Pakistan: Ex-Premier Khan zu 14 Jahren verurteilt

vor 13 Stunden 1

Der ehemalige Premier Pakistans, Imran Khan, ist in einem Korruptionsfall zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Khans mitangeklagte Ehefrau Bushra Bibi erhielt sieben Jahre Haft. Das Paar will dagegen in Berufung gehen, wie dessen Verteidiger im Fernsehsender Geonews nach der Entscheidung des Gerichts in der Millionenstadt Rawalpindi sagte. Khan und Bibi wird vorgeworfen, über ihre Wohltätigkeitsorganisation eine Universität auf einem Immobiliengrundstück errichtet zu haben, das ein Geschenk eines Geschäftsmannes war. Als Gegenleistung soll der Geschäftsmann 190 Millionen Pfund (225 Millionen Euro) erhalten haben, die britische Behörden zuvor an Pakistan übergeben hatten und eigentlich in die Staatskasse fließen sollte. Der beliebte Ex-Premier sitzt seit August 2023 nach einem Schuldspruch wegen Korruption in Haft, Dutzende weitere Strafverfahren gegen ihn laufen. Khan bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer für politische Zwecke missbrauchten Justiz. Seine Anhänger protestieren regelmäßig für seine Freilassung. Immer wieder werden Premiers in dem südasiatischen Land mit mehr als 240 Millionen Einwohnern vorzeitig abgesetzt – so wie Khan im April 2022. Als entscheidend für Aufstieg und Fall von Politikern in dem atomar bewaffneten Staat gilt das mächtige Militär, das seit der Staatsgründung 1947 die Hälfte der Zeit selbst regierte.

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