Rechtsextremismus an Schulen: „Es braucht keinen Aufschrei, aber einen ersten Satz“

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Rechtsextremismus an Schulen„Es braucht keinen Aufschrei, aber einen ersten Satz“

10. März 2026, 13:47 Uhr

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  Aufkleber an Schließfächern in der Berliner Fichtenberg-Oberschule zeigen, dass Schüler dort  von sich aus Position gegen Rechtsextremisten beziehen.
Politische Parolen im Schulalltag:  Aufkleber an Schließfächern in der Berliner Fichtenberg-Oberschule zeigen, dass Schüler dort  von sich aus Position gegen Rechtsextremisten beziehen. Lisa Ducret/picture alliance/dpa

Zwei Lehrkräfte machen rechtsextreme Vorfälle an ihrer Brandenburger Schule öffentlich und werden daraufhin selbst bedroht. Warum sie ihren Brandbrief trotzdem nicht bereuen und wie Lehrer am besten auf Nazi-Parolen reagieren sollten.

Interview von Meredith Haaf und Lilith Volkert, München/Berlin

Im April 2023 schrieben Laura Nickel und Max Teske einen anonymen Brief an die Märkische Allgemeine. Darin berichteten die Lehrkräfte von Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie an ihrer Oberschule im Spreewald – und einer „Mauer des Schweigens“ im Lehrerzimmer. Schnell kam heraus, dass der Brief von Nickel und Teske stammte. Sie bekamen daraufhin viel Aufmerksamkeit, aber nicht die erhoffte Hilfe. In ihrem Buch „Rechtsruck im Klassenzimmer“ warnen sie davor, rechte Gewalt und demokratiefeindliche Einstellungen von Jugendlichen zu unterschätzen.

:"Wer Demokratie möchte, muss Demokratie leben"

Wie können Schulen dazu beitragen, dass nicht immer mehr junge Menschen rechtsextreme Parteien wählen und sich für Autokraten begeistern? Ein Experte erklärt: Mit Unterricht allein ist es nicht getan.

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