Podcast: „Auf den Punkt“: Russland: Wie Putin den „Tag des Sieges“ instrumentalisiert

vor 1 Stunde 2

In der Nacht zum Freitag haben die ukrainischen Streitkräfte mit Drohnen- und Raketenangriffen teils schwere Schäden in Russland verursacht. Trotz einer von Wladimir Putin einseitig ausgerufenen Feuerpause. Damit wollte Russlands Machthaber die Feierlichkeiten in Moskau rund um den „Tag des Sieges“ der Sowjetunion gegen Nazideutschland am 9. Mai ungestört abhalten. Allerdings hatte Russland eine zuvor von Kiew schon ab dem 6. Mai verkündete Feuerpause ignoriert.

Im fünften Jahr des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine werden die Feierlichkeiten anlässlich des Endes des Zweiten Weltkriegs nur ein wenig anders ablaufen als gewohnt, sagt SZ-Russland-Korrespondentin Silke Bigalke. "Putin hat von Anfang an versucht, seinen Angriff gegen die Ukraine in eine Brücke zu schlagen und zu sagen, wir haben damals gegen die Nazi gekämpft und jetzt müssen wir gegen Neonazis in Kiew kämpfen.” Das sei natürlich „Propaganda“.

Doch obwohl in Russland die Sanktionen spürbar seien, sieht Bigalke keine Anzeichen dafür, dass Putins Macht bröckelt. Die Propaganda des Kremls funktioniere: Viele Russen wiederholen die Narrative von der „militärischen Spezialoperation“, weil sie durch Staatsmedien und Internet-Kontrolle in einer Informationsblase gehalten würden.

Weitere Nachrichten: Bundesrat kippt 1000-Euro-Prämie; Labour-Debakel bei Kommunalwahlen in Großbritannien; Commerzbank streicht weitere 3000 Stellen.

So können Sie unseren Nachrichtenpodcast abonnieren:

„Auf den Punkt“ ist der tägliche Nachrichtenpodcast der Süddeutschen Zeitung zu den wichtigsten Themen des Tages. Sie finden alle Folgen auf sz.de/nachrichtenpodcast. Verpassen Sie keine Folge und abonnieren Sie unser Audio-Angebot in Ihrer Lieblings-Podcast-App oder bei iTunes und Spotify. Eine Übersicht über all unsere Podcasts finden Sie unter www.sz.de/podcast und hier erfahren Sie, wie Sie unsere Podcasts hören können.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie uns: podcast@sz.de.

Gesamten Artikel lesen