Nach monatelangen Bemühungen um eine Einigung spitzt sich der Konflikt zwischen Syriens Zentralregierung und den Kurden immer weiter zu. Regierungstruppen brachten bei einem schnellen Vorstoß strategisch wichtige Gebiete im Norden und Osten unter ihre Kontrolle, darunter zwei wichtige Ölfelder und einen Staudamm, wie Staatsmedien und Aktivisten berichteten. Die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) zogen sich aus den Gebieten zurück, wobei es auch zu Gefechten kam. Die neue Gewalt überschattet den Besuch von Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa in Berlin am Montag und Dienstag, dabei ist ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz geplant. Al-Scharaa steht seit einem Jahr an der Staatsspitze in Syrien. Seitdem kam es im Land wiederholt zu schwerer Gewalt mit insgesamt Tausenden Toten. Die syrische Armee gab an, sie habe in der nördlichen Stadt Tabka sowie am wichtigen Euphrat-Staudamm die Kontrolle übernommen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London berichtete, die Regierungstruppen und verbündete Stämme hätten am Sonntag auch Orte in der Provinz Dair al-Saur eingenommen sowie zwei Ölfelder.
18. Januar 2026, 16:09 Uhr
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