Stuttgart: Aktivisten mischen Prozessauftakt nach »Ulm5«-Angriff auf

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Sie brachen laut Anklage im September 2025 beim israelischen Rüstungsunternehmen Elbit in Ulm ein, sprühten die Wände voll und zerstörten Inventar: Nun stehen deshalb in Stuttgart-Stammheim drei Frauen und zwei Männer vor Gericht. Die Anklagepunkte umfassen unter anderem Sachbeschädigung sowie Hausfriedensbruch. Insgesamt ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.

Für turbulente Szenen sorgten allerdings vor allem die Besucherinnen und Besucher im Saal, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Zum Prozessauftakt waren viele Anhänger in das streng gesicherte Justizgebäude in Stuttgart-Stammheim gekommen.

Zunächst verteilten sie mehrfach Presseerklärungen an die Journalisten im Saal, die von Justizbeamten unmittelbar wieder eingesammelt wurden. Als die Angeklagten schließlich mit eineinhalbstündiger Verzögerung in Handschellen in den Saal geführt wurden, klatschten Dutzende Zuschauer im Saal, jubelten und schrien. Die Angeklagten grüßten ihre Anhänger, lächelten und zeigten das Friedenssymbol. Obwohl die Richterin niemandem das Wort erteilte, redeten die Anwälte wild durcheinander und stellten Anträge.

Bei den Angeklagten handelt es sich um zwei Männer und drei Frauen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren. Neben dem Angriff auf die Rüstungsfirma Elbit wird ihnen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Sie nennen sich selbst »Ulm5«, sollen aber außerdem der Organisation »Palestine Action Germany« angehören. Die Gruppe ist dezentral organisiert und hat unterschiedliche nationale Subgruppen. »Palestine Action« wurde in Großbritannien vergangenes Jahr verboten,  nachdem Aktivisten auf einen Luftwaffenstützpunkt eingedrungen waren und Flugzeuge der Royal Air Force mit Farbe besprüht hatten.

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