Das ist rote Soße. Und das ist der Nacken von Reza Pahlavi. Der iranische Exil-Kronprinz ist am Donnerstag in Berlin plötzlich mit der roten Flüssigkeit bespritzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde noch vor Ort festgenommen.
Zuvor hatte Pahlavi in der Bundespressekonferenz klare Worte zur Lage im Iran gewählt. Vor allem die Waffenruhe zwischen den USA und Teheran sehe er kritisch. Stattdessen rief er wiederholt zum Sturz des Regimes auf.
Reza Pahlavi, Schah-Sohn
»Ich sage nicht, dass man der Diplomatie keine Chance geben sollte, aber ich denke, dass man der Diplomatie schon genug Chancen gegeben hat und sie jedes Mal Rückschläge erlitten hat.«
Leider – findet Pahlavi – ist bei seinem Berlin-Besuch kein einziges Treffen mit Regierungsmitgliedern geplant. Das sei eine Schande.
Reza Pahlavi, Schah-Sohn
»Ich denke, es sollte das Vorrecht demokratischer Regierungen sein, sich nicht von einer Bande von Schlägern und Terroristen vorschreiben zu lassen, mit wem ihr sprechen dürft und mit wem nicht. Das ist nicht ihr Vorrecht, sondern eures. Macht von eurem Vorrecht Gebrauch!«
Pahlavi ist der Sohn des letzten Schahs, der 1979 nach Massenprotesten aus dem Land vertrieben wurde. Seit fast 50 Jahren lebt er im Exil in den USA. Jetzt will er sich als Führungsfigur für die Zukunft Irans inszenieren.
Rund um das Regierungsviertel gab es indessen mehrere Demonstrationen – von Gegnern Pahlavis ebenso wie von Unterstützern.
Shagi, Demonstrantin:
»Wir sind gegen das Terror-Regime in Iran, die IRGC, und wir wollen, dass unser Schah Reza Pahlavi zurückkommt.«

vor 2 Stunden
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