Susanne Weigelin-Schwiedrzik: »China will auf keinen Fall, dass der Iran diesen Krieg verliert«

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China unterstützt den Iran indirekt auch militärisch, sagt die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Aber klar auf der Seite des Iran steht Xi Jinping keineswegs.

25. Juli 2026, 20:32 Uhr

 Mohammad Bagher Ghalibaf (rechts), Sprecher des iranischen Parlaments, trifft bei der Beisetzung des verstorbenen obersten Führers des Iran, Ali Chamenei, auf He Wei (links), den stellvertretenden Vorsitzenden des chinesischen Volkskongresses.
Mohammad Bagher Ghalibaf (rechts), Sprecher des iranischen Parlaments, trifft bei der Beisetzung des verstorbenen obersten Führers des Iran, Ali Chamenei, auf He Wei (links), den stellvertretenden Vorsitzenden des chinesischen Volkskongresses. © Hamed Malekpour/​imago

Susanne Weigelin-Schwiedrzik, 70, war bis 2020 Professorin für Sinologie an der Universität Wien. 2023 erschien ihr Buch »China und die Neuordnung der Welt«.

DIE ZEIT: China kauft rund 80 Prozent der iranischen Ölexporte – trotz der Sanktionen, und auch noch im Krieg. Wie geht das?

Susanne Weigelin-Schwiedrzik: Kleine chinesische Privatraffinerien, die sogenannten teapots, kaufen das Öl kostengünstig, und sie nutzen dabei nicht die gängigen internationalen Zahlungswege wie das Swift-System und die großen Banken. Zum Teil läuft das wie früher im Kalten Krieg: Ware gegen Ware, ein Tauschhandel ganz ohne Geldtransfer. Der Iran bekommt für sein Öl Dinge des alltäglichen Bedarfs, aber auch Medikamente. Dabei sind beide Seiten nicht in gleichem Maß aufeinander angewiesen: Für China machen die Ölimporte aus dem Iran nur einen kleinen Teil des Bedarfs aus. Für den Iran hingegen ist China der wichtigste Abnehmer.

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