Die Wiener Proxmox Server Solutions GmbH hat ihren Proxmox Datacenter Manager 1.1 veröffentlicht. Der Datacenter Manager bietet eine zentrale, einheitliche Web-Konsole, um alle Instanzen des Proxmox Virtual Environment (VE) und des Proxmox Backup Servers zu managen. Der gesamte Cluster samt aller Nodes kann so organisationsübergreifend verwaltet, überwacht und skaliert werden. Die neue Version 1.1 des Proxmox Datacenter Managers bietet automatisierte Workflows für das Ausrollen von Nodes, eine umfassende Subskriptions-Verwaltung, ein einheitliches Ceph-Cluster-Monitoring sowie ein erweitertes, zentrales Gast- und Snapshot-Management.
Mit Version 1.1 erweitert der Proxmox Datacenter Manager seine Rolle zum zentralen Konfigurationsserver für automatisiertes Host-Provisioning in verteilten Infrastrukturen. Administratoren können sogenannte Antwortdateien mit vordefinierten Installationsparametern zentral verwalten und für das unbeaufsichtigte Ausrollen neuer Hosts bereitstellen. Die Abläufe sind über den neuen Bereich „Automatische Installationen“ im Reiter „Remotes“ direkt im Webinterface erreichbar. Dort lässt sich auch der Fortschritt laufender Installationen in Echtzeit überwachen.
Für die Absicherung des Provisioning-Prozesses setzt Proxmox auf einen tokenbasierten Mechanismus: Nur autorisierte Zielsysteme erhalten Zugriff auf die hinterlegten Konfigurationen. Damit adressiert Proxmox vor allem größere Cluster- und Edge-Szenarien, in denen konsistente Rollouts und zentrale Verwaltung entscheidend sind. Wie das aktuelle Proxmox Virtual Environment 9.2 basiert auch der Proxmox Datacenter Manager 1.1 auf Debian GNU/Linux 13.5 „Trixie“ mit Linux-Kernel 7.0 inklusive aktualisierter Pakete und Bugfixes sowie OpenZFS 2.4.2.
Zentrale Verwaltung von Subskriptionen
Ebenfalls neu im Proxmox Datacenter Manager 1.1 ist eine zentrale Subscription-Registry, um die Verwaltung von Lizenzschlüsseln in verteilten Infrastrukturen zu vereinfachen. Administratoren können Subscription-Keys zentral vorhalten, einzelnen Remotes zuweisen und bei Bedarf wieder entkoppeln. Das reduziert den Verwaltungsaufwand insbesondere in Multi-Site-Umgebungen mit vielen Hosts. Zudem lassen sich Subscription-Keys direkt in vorbereitete Antwortdateien integrieren. Neue Hosts registrieren ihre Subscription damit automatisch bereits während der Installation. Die Funktion verzahnt Lizenzmanagement und automatisiertes Provisioning und soll konsistente Deployments in größeren Proxmox-Umgebungen erleichtern.
Der Proxmox Datacenter Manager 1.1 erweitert das Monitoring verteilter, hyperkonvergenter Infrastruktur-Umgebungen (HCI) um eine native Überwachung angebundener Ceph-Cluster. Administratoren erhalten über ein zentrales Dashboard konsolidierte Einblicke in Zustand, Kapazität und Echtzeit-Performance mehrerer Cluster. Die einheitliche Ansicht erleichtert insbesondere den Betrieb verteilter Proxmox-VE-Infrastrukturen und reduziert den Aufwand für die Analyse einzelner Standorte. Darüber hinaus liefert das Monitoring detaillierte Statusinformationen zu Object Storage Daemons (OSDs), Monitoren, Managern, Metadata Servern (MDS), Storage-Pools, CephFS sowie relevanten Cluster-Flags. Damit adressiert Proxmox vor allem Betreiber größerer HCI-Deployments mit hohen Anforderungen an Transparenz und Betriebsüberwachung.
Zentrales Guest- und Snapshot-Management
Mit Version 1.1 legt der Proxmox Datacenter Manager den Grundstein für ein zentrales Guest-Management über mehrere Remotes hinweg. Virtuelle Maschinen auf Basis von QEMU sowie LXC-Container lassen sich nun in einer gemeinsamen Ansicht verwalten, wahlweise als sortierbare Tabelle oder in einer nach Remotes strukturierten Baumansicht. Textfilter erleichtern die Suche nach einzelnen Gästen, während häufig genutzte Aktionen direkt aus der Übersicht heraus verfügbar sind.
Neu hinzu kommt ein zentrales Snapshot-Management: Snapshots lassen sich in einer Parent-Child-Struktur anzeigen, erstellen, wiederherstellen oder löschen. Auch das Bearbeiten von Beschreibungen ist möglich. Ergänzend führt Proxmox den Befehl „Resume“ für pausierte oder suspendierte QEMU-VMs ein. Die Funktionen markieren den ersten Schritt hin zu einer umfassenderen Guest-Orchestrierung, die in kommenden Releases weiter ausgebaut werden soll.
Preise und Verfügbarkeit
Geplante Funktionen sowie alle Verbesserungen und Neuerungen des Proxmox Datacenter Managers 1.1 beschreibt dessen Roadmap detailliert. Der Proxmox Datacenter Manager 1.1 steht als Open-Source-Software ab sofort zum Download bereit und kann kostenlos eingesetzt werden. Die Software selbst ist kostenlos, ihr Einsatz erfordert allerdings aktive Enterprise Support Subscriptions für alle verwalteten Produkte.
(axk)









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