Wer Trump kennt, kann alles schaffen: Der US-Pavillon bei der Kunstbiennale in Venedig erzählt eine neue Aufsteigergeschichte.
Aus der ZEIT Nr. 18/2026 Aktualisiert am 23. April 2026, 20:31 Uhr
Es gibt auch noch gute Nachrichten aus den USA. Eine lautet: Der amerikanische Traum lebt. Manche Menschen können dort weiterhin alles werden, und womöglich haben sie sich bis vor Kurzem nicht einmal träumen lassen, was genau sie werden könnten. Im vorliegenden Fall: zum Namen in der Kunstwelt. Fachkenntnisse sind keine Voraussetzung, Beziehungen allerdings hilfreich. Das müsste uns unerfüllt Träumenden auch in Deutschland ein Ansporn sein!
In zwei Wochen wird die Biennale in Venedig eröffnet, die wichtigste Kunstschau alle zwei Jahre, und den dortigen US-Pavillon bespielt ein amerikanischer Künstler, den vorher kaum jemand kannte (Alma Allen). Ausgesucht wurde er von einem Kurator (Jeffrey Uslip), den die Kunstszene vergessen hat, seit er vor zehn Jahren in einer Ausstellung rassistisch anmutende Bilder zeigen ließ. Beauftragt mit dem Pavillonjob wurde Uslip im Namen des US-Außenministeriums von einer Frau (Jenni Parido), die zuvor ein Tierfuttergeschäft in Tampa geführt und vor ein paar Monaten eine Kunstorganisation mit dem herrlich überkandidelten Namen American Arts Conservancy (AAC) gegründet hat.

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