Russlands Rückkehr in den Weltfußball nur bei Kriegsende

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Beim UEFA-Kongress steht auch das Thema Russland im Fokus. Die Bedingung für die Rückkehr ist eindeutig, wie Europas Fußballchefs mitteilten.

 Aleksander Ceferin und Gianni Infantino.

Haben eine klare Haltung bezüglich der Rückkehr von Russland in den Weltfußball: Aleksander Ceferin und Gianni Infantino. IMAGO/Schwörer Pressefoto

EFA-Präsident Aleksander Ceferin hat eine Rückkehr Russlands in den Weltfußball während des laufenden Angriffskriegs gegen die Ukraine ausgeschlossen. "Ich habe es viele Male gesagt und kann es wiederholen", sagte der Slowene nach dem Kongress der Europäischen Fußball-Union in Belgrad. "Wenn der Krieg aufhört, werden sie wieder zugelassen."

Russland ist seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine im Frühjahr 2022 suspendiert und drängt auf eine Rückkehr auf die internationale Fußball-Bühne. Eine mögliche Aufhebung des Banns steht bei den internationalen Verbänden derzeit nicht auf der offiziellen Agenda, ist aber ein Thema mit großem Konfliktpotenzial hinter den Kulissen. Dem Vernehmen nach hat Russland auch in UEFA-Kreisen Verbündete vornehmlich aus osteuropäischen Ländern.

Ich hoffe, dass wir bald Russland in die Fußballlandschaft zurückbringen können.

"Während Gespräche über einen Frieden in der Ukraine laufen, hoffe ich, dass wir bald das nächste Kapital aufschlagen können und Russland in die Fußballlandschaft zurückbringen können, weil dies bedeuten würde, dass alles gelöst ist", sagte FIFA-Präsident Gianni Infantino in seinem Grußwort beim Treffen des europäischen Kontinentalverbands.

Ceferin erklärte, dass wie die Entscheidung zur Suspendierung auch ein Rückkehr-Beschluss gemeinsam mit der FIFA gefällt werden solle. Der Slowene hatte zuletzt wieder für eine Spielerlaubnis von russischen Jugendmannschaften argumentiert, um den Nachwuchsspielern Kontakte außerhalb Russland zu ermöglichen. Die UEFA hält sich auch bedeckt, da vom Weltverband FIFA und dem IOC für den olympischen Sport noch keine öffentlichen Signale für eine Aufhebung der Sperre kamen.

Neuendorf: Suspendierung hat nicht verändert

DFB-Präsident Bernd Neuendorf hatte sich schon vor den Sitzungen in Belgrad klar gegen eine derzeitige Rückkehr Russlands ausgesprochen. "Fakt ist, dass sich an der Ausgangslage, die zur Suspendierung russischer Mannschaften geführt hat, leider nichts geändert hat. Unvermindert setzt Russland den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine fort", sagte er.

DPA

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