Die Nato stehe unter Druck, sagt Außenminister Johann Wadephul. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz will er der US-Delegation klarmachen, "was auf dem Spiel steht".
13. Februar 2026, 11:07 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, als
Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor der Münchner Sicherheitskonferenz einen selbstbewussten Auftritt Deutschlands gegenüber den USA angekündigt. Deutschland verfolge "eine Linie, die auf Verständigung auf ein Miteinander mit den USA angelegt ist – mit dem gesunden Selbstbewusstsein, das wir hier beitragen können", sagte Wadephul am Freitag im ARD-Morgenmagazin.
Deutschland sei in der Rolle, "den Vereinigten Staaten von Amerika zu sagen, was auf dem Spiel steht" – und werde das auch tun, sagte Wadephul mit Blick auf die Nato. Es gehe darum klarzumachen, "dass auch sie Europa brauchen werden, dass es sinnvoll ist, dass wir zusammenstehen und das auch in dieser Gemeinschaft mehr Gemeinschaftssinn gefordert ist." Dies erwarte Deutschland von den USA.
Wadephul sieht Nato unter Druck
In der Nato gebe es "eine Entfremdung" und "Irritationen" über manche Äußerungen aus Washington. "Natürlich steht dieses Bündnis auch unter Druck", sagte Wadephul. Darüber werde in München gesprochen. "Wir wollen gemeinsam definieren, was uns zusammenhält, was die Nato bedeutet", sagte er. Das Wichtigste sei dabei, "dass wir Europäer zusammenstehen".
Deutschland leiste schon jetzt "sehr viel" zur Stärkung des europäischen Pfeilers der Nato, sagte Wadephul. Es sei der größte Unterstützer der Ukrainer, stationiere eine ständige Brigade in Litauen und werde das Ausgabenziel von fünf Prozent der Wirtschaftsleistung bei Verteidigung "schneller als andere" erreichen.
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