Deutschland: Immer mehr Radfahrer sterben im Straßenverkehr

vor 1 Stunde 1

Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland leben gefährlich: Im vergangenen Jahr kamen hierzulande 462 Menschen, die mit dem Fahrrad unterwegs waren, bei Unfällen im Straßenverkehr ums Leben. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2024, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

An einem Großteil (66,5 Prozent) der insgesamt 95.794 statistisch erfassten Fahrradunfälle mit Personenschaden war eine zweite Verkehrsteilnehmerin oder ein zweiter Verkehrsteilnehmer beteiligt, ging aus den Daten weiter hervor. In rund 70 Prozent dieser Fälle handelt es sich dabei um eine Autofahrerin oder einen Autofahrer (44.463 Unfälle).

Nur in etwa drei von zehn Unfällen trug die radfahrende Person die Hauptschuld.

Anstieg auf E-Bikes zurückzuführen

Insgesamt war nach vorläufiger Statistik jeder sechste (16,4 Prozent) im Straßenverkehr getötete Mensch mit dem Fahrrad unterwegs. Fast jedes zweite Opfer saß auf einem umgangssprachlich als E-Bike bezeichneten Pedelec.

Der Boom bei den E-Fahrrädern habe für einen generellen Anstieg bei den Todesfällen unter Radfahrerinnen und Radfahrern gesorgt, erläuterte das Bundesamt weiter: Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der getöteten Radlerinnen und Radler um 3,8 Prozent nach oben; im Vergleich zu 2015 waren es sogar 20,6 Prozent.

Menschen über 65 besonders gefährdet

Besonders gefährdet im Straßenverkehr sind laut Statistik ältere Personen. Im Jahr 2025 waren 61,5 Prozent der tödlich verunglückten Fahrradfahrerinnen und -fahrer 65 Jahre und älter.

Lag deren Anteil bei den tödlich Verunglückten mit Fahrrädern ohne Hilfsmotor bei 56,3 Prozent, waren es in der Gruppe der getöteten Pedelec-Fahrerinnen und -Fahrer 67,3 Prozent.

Im Gegensatz zu Deutschland sinkt die Zahl der tödlich verunglückten Radfahrerinnen und Radfahrer EU-weit. Fachleute sehen dafür mehrere Gründe. Ein Land sticht ihnen zufolge besonders positiv heraus. Was wird dort anders gemacht? Lesen Sie hier die Analyse. 

Gesamten Artikel lesen