Montage
- autark dank Akku und Solarpanel
- fairer Preis
NACHTEILE
- An/Ausschalter schwer zugänglich
- Akku nicht herausnehmbar zum Laden
- wackeliger Monitor fürs Cockpit
AEG RV 4.3 im Test: Günstige Funk-Rückfahrkamera zum Nachrüsten
Die AEG Solar-Rückfahrkamera kommt dank Akku ganz ohne Kabel aus. Damit kann jeder sein älteres Fahrzeug nachrüsten. Wie gut das Produkt ist, zeigt der Test.
Bei neuen Fahrzeugen ist sie meistens Standard – die Rückfahrkamera. Aber auch Besitzer älterer Pkw können für wenig Geld eine nachrüsten. Das Solar-Rückfahrkamera-System RV4.3 von AEG verschont den Fahrzeughalter vor Kabelsalat. Das ist nicht nur praktisch bei der Montage, sondern bietet sich gerade bei einem Wohnmobil an. Die Übertragung von der Rückfahrkamera an einen Monitor im Cockpit erfolgt per Funk mit 2,4 GHz. Für die Stromversorgung nutzt die AEG RV4.3 einen Akku, ein Solarpanel lädt das System zusätzlich auf. Wie gut sich die Solar-Rückfahrkamera mit Funk von AEG in der Praxis bewährt, klärt unser Test.
Design
Die Funk-Rückfahrkamera ist eingebettet in ein rundliches Element aus Kunststoff. Die Linse flankieren vier LED-Leuchten, links und rechts davon finden sich jeweils zwei Solarmodule. Der gummierte Kippschalter zum Ein- und Ausschalten liegt auf der Rückseite. An der Kamera befindet sich eine Halterung aus Metall mit zahlreichen Öffnungen für Schrauben. Diese dient dazu, das System hinter dem Kennzeichen am Auto zu montieren. Das Gehäuse der Kamera hinterlässt einen soliden und robusten Eindruck.
Der Monitor selbst ist rechteckig, mit abgerundeten Ecken. Das Gehäuse aus Kunststoff wirkt nicht sehr hochwertig. Die Saugnapfhalterung schiebt man hinten in den Bildschirm. An zwei Kunststoffschrauben verstellt man jeweils die Ausrichtung der Kamera. Insgesamt wirkt die Konstruktion etwas wackelig. Eine Befestigung am Armaturenbrett ist nicht möglich, schade.
Zum Lieferumfang gehört des Weiteren ein Ladekabel für USB-A sowie Micro-USB zum Laden der Kamera. Ein Netzteil gibt es nicht. Für die Stromversorgung des Bildschirms dient ein Kabel mit Anschluss für den 12-Volt-Steckplatz im Auto.
Montage
Vor dem ersten Einsatz muss man die Kamera vorher aufladen. Der Hersteller empfiehlt eine Ladezeit von 7 Stunden. Anschließend entfernt man das Nummernschild und schraubt Kamera hinten unter der Kennzeichenhalterung fest. Es stehen viele Schraubenöffnungen zur Verfügung, um die Halterung sicher am Heck des Fahrzeugs zu besteigen. Mehr als ein Kreuzschlitzschraubenzieher ist hier nicht nötig. Die Montage ist nach etwa 15 Minuten erledigt.
Die Neigung der Kamera kann man auf bis zu 30 Grad manuell verstellen. Dazu müssen allerdings Schrauben entfernt werden. Unpraktisch ist die Position des An/Ausschalters auf der Rückseite der AEG RV4.3. Diesen erreicht man nur schwer, nachdem die Kamera montiert wurde. Somit sollte man sie vor der Montage einschalten. Ein Piepsen oder Leuchten gibt es nicht, wenn man die Kamera einschaltet. Das ist etwas verwirrend und nährt Zweifel, ob das Gerät überhaupt geladen ist.
Den Monitor befestigt man per Saugnapfhalterung im Cockpit an der Windschutzscheibe. Für einen sicheren Halt sollte man die gewünschte Stelle vorher von Fett befreien, säubern und anschließend trocken wischen. Zur Stromversorgung dient ein Kabel mit Anschluss für den 12-Volt-Steckplatz im Auto.
Bedienung
Sobald der Monitor hochfährt, beginnt der Koppelvorgang mit der Kamera automatisch. Das klappt tadellos. Anschließend sollte man noch das Bild in den Einstellungen spiegeln, damit es nicht auf dem Kopf steht. Warum das nicht standardmäßig so eingestellt ist, erschließt sich uns nicht.
Ein Timer schaltet das Bild automatisch nach einem bestimmten Zeitpunkt ab. Zur Wahl stehen 30, 45 und 60 Sekunden. Oben rechts befindet sich eine Taste, mit der man das Display wieder aktiviert oder in den Schlafmodus versetzt. Darunter liegt ein Knopf für die Anzeige der Einstellungen, gefolgt von jeweils einer Pfeiltaste nach oben und unten sowie dem Power-Button, der auch als Enter-Taste bei den Menüs dient.
Optional zeigt das Kamerabild Hilfslinien auf dem Monitor an, um den Abstand zu Hindernissen einfacher einzuschätzen. Das klappt eher mittelmäßig, denn diese verlaufen einfach nur vertikal über das Bild. Eine Anpassung der Linien in der App ist wie bei der Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera nicht möglich. Hierfür muss man notgedrungen den Winkel der Kameraeinheit an der Halterung manuell anpassen.
Ausstattung
Die Funkübertragung erfolgt mit 2,4 GHz und bietet laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 30 Meter. Damit ist das System nicht nur für einen Pkw geeignet, sondern auch für längere Fahrzeuge wie ein Wohnmobil oder einen kleinen Lkw. Ausprobiert haben wir es allerdings nur bei einem Opel Astra. Zur Anzeige des Bilds im Fahrzeug dient ein TFT-Farbmonitor mit einer Diagonale von 4,3 Zoll.
Die Kamera selbst bietet IR-LEDs, um die Sicht bei Dunkelheit zu erleichtern. Der Akku hat eine Kapazität von 2600 mAh. Zusätzlich gibt es zwei Solarmodule zum Laden der Kamera, wenn das Auto im Freien steht. Wer sein Fahrzeug in der Garage parkt, profitiert weniger von dieser Funktion. Um gegen Regen gewappnet zu sein, bietet das Gehäuse eine Zertifizierung nach IP65 – das bedeutet staubdicht und geschützt gegen Strahlwasser.
AEG Solar Rückfahrkamera-System RV4.3 - Bilderstrecke
Bildqualität
Die Kamera nutzt einen CMOS-Sensor mit 1/4 Zoll und bietet eine Auflösung von maximal 640 × 480 Pixel. Die Bildqualität ist mäßig und alles andere als scharf, reicht aber aus, um Hindernisse im Bereich hinter dem Fahrzeug ausreichend zu erkennen – auch bei Dunkelheit.
Der Blickwinkel deckt maximal 110 Grad ab. Damit ist das Geschehen hinter dem Fahrzeug gut zu erkennen. Lediglich die äußeren Bereiche links und rechts hinter dem Pkw sind weniger gut einzusehen. Hierzu bräuchte es ein größeres Sichtfeld mit Weitwinkel von mehr als 130 Grad.
Preis
Die Solar-Rückfahrkamera AEG RV4.3 ist ab 129 Euro zu haben - lag aber auch schon unter 100 Euro.
Fazit
Das Solar-Rückfahrkamera-System AEG RV4.3 ist eine preiswerte Lösung mit Funk und Akku. Das erspart Autofahrern die lästige Verkabelung der Kamera mit den Rückleuchten. Die Montage gelingt einfach, die Funkübertagung klappt auf Anhieb.
Abstriche gibt es beim Monitor, der sehr einfach verarbeitet ist und etwas wackelig in einer Halterung per Saugnapf an der Windschutzscheibe sitzt. Ferner ist der Power-Button schwer zugänglich und der Akku ist zum Laden nicht herausnehmbar. Zwar laden Solarmodule die Kamera auf, wer sein Auto meistens in die Garage stellt, profitiert davon wenig.
Die Lescars Rückfahrkamera mit Solarmodul (PA-610) ist mehr als eine Einparkhilfe: Sie eignet sich auch zur Überwachung und ist ideal für Wohnmobile und Transporter.
VORTEILE
- Funkübertragung der Daten, keine Kabel notwendig
- Kein Bohren notwendig, schnelle Montage
- Zuschaltbare Einpark-Hilfslinien
NACHTEILE
- Antenne steht 9 cm hinter dem Monitor und den Kameras nach oben
- Menüführung nicht ideal und etwas unübersichtlich
- kein Touch-Bildschirm
- weniger für herkömmliche KFZ geeignet
Solar-Rückfahrkamera im Test: Funk-Einparkhilfe von Lescars für große Fahrzeuge
Die Lescars Rückfahrkamera mit Solarmodul (PA-610) ist mehr als eine Einparkhilfe: Sie eignet sich auch zur Überwachung und ist ideal für Wohnmobile und Transporter.
Neben der Funktion einer kabellosen Rückfahrkamera bietet das Set eine weitere Sicherheitskamera zur Überwachung. Mögliche Szenarien dafür wären etwa das Platzieren im Inneren eines Pferdeanhängers, um die Tiere beim Transport im Blick zu behalten. Sinnvoll ist die Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-610 von Pearl mit Erweiterungskamera für große Fahrzeuge wie Wohnmobile, LKW, Transporter, Baumaschinen oder auch in Booten zu gebrauchen. Durch die kabellose Installation und den Akkubetrieb lässt sich das Set ohne große Mühe schnell in Betrieb nehmen. Das Laden des Akkus erfolgt mit Solar oder über einen USB-Anschluss.
Wir haben das Rückfahrkamera-System mit einem Mercedes Sprinter getestet. Wie sich die Funk-Rückfahrkamera in der Praxis schlägt, zeigt dieser Testbericht.
Rückfahrkamera und Überwachungskamera in einer Lösung
Durch die zweite Kamera und die recht hohe Leistung der Akkus (welche die Kameras aber schwer machen), lässt sich beim Parken mit dem Wohnmobil der Nahbereich überwachen. Die Übertragung des Bildes erfolgt per Funk mit 2,4 GHz. Die Kameras zeigen auf dem Display auch Hilfslinien für das Parken an, bieten aber kein akustisches Signal, da hierfür die Sensoren fehlen.
Der Monitor wird mit einem flexiblen Klebehalter am Armaturenbrett befestigt, zuvor wird die Kamera selbst am Halter verschraubt. Die Stromversorgung des Monitors erfolgt über den Zigarettenanzünder. Das Kabel ist sehr lang, sodass sich im Fahrzeug mühelos ein freier Anschluss finden lässt. Es gibt leider keinen USB-C-Anschluss, um das Gerät mit Energie zu versorgen. Am Stecker für die Stromversorgung ist aber ein weiterer USB-Anschluss, um auch weitere Geräte mit Strom zu versorgen.
Außerdem befindet sich am Stecker ein Ein- und Ausschalter. Die Nachrüstung ist daher sehr einfach und auch ohne Bohren möglich sowie ohne das Verlegen von Kabeln. Es ist nur die Stromversorgung des Monitors per Kabel notwendig, die anderen Geräte werden per Akku mit Energie versorgt und senden das Signal per Funk an den Monitor. Damit lassen sich auch große Fahrzeuge ohne Kameras nachrüsten, etwa Hänger, die nicht leicht zu überblicken sind. Der Einsatz ist auch in LKW, Wohnmobilen, Minivans, Lieferwägen oder beim Einsatz von Wohnwägen sinnvoll. Der Monitor kann per 12 Volt und 24 Volt mit Energie versorgt werden.
Design
Der Monitor der Kamera macht einen recht stabilen Eindruck, wirkt allerdings nicht besonders hochwertig. Die Tasten reagieren gut und der Monitor ist mit einer Größe von 7 Zoll ausreichend groß. Die Kameras sind verhältnismäßig groß (9,5 cm x 7,5 cm x 4 cm) und mit 430 Gramm recht schwer. Das liegt vor allem am Akku, der die Kamera ausreichend lange mit Energie versorgen muss. Die beiden Kameras lassen sich manuell nach oben und unten schwenken, sodass auch in hohen Fahrzeugen das Kamerabild flexibel eingestellt werden kann. Beide Kameras haben einen Blickwinkel von 90° (±5°), vertikal: 50° (±5°)
Der Farbmonitor bietet eine Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln (Full HD 1080p). Die Maße des Monitors sind 19 cm x 11,5 cm. Da der Monitor über den Zigarettenanzünder mit Energie versorgt wird, ist er recht leicht, da er keinen Akku benötigt. Nicht sehr attraktiv sind die etwa 9 cm langen Antennen des Monitors und der Kameras. Klar, eine Antenne ist notwendig, diese könnte aber etwas unauffälliger positioniert werden oder sich im Gerät befinden.
Der Bildschirm verfügt über einen Blendschutz, sodass der Monitor auch bei relativ starker Sonnenstrahlung genutzt werden kann. Auch bei Nacht ist die Verwendung möglich, da die Kameras Nachtsicht bieten, die durch zwei Infrarot-LEDs unterstützt wird.
Ausstattung
Zum Lieferumfang gehören der Monitor für den Fahrgastraum, zwei Kameras, ein Kabel für den Anschluss des Monitors an den Zigarettenanzünder und verschiedene Halter zum Anbringen der Kameras. Das Solarpanel für die mitgelieferte Kamera wird per Mini-USB verbunden und lässt sich mit einem Klebehalter am Fahrzeug befestigen.
Der Monitor bezieht Energie über ein Kabel, das mit dem Zigarettenanzünder verbunden wird. Der Stecker verfügt über einen Typ-A-USB-Steckplatz, an den sich auch andere Geräte parallel anschließen lassen, und einen integrierten Ein- und Ausschalter für den Monitor. Ebenfalls dabei ist der Klebehalter, der gut festhält und an den Monitor verschraubt wird.
Die Übertragung der Daten erfolgt per Funk, es sind keine Kabel zwischen Kamera und Monitor vorgesehen. Die Stromversorgung der Kameras läuft autark vom Fahrzeug über einen integrierten Akku. Das Laden per USB-Kabel ist ebenfalls möglich. Außer dem Stromkabel für den Zigarettenanzünder muss kein Gerät in einer Weise mit Kabeln an das Fahrzeug angeschlossen werden. Das schließt aber wiederum das Anzeigen des Bildes im Monitor des Fahrzeugs aus. Das Kamerabild lässt sich nur am mitgelieferten Monitor anzeigen.
Inbetriebnahme und Bedienung
Die Bedienung erfolgt über Tasten am Rand des Monitors. Sobald der Monitor eingeschaltet ist, baut er eine Verbindung zur Kamera auf. Es sind an dieser Stelle keine komplizierten Einstellungen notwendig. Wenn der Monitor startet, beginnt die Datenübertragung in Echtzeit. Um weitere Kameras zu verbinden und mit den verschiedenen Kanälen des Monitors anzusteuern, steht im Menü des Monitors der Menüpunkt „Pair“ zur Verfügung.
Das in den Bildschirm integrierte Menü erlaubt verschiedene Einstellungen, die Bedienung ist aber etwas gewöhnungsbedürftig. Besser wäre ein Touchscreen, aber das würde vermutlich den Preis nach oben schrauben. Auf dem Monitor ist auch der Ladezustand des Akkus der jeweiligen Kamera zu sehen. Der Akku lässt sich direkt über ein USB-Kabel laden, wenn das Fahrzeug etwa längere Zeit in der Garage steht, zum Beispiel über eine Powerbank (Ratgeber).
Die Kameras verfügen über einen Halter, den man mit vier Schrauben am Fahrzeug befestigen kann. Anschließend wird die Kamera an die Halterung montiert. Die Kameras haben ein wetterfestes Gehäuse nach IP67 und halten eine Betriebstemperatur von -20 bis 65° Celsius aus. Der Lithium-Ionen-Akku der Kameras fasst 6600 mAh und kann dadurch mehrere Wochen oder sogar Monate in Betrieb sein, auch ohne Energieversorgung durch das Solarpanel.
Bildqualität
Bei einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln (Full-HD 1080p) geht die Auflösung absolut in Ordnung und zeigt alles in ausreichender Schärfe an. Wirklich atemberaubend ist die Bildqualität aber nicht. Die Helligkeit passt sich automatisch an und die Hilfslinien sind ebenfalls gut zu sehen. Außerdem lassen sich per Splitscreen die Bilder beider Kameras gleichzeitig anzeigen, allerdings wird das Bild der einzelnen Kamera dann etwas kleiner dargestellt, weil der Monitor das Bild nicht streckt. Die Hilfslinien für das Parken lassen sich über das Menü ein- und ausblenden.
Preis
Etwa 220 Euro kostet das Set bei Amazon mit zwei Kameras oder rund 90 Euro nur mit einer Kamera.
Fazit
Die Lescars Solar-Funk-Rückfahrkamera PA-610 ist eine einfach zu installieren und kommt vorwiegend für große Fahrzeuge wie Wohnmobile, Transporter, LKWs oder Anhänger infrage. Die Einrichtung ist schnell abgeschlossen und der Nutzen ist groß, wenn im Fahrzeug noch keine Kameras und Sensoren verbaut sind. Alles läuft über Funk und Solar. Reicht die Sonnenstrahlung nicht aus, können Sie die Kamera über das beigelegte USB-Kabel laden.









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