Spanische Exklave Ceuta: Spanien richtet zwei Flüchtlingslager in Ceuta ein

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Hunderte aus Marokko geflohene Menschen sind weiter in der spanischen Exklave Ceuta. Damit sie nicht im Freien schlafen müssen, schafft Spanien temporäre Unterkünfte.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, Aktualisiert am 20. August 2026, 17:12 Uhr

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Geflüchtete werden in Ceuta am 20. August vom Strand in offizielle Unterkünfte geleitet. © Violeta Santos Moura/​Reuters

Drei Wochen nachdem Zehntausende Menschen von Marokko aus die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta überwunden haben, lässt Spaniens Regierung dort zwei Flüchtlingslager einrichten. Das spanische Migrationsministerium sprach von »temporären Aufnahmeeinrichtungen«. Ziel sei es, den rund 1.800 in Ceuta verbliebenen Geflüchteten eine Unterkunft anzubieten, »damit sie die Nächte nicht länger auf der Straße oder am Strand verbringen müssen«.

Ende Juli hatten nach Angaben spanischer Behörden rund 72.000 Menschen die von Marokko und dem Mittelmeer umgebene Exklave Ceuta erreicht, teils auf dem Landweg, teils schwimmend. Zahlreiche Menschen kamen bei dem Versuch, Ceuta zu erreichen, ums Leben.

Spanien bringt 500 Minderjährige auf das Festland

Der Großteil der Geflüchteten kehrte wenig später nach Marokko zurück oder wurde dorthin zurückgebracht. 1.800 Migranten sollen sich nach Angaben der spanischen Regierung jedoch nach wie vor in Ceuta aufhalten, unter ihnen viele unbegleitete Minderjährige. Die meisten von ihnen haben die vergangenen Wochen auf der Straße oder am Strand gelebt. Einwohner der Exklave kritisieren die Regierung in Madrid und klagen über Sicherheits- und Hygieneprobleme.

Kürzlich kündigte Spaniens Regierung an, 500 Mädchen aus Ceuta auf das spanische Festland zu bringen. Diese Mädchen, von denen einige erst zehn oder elf Jahre alt seien, befänden sich in »sehr komplexen familiären Situationen« und würden eine »spezialisierte Betreuung« benötigen, sagte der spanische Staatssekretär für Kinder und Jugendliche, Rubén Pérez Correa.

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