SZ am Morgen: Nachrichten des Tages – die Übersicht für Eilige

vor 15 Stunden 1

An diesem Freitag hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) Wirtschaft und Gewerkschaften zum Krisengipfel geladen. Die Situation war schon vor Beginn des Iran-Kriegs nicht rosig, aber die Blockade der Straße von Hormus hat die Lage durch die steigenden Energiepreise enorm verschärft. Und selbst, wenn dort bald wieder Schiffe fahren, dürfte es dauern, bis die Wirtschaft sich erholt. Ob die Experten bei ihrem Gipfel am Freitag ganz neue Ideen entwickeln, was in dieser Lage zu tun wäre?

Denn während in Deutschland bisher vor allem über Spritpreissenkungen und die Pendlerpauschale diskutiert wird, haben andere Länder schon Energiesparmaßnahmen ergriffen, die an die Zeit der Corona-Pandemie erinnern. In manchen Ländern schließen Geschäfte und Restaurants früher, anderswo wird die Straßenbeleuchtung abgestellt, und Sportveranstaltungen finden ohne Zuschauer statt. Meine Kollegen Pauline Claßen und Niklas Keller haben einige dieser Beispiele in einer Fotogeschichte zusammengetragen.

Nach dem Abkommen zur Waffenruhe zwischen Iran und USA hieß es, die Straße von Hormus werde nun wieder freigegeben. Aber wirklich frei ist die Schiffspassage keineswegs. Iran will stattdessen eine Art Maut für die Durchfahrt erheben. Was bedeutet das, und was könnten die USA oder Europa tun? Das erklären meine Kollegen Herbert Fromme, Reymer Klüver und Paulina Würminghausen in einem Frage-Antwort-Stück.

Und der Bundeskanzler? Am Donnerstagnachmittag hatte er zu einem kurzen Pressetermin geladen, die Erwartungen waren groß. Gesagt hat er dann aber fast nichts, mein Berliner Kollege Daniel Brössler nennt es einen Auftritt, den man mit „Eiern nach Ostern“ zusammenfassen könnte.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und schon jetzt ein schönes Wochenende!

Was heute wichtig ist

Iran-Krieg: Verwirrung vor den Friedensgesprächen. Am Samstag sollen in Pakistan die Friedensgespräche zwischen den USA und Iran beginnen. Doch die beiden Länder streiten schon jetzt über den vereinbarten Waffenstillstand. Die Verhandlungsgrundlage soll ein iranischer 10-Punkte-Plan sein – den beide Seiten jedoch unterschiedlich interpretieren. Zum Artikel

US-Gericht verbietet Pentagon das Aussperren von Presse. Ein US-Richter hat das Pentagon zur Wiederherstellung des uneingeschränkten Pressezugangs angewiesen. Das Ministerium von Verteidigungsminister Pete Hegseth behindere die Arbeit der Presse und widersetze sich damit einer früheren gerichtlichen Anordnung, hieß es. Zum Liveblog zur US-Politik

Putin kündigt Waffenruhe zum orthodoxen Osterfest an. Ab Samstagnachmittag sollen die Waffen im Krieg gegen die Ukraine schweigen, heißt es aus dem Kreml. Selenskij bestätigt die geplante eineinhalb-tägige Pause der Kampfhandlungen. Der ukrainische Präsident hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die orthodoxen Osterfeiertage gefordert. Zum Liveblog zum Krieg in der Ukraine

Rechtsextremist Liebich kurz hinter deutscher Grenze festgenommen. Marla Svenja Liebich entzog sich monatelang einer Haftstrafe und behauptete, nach Russland geflohen zu sein. Nun wurde die rechtsextreme Person direkt hinter der deutsch-tschechischen Grenze gefasst. Sie wurde 2025 wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu 18 Monaten Haft verurteilt. Zum Artikel

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Dossier Digitalwende: Digitaler Staat – Niedersachsen schließt Partnerschaft mit dem Bund. Niedersachsen besiegelt heute als erstes SPD-geführtes Land eine Partnerschaft mit dem Bundesdigitalministerium. Fünf Online-Behördendienste sollen bis Ende 2026 flächendeckend verfügbar sein. Vorbild sind die Kooperationen mit Bayern und Hessen. Auch wichtig: Union und SPD diskutieren über die Nachfolge der scheidenden Bundesdatenschutzbeauftragten. Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: Europas ungenutzte Marktmacht. Die EU verfügt über den größten Binnenmarkt der Welt – und setzt ihn kaum als geopolitisches Instrument ein. Während China und die USA ihre wirtschaftliche Stärke strategisch nutzen, zögert Europa. Warum der Kontinent stärker ist, als er glaubt – und was ihm fehlt, um diese Macht einzusetzen. Zum Briefing

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