Prozess gegen August Wöginger: Es war halt doch mehr als ein Gefallen

vor 1 Stunde 1

August Wöginger ist wegen Amtsmissbrauch in erster Instanz verurteilt. Obwohl er als ÖVP-Klubobmann zurücktritt, ist das letzte Wort in der Sache längst nicht gesprochen.

4. Mai 2026, 17:39 Uhr

 ÖVP-Politiker August Wöginger am Montag am Linzer Landesgericht
ÖVP-Politiker August Wöginger am Montag am Linzer Landesgericht © Werner Kerschbaummayr/​Fotokerschi.at/​APA/​dpa

Das Wort von August Wöginger hat an diesem Tag noch mehr Gewicht als üblich. Keine fünf Minuten nachdem der Schöffensenat in Saal 61 des Landesgerichts Linz den ÖVP-Politiker der Bestimmung zum Amtsmissbrauch für schuldig erkannt hat, tritt er vor die Kameras im Foyer. Mit versteinerter Miene liest er eine offensichtlich vorbereitete Erklärung vom Blatt ab. Und liefert gleich den zweiten großen Aufreger des Tages.

Wie schon im Gerichtssaal von seinem Anwalt angekündigt, werde er das Urteil in der höheren Instanz bekämpfen, sagt Wöginger. Und gibt dann erstmals einen Einblick in sein Gefühlsleben. Bisher hatte er zum Verfahren in der Öffentlichkeit weitgehend geschwiegen, Interviewanfragen ausgeschlagen, ausführliche Statements vermieden. Nun sagt Wöginger, der Prozess sei »belastend« für ihn und seine Familie gewesen. Auch für seine Arbeit im Parlament, auf die er sich nicht zu 100 Prozent habe konzentrieren können. »Ich bin da an meine Grenzen gekommen.«

Gesamten Artikel lesen