Spionageverdacht: Südkorea nimmt zwei mutmaßliche chinesische Spione fest

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Zwei chinesischen Staatsbürgern wird die Spionage von US-südkoreanischen Militärinformationen vorgeworfen. Sie wurden in Südkorea verhaftet, ihnen droht lebenslange Haft.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, 11. August 2026, 10:52 Uhr

Spionage China Südkorea Volksbefreiungsarmee USA
Einer der Verdächtigen soll die Kommunikation von Militäreinheiten der USA und Südkorea auf dem Flughafen Gusan ausspioniert haben. (Archivbild) © Handout/​South Korean Defense Ministry/​Getty Images

In Südkorea sind zwei chinesische Staatsbürger wegen des Spionageverdachts festgenommen worden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um frühere Angehörige der chinesischen Volksbefreiungsarmee, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Den Männern wird nach südkoreanischem Recht die sogenannte Begünstigung des Feindes vorgeworfen, wofür eine Höchststrafe von lebenslanger Haft verhängt werden kann.

Einem der zwei Männer wird vorgeworfen, den Funkverkehr zwischen südkoreanischen und US-amerikanischen Kampfjets abgehört zu haben. Dafür soll der Chinese seit Januar 2024 mehrfach mit einem Touristenvisum in die südwestliche Stadt Gusan eingereist sein und in einem Hotel nahe dem Flughafen mit professioneller Ausrüstung die Kommunikation zwischen Kampfjets und Fluglotsen abgehört haben. Auf dem Flughafen Gunsan sind sowohl Einheiten der südkoreanischen als auch der US-Luftwaffe stationiert.

Der zweite Verdächtige ist ein 45-jähriger Koreaner mit chinesischer Staatsangehörigkeit. Er soll eine Südkoreanerin angeworben haben, die auf dem US-Militärstützpunkt Camp Humphreys in Südkorea arbeitete, dem größten ausländischen US-Militärstützpunkt. Sie soll von dort geheime Informationen über US-südkoreanische Militärübungen beschafft haben.

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