Österreich : ÖVP-Fraktionschef Wöginger tritt nach Urteil zu Amtsmissbrauch zurück

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August Wöginger soll einem ÖVP-Politiker eine leitende Stelle arrangiert haben. Der Fraktionschef wurde dafür verurteilt, jetzt will er zurücktreten.

4. Mai 2026, 16:40 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa,

 Der Fraktionschef der österreichischen ÖVP, August Wöginger, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Zuvor hatte ein Gericht ihn wegen Amtsmissbrauchs verurteilt
Der Fraktionschef der österreichischen ÖVP, August Wöginger, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben. Zuvor hatte ein Gericht ihn wegen Amtsmissbrauchs verurteilt © Florian Reisinger/​Fotokerschi.At/​APA/​dpa

Der Fraktionschef der konservativen österreichischen Kanzlerpartei, August Wöginger, hat nach seiner Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs seinen Rücktritt angekündigt. Das Landgericht Linz verurteilte den ÖVP-Politiker zu einer siebenmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 43.200 Euro. Dies berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Demnach will Wöginger zwar als Fraktionschef abtreten, jedoch weiter Abgeordneter im österreichischen Parlament bleiben.

Wöginger war angeklagt, für einen ÖVP-Bürgermeister interveniert zu haben, damit dieser die Leitung eines Finanzamtes im Bundesland Oberösterreich übernehmen konnte. Nach Ansicht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wurde der Bürgermeister trotz geringerer Eignung aufgestellt.

Wöginger beteuert weiterhin seine Unschuld. Er kündigte Berufung gegen das noch nicht rechtskräftige Urteil an. In einer früheren Phase des Verfahrens war der Politiker mit einer Geldstrafe, aber ohne strafrechtliche Verurteilung davongekommen. Diese sogenannte Diversion, die es als Form der Prozessbeilegung in Deutschland nicht gibt, wurde jedoch vom Oberlandesgericht Linz aufgehoben. Deshalb wurde das Verfahren fortgesetzt.

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