In Boliviens Hauptstadt haben protestierende Bergleute versucht, den Regierungspalast zu stürmen. Die Polizei setzte Tränengas gegen die Demonstrierenden ein.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, epd, Reuters, pip 15. Mai 2026, 11:13 Uhr
In Boliviens Hauptstadt La Paz ist es bei Protesten von Bergleuten zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Die Demonstrierenden versuchten den Regierungspalast zu stürmen. Sie warfen nach Angaben der Zeitung La Razón Dynamitstangen in Richtung der Polizei. Diese setzte Tränengas ein, um die Bergleute daran zu hindern, zum zentralen Platz vor dem Parlament und Regierungsgebäude zu gelangen.
Tausende Bergarbeiter protestierten am Donnerstag (Ortszeit) im Zentrum von La Paz. Anlass der Proteste waren Forderungen nach Arbeitsreformen und Kraftstoff. Im Laufe des Tages verlangten die Demonstrierenden zunehmend auch den Rücktritt von Präsident Rodrigo Paz.
Es ist der jüngste Vorfall der seit mehr als einer Woche anhaltenden landesweiten Unruhe. Nach knapp 20 Jahren Regierungszeit der »Bewegung zum Sozialismus« (MAS) regiert seit einem halben Jahr der Christdemokrat Rodrigo Paz in Bolivien. Er will die Wirtschaft des Landes durch eine wirtschaftliche Öffnung ankurbeln. Besonders Berufsgruppen, die von der Sozialpolitik der MAS profitiert hatten, protestieren gegen diese Maßnahmen.
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