NASA will Marsrover Promise auf den Mond schicken

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Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) erwägt nach eigenen Angaben, einen Marsrover auf den Mond zu schicken. Er ist eigentlich ein Double für zwei Marsrover und wird zum Testen auf der Erde eingesetzt. Es gebe Überlegungen, Promise auf den Mond zu schicken, teilte die NASA über den Kurznachrichtendienst X mit. Das seien aber erst einmal nur Erwägungen. Konkret sei das jedoch noch nicht.

Promise, der etwa so groß ist wie ein Kleinwagen, wurde vom Jet Propulsion Laboratory (JBL) der NASA entwickelt. Der Name ist ein Akronym für „Polar Rover for Observation, Mapping, and In-Situ Exploration“, zu Deutsch etwa: Polar-Rover für Beobachtung, Kartierung und In-situ-Erkundung. Er ist weitgehend baugleich mit den Marsrovern Curiosity und Perseverance. Die JBL-Techniker haben ihn vor allem als Testplattform genutz, um beispielsweise neue Kommandos oder Software-Updates auszuprobieren, bevor diese auf den Marsrovern installiert wurden. Möglicherweise wird Promise nun auf eine eigene Mission geschickt.

Die Teams von Curiosity und Perseverance können offensichtlich auf ihren Teststand auf der Erde verzichten: Sie hätten inzwischen genug Erfahrung mit Rovern auf dem Mars, dass das nicht mehr nötigt sei, sagte NASA-Direktor Jared Isaacman in einem Livestream. „Wo kam die Frage auf: ‚Was, wenn wir ihn auf den Mond schicken?‘“

Isaacman hat im März dieses Jahres die Mondpläne der NASA komplett geändert: Statt einer Station im Mondorbit soll eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond gebaut werden. Zur Vorbereitung sollen allein in diesem Jahr noch drei Missionen zum Mond fliegen. Die Mondbasis, die dauerhaft bewohnt sein soll, soll Anfang der 2030er Jahre fertig sein.

Die NASA hat nach eigenen Angaben vier unbemannte Missionen beauftragt, die Ende 2028 zum Mond fliegen sollen. Auftragnehmer sind die US-Unternehmen Astrobotic, Firefly Aerospace und Intuitive Machines. Sie sollen wissenschaftliche Ausrüstung für die NASA auf den Mond bringen. Astrobotic wird dabei zwei Missionen übernehmen, die beiden anderen je eine.

Künstlerische Darstellung der Mondlandefahrzeuge von Astrobotic, Intuitive Machines und Firefly (von rechts nach links)

(Bild: Astrobotic / Intuitive Machines / Firefly)

Hintergrund ist die Konkurrenz mit anderen Weltraummächten, allen voran China – das Land plant ebenfalls bemannte Mondmissionen sowie die Errichtung einer Mondbasis. „Die Uhr tickt in diesem Wettstreit der Großmächte“, sagte Isaacman im März. „Erfolg oder Scheitern werden in Monaten und nicht in Jahren gemessen.“

(wpl)

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