Russland und die Nato: Wenn Putin nur noch die Eskalation bleibt

vor 1 Stunde 1

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Ein russischer Angriff auf Europa wird wahrscheinlicher. Aber nicht, weil Wladimir Putin Grund hätte, sich überlegen zu fühlen. Im Gegenteil: Ihm gehen die Optionen aus.

15. Mai 2026, 18:11 Uhr

 Russische Kampfjets über Moskau während der Feierlichkeiten zum »Tag des Siegs« am 9. Mai
Russische Kampfjets über Moskau während der Feierlichkeiten zum »Tag des Siegs« am 9. Mai © Igor Ivanko/​AFP/​Getty Images

Hanna Notte leitet das Eurasien-Programm des James Martin Center for Nonproliferation Studies und ist Senior Associate am Center for Strategic and International Studies (CSIS).

Warnungen vor einem baldigen russischen Angriff auf europäische Nato-Staaten haben in Deutschland erneut Konjunktur. Unterfüttert werden sie durch ein bedrohliches geopolitisches Lagebild: Ein verärgerter Donald Trump will 5.000 US-Soldaten aus Deutschland abziehen und Tomahawk-Marschflugkörper nicht mehr bei uns stationieren. Die USA haben in den vergangenen Wochen riesige Raketenbestände im Irankrieg verschossen. Die Nachbeben des offiziell für beendet erklärten Kriegs, der aber doch irgendwie weiterläuft, werden Trumps Aufmerksamkeit dauerhaft am Persischen Golf bündeln. Gibt es eine bessere Gelegenheit für Wladimir Putin, Europa anzugreifen, als in Gegenwart eines abgelenkten, ja treulosen Amerikas?

Gesamten Artikel lesen