Der sachsen-anhaltische CDU-Landesvize André Schröder sieht im Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU kein Problem für eine Zusammenarbeit mit den Linken. „Das ist nicht unser Ziel“, sagte Schröder der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Zeit nach der Landtagswahl am 6. September in Sachsen-Anhalt. Aber es müsse im Land weitergehen, wenn die schwarz-rot-gelbe Koalition nach der Wahl keine Mehrheit mehr haben sollte. Man könne eine Minderheitsregierung nicht ausschließen, so Schröder.
Der bisherige Beschluss besage, dass es keine institutionelle und strategische Zusammenarbeit mit AfD und Linke gebe. „Das heißt, Abstimmungsverhalten im Einzelfall zu Initiativen der CDU sind von diesem Beschluss gar nicht tangiert“, so Schröder, der Landrat im Landkreis Mansfeld-Südharz ist. Dieser Beschluss gelte. „Der gilt auch nach der Wahl. Wir kommen mit dieser Beschlusslage, die wir haben, völlig klar.“ Eine institutionelle Zusammenarbeit ist aus Schröders Sicht eine Koalition, zu strategischer Zusammenarbeit gehörten etwa gemeinsame Personalentscheidungen oder abgestimmte Papiere. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) habe deutlich gemacht, dass es weder Vertreter der AfD noch der Linken am Kabinettstisch geben werde, betonte Schröder.
Auch die Linke in Sachsen-Anhalt zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU. „Es gibt zu uns keine Alternative, wenn man rechte Mehrheiten in Sachsen-Anhalt verhindern will“, sagte Spitzenkandidatin Eva von Angern. Sie betont zwar, dass beide Parteien nicht zueinander gehörten. „Bei Migration und Sozialstaat sind wir weit auseinander. Wir arbeiten aber, wo möglich, vertrauensvoll zusammen.“ Das war zuletzt etwa bei einer Parlamentsreform in Magdeburg der Fall. Auch die Bundesspitze der Linken schließt eine Zusammenarbeit nicht aus. „Die AfD muss von den Schalthebeln der Macht ferngehalten werden“, sagte Parteivorsitzende Ines Schwerdtner der dpa. Sie schränkt ein: „Die Tolerierung von AfD-Politik im CDU-Gewand ist allerdings keine Option.“










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