»Tatort« heute aus Zürich: »Könige der Nacht« im Schnellcheck

vor 1 Tag 3

Das Szenario:

Zynisch, zynischer, Zürich. Ein Stricher aus Mazedonien wurde auf einer Party von Wohlstandssöhnchen so lange misshandelt, bis er an seinem Blut erstickte. Eine Pizzabotin aus Äthiopien, die in der Nacht eine Lieferung in die Wohnung brachte, wird nun von den Mördern verfolgt. Weil sie keine Papiere hat, kann sie nicht zur Polizei gehen. Die Ermittlerinnen Grandjean (Anna Pieri Zuercher) und Ott (Carol Schuler) sind ihr trotzdem bald auf den Fersen und versprechen Hilfe, die sie eigentlich gar nicht garantieren können.

Der Auftritt:

Nambitha Ben-Mazwi als Geflüchtete Moya Alemu. Die südafrikanische Schauspielerin, die in ihrer Heimat ein echter Fernsehstar ist, spielt sich würdevoll durch alle Zumutungen, die das harte Leben auf der Flucht bereithält – und zudem durch die Zumutungen des schlampigen Drehbuchs.

Das Bild:

Eine Leiche wie gemalt. Als der misshandelte tote Körper des Strichers aus einem Gewässer gezogen wird, sind die Beine grazil übereinandergeschlagen wie auf einem Renaissancegemälde.

Die Bewertung:

3 von 10 Punkten. Dieser »Tatort« soll Partei für die Schwächsten ergreifen – und treibt mit seinem Holzschnitt-Dualismus zwischen Arm und Reich auch die Wohlmeinendsten in die Flucht. So wird dem Publikum der Abschied in die große Sommerpause leicht gemacht. Der nächste neue ARD-Sonntagskrimi läuft erst im September.

Die Analyse:

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»Tatort: Könige der Nacht«, Sonntag, 20.15 Uhr, Das Erste

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