Vor der Küste des Oman sind mehrere Schiffe angegriffen worden. Die Großreederei Hapag-Lloyd setzt Fahrten durch die wichtige Meerenge angesichts der Sicherheitslage aus.
Aktualisiert am 1. März 2026, 14:19 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, isd
In der Straße von Hormus gibt es nach mehreren Angriffen auf Schiffe einen Frachterstau. Die Nachrichtenagentur Oman News Agency berichtete unter das Zentrum für maritime Sicherheit, der Öltanker Skylight sei etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam – nahe der Straße von Hormus – attackiert worden. Dabei seien vier Personen verletzt worden. Die aus 20 Mitgliedern bestehende Besatzung des Schiffs unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau sei evakuiert worden.
Kurze Zeit später meldete die britische Behörde UKMTO einen Angriff auf ein weiteres Schiff rund 50 Seemeilen nördlich der omanischen Hauptstadt Maskat. Das Schiff sei von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen unter Kontrolle sei.
Laut einer Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters warten derzeit mindestens 150 Tanker, darunter Rohöl- und Flüssiggasschiffe, in den offenen Gewässern vor der Straße von Hormus. Zahlreiche weitere liegen demnach auf der anderen Seite der Meerenge fest. Die Schiffe stauen sich demnach vor den Küsten der großen Ölproduzenten Irak und Saudi-Arabien sowie vor Katar.
Schiffsverkehr in Straße von Hormus eingeschränkt
Iranische Staatsmedien hatten am Samstag gemeldet, dass die iranischen Revolutionsgarden den Schiffsverkehr der strategisch wichtigen Meerenge eingeschränkt hätten. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt wurde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten.
Die Großreederei Hapag-Lloyd kündigte an, bis auf Weiteres alle Fahrten durch die Straße von Hormus auszusetzen. Grund sei die sich entwickelnde Sicherheitslage in der Region, teilte der Hamburger Konzern mit.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.

vor 2 Stunden
1








English (US) ·