Ähnlich wie der Kraftstoff E-10, der in Deutschland bereits erhältlich ist, enthält dieser Bioethanol – allerdings zwanzig statt zehn Prozent, daher auch der Name. Durch diese Beimischung ist der Kraftstoff günstiger. Der Preisvorteil des steuerlich begünstigten E-10 gegenüber herkömmlichem Benzin liegt aktuell bei etwa sechs Prozent pro Liter. Allerdings ist der Verbrauch bei E-10 auch etwas höher und der Kraftstoff ist nicht für alle Autos geeignet – viele Autofahrer haben Vorbehalte gegen ihn.
Umweltbilanz umstritten
Wie hoch der Preisvorteil von E-20 ausfallen könnte, ist unklar. Um ihn EU-weit einzuführen, müsste erst die Kraftstoffqualitätsrichtlinie angepasst werden. Bisher gibt es den Kraftstoff hierzulande nur testweise an ausgewählten, nicht öffentlichen Tankstellen. »Biokraftstoffe sind der Billigmacher beim Sprit. Dies passiert sofort und ohne neue Infrastruktur«, sagte der EU-Abgeordnete Peter Liese (EVP) einer Mitteilung zufolge. Liese setzt sich schon länger dafür ein, E-20 einzuführen.
Sogenannte Biokraftstoffe gelten als klimafreundlicher, weil bei der Herstellung etwas weniger fossile Rohstoffe verwendet werden. Der Effekt ist jedoch gering und hängt stark davon ab, woher die Pflanzen, häufig Raps, kommen, aus denen das Bioethanol gewonnen wird und ob womöglich natürliche Flächen verloren gehen, um Pflanzen zur Gewinnung von Kraftstoff anzubauen.
Im Jahr 2022 gab es sogar Überlegungen, den sogenannten Biosprit wieder abzuschaffen, weil die Herstellung Pflanzen verbraucht, die auch als Nahrung oder Futtermittel genutzt werden könnten.

vor 2 Stunden
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