Neue Staffel von »Die Bachelors« Dating im Energiesparmodus
Die dritte Staffel von »Die Bachelors« räumt mit einer Grundlüge des Reality-TVs auf: dass die zu vergebenden Männer Liebesschnäppchen sein müssen.
21.05.2026, 14.20 Uhr • aus DER SPIEGEL 22/2026
Die neuen Bachelors Sebastian (l.) und Tim: Beziehung, ja, interessante Sache
Foto:RTL+
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Wenn selbst »Der Bachelor« sich keine besondere Mühe mehr gibt, uns etwas vorzugaukeln, müssen die Zeiten wirklich harsch sein. Früher bestand die Grundlüge dieses Premium-Datingformats darin, dass nicht irgendein umständehalber Übriggebliebener, sondern DER Junggeselle überhaupt, ein maximal begehrlich ausgeleuchtetes Liebesschnäppchen also, aus sehr vielen Frauen seine eine große Liebe auswählt.
Mit der neuen Staffel aber ist die Show an einem seltsam ehrlichen, auf andere Weise absurden Punkt angekommen: Sie präsentiert abermals zwei Männer (und nennt sich darum seit nunmehr drei Staffeln »Die Bachelors«), die in ihren Vorstellungsfilmchen nun in verblüffender Offenheit sinngemäß sagen: Beziehung, ja, interessante Sache, müsste man sich bei Gelegenheit mal wieder näher mit beschäftigen.
»Die Bachelors«: bestürzende emotionale Inventur
Foto: RTL+
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Die neue Staffel der »Bachelors« beginnt also nicht mit romantischer Überfülle, sondern mit einer bestürzenden emotionaler Inventur: Zwei Männer erklären in der südafrikanischen Sonne, dass Liebe in ihrem bisherigen Leben ungefähr den Stellenwert eines verlegten Bonushefts für zahnärztliche Vorsorge hatte.
Die beiden Männer heißen Tim und Sebastian, und damit gibt es im deutschen »Bachelor«-Wesen nun offiziell doppelt so viele Sebastiane (vier) wie nicht weiße Junggesellen (zwei). Tim sagt, für ihn habe es in den letzten vier Jahren außer Arbeit und Sport nichts Bedeutsames gegeben. Auch Sebastian scheint extrem sportzentriert zu leben, denn seine Mutter sagt, es werde Zeit, dass er auch mal eine Frau nach Hause bringe und nicht mehr so viele Medaillen.
Man muss RTL fast dankbar sein für diese neue Ehrlichkeit. Das Format tut erst gar nicht mehr so, als habe es zwei romantisch überqualifizierte, mirakulös unverpaarte Männer ausgegraben, die bislang unverschuldet in Einsamkeit darben. Die Show schickt uns zwei Beziehungspraktikanten, und wären sie mit vergleichbarer Eignung zum Beispiel bei »Deutschland sucht den Superstar« (DSDS) vorstellig geworden, hätte man sie sehr wahrscheinlich schon beim ersten Jury-Vorsingen mit groben Scherzen vom Showhof gejagt.
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