Starten an jedem beliebigen Ort und zu jeder beliebigen Zeit: Das amerikanisch-neuseeländische Raumfahrtunternehmen Rocket Lab hat eine mobile Startrampe entwickelt. Es ist für zwei Raketentypen geeignet.
Global Hypersonic & Orbital Spaceport Technology, kurz Ghost, nennt Rocket Lab das System. Es umfasst Startinfrastruktur, Bodenunterstützung und Flugkontrollsysteme sowie die Rakete selbst. Ghost ist modular, alle Komponenten sind in Standardcontainern untergebracht, sodass das System innerhalb weniger Tage dort aufgebaut werden kann, wo es gebraucht wird.
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Von den mobilen Rampen sollen zwei Raketen starten: Die 18 Meter große Electron ist für den Transport kleiner Satelliten in niedrige Umlaufbahnen (Low Earth Orbit, Leo) gedacht. Von der Electron abgeleitet ist die Hypersonic Accelerator Suborbital Test Electron (Haste), die für suborbitale Missionen konzipiert ist.
„Starts an jedem Ort, zu jeder Zeit und ohne Kompromisse“
„Ob es um Raketenabwehr und Abschreckung geht, oder darum, weitere Flugbahnen, Orbitalmissionen und souveräne Startkapazitäten in verbündeten Nationen zu erschließen, ist Ghost ist die Lösung für Starts an jedem Ort, zu jeder Zeit und ohne Kompromisse“, sagte Peter Beck, Gründer und Chef von Rocket Lab.
Die ersten beiden Ghost-Anlagen sollen in Alaska aufgebaut werden, am Pacific Spaceport Complex auf der Insel Kodiak vor der Südküste des US-Bundesstaates Alaska. Von dort aus wird Rocket Lab Suborbitalflüge für die US Space Force durchführen. Erstmals soll im kommenden Jahr von dort aus starten.
Rocket Lab sieht Anwendungen vor allem im militärischen Bereich. Für Raketenabwehrsysteme sei es wichtig, sie in hoher Kadenz an verschiedenen Orten zu testen, an der Ost- und der Westküste ebenso wie in befreundeten Nationen, sagte Brian Rogers, Leiter des Bereichs Global Launch Services. „Deshalb ist es wichtig, die Fähigkeit zu entwickeln, solche Tests in diesen Gebieten durchzuführen.“
Deutscher Unternehmensbereich
Zudem hat Rocket Lab die Gründung eines deutschen Unternehmensbereichs bekannt gegeben, der Rocket Lab Germany GmbH. Das schaffe „die Voraussetzungen für einen möglichen weiteren Ausbau der Satelliten- und Komponentenfertigung von Rocket Lab in Deutschland“, teilte das Unternehmen mit Ziel ist es, Europa Zugang zu souveränen Weltraumfähigkeiten zu ermöglichen. Den Grundstein für den Einstieg in den europäischen Markt habe das Unternehmen mit dem Kauf von Mynaric im Frühjahr gelegt.
Das in München ansässige Unternehmen Mynaric ist eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und vermarktet eine Technik für Laserkommunikation, die am DLR entwickelt wurde.
(wpl)











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