Studie: Die Farbe eines Konzertsaals beeinflusst, wie wir die Musik erleben

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Raumakustik werde nicht eindimensional wahrgenommen, so der Physiker und Experte für Audiokommunikation. »Wir hören, ob ein Saal eher laut oder leise, hallig oder trocken ist, aber auch, welche klangliche Färbung er hat. Ein Raum kann warm, brillant oder metallisch wirken«, so Weinzierl. »Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Wahrnehmung stärker mit visuellen Eindrücken verknüpft ist als bislang angenommen.«

Die Teilnehmenden hören vier Musikstücke aus unterschiedlichen Epochen mit unterschiedlichem Tempo. Anschließend bewerteten sie diese auf einer Skala von 1 bis 10 unter anderem nach Kriterien wie persönlichem Gefallen, wahrgenommener Lautstärke, Wärme, Halligkeit und Klangfarbe. Am stärksten beeinflusste die Raumgestaltung die wahrgenommene Klangfarbe. Auf die Wahrnehmung der Lautstärke hatte die Farbgebung hingegen keinen messbaren Effekt.

Farbgestaltung sollte größere Rolle für Planung von Sälen spielen

Dunklere Räume mit gedeckten Farben lenkten die Aufmerksamkeit stärker auf die Musikerinnen und Musiker, sagt Weinzierl. Viele Konzertsäle seien bereits genau so gestaltet – daran hätten sich offenbar viele Menschen gewöhnt. Demnach habe die Bewertung der Studienteilnehmer auch eine psychologische Komponente: »Man mag eher das, was man kennt, als das, was man noch nie gesehen hat.« Weinzierl meint, der visuelle Eindruck müsse künftig stärker bei der Planung und Gestaltung von Konzertsälen, Theatern und anderen Aufführungsräumen bedacht werden.

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