Möglicher Einsatz in Straße von Hormus: Deutsches Minenjagdboot „Fulda“ mit Ziel Mittelmeer gestartet

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Im Vorgriff auf einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus stationiert die Marine zwei deutsche Schiffe im Mittelmeer. Das Minenjagdboot „Fulda“ stach von Kiel aus in See. Darüber hinaus wird das Versorgungsschiff „Mosel“, das derzeit in der Ägäis unterwegs ist, für einen möglichen Einsatz vorbereitet.

Es geht nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums darum, die Schiffe für den Fall, dass es zu einem internationalen Marineeinsatz kommen sollte, näher am möglichen Einsatzort zu positionieren. Um schnell in der Krisenregion einsatzfähig zu sein, würden „in den kommenden Wochen voraussichtlich ergänzende Fähigkeiten verlegt“, hieß es weiter.

Das Ministerium wies aber erneut darauf hin, dass eine nachhaltige Beendigung der Kampfhandlungen, eine völkerrechtliche Grundlage und ein Mandat des Bundestags Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung seien.

„Gewillt, wesentlichen Beitrag zu leisten“

„Die Bundesregierung ist gewillt, einen wesentlichen und sichtbaren Beitrag in einer internationalen Koalition zum Schutz der freien Seefahrt in der Straße von Hormus zu leisten. Ziel unserer Bemühungen ist, dass die Straße von Hormus als wichtiger See- und Handelsweg zeitnah wieder sicher befahrbar ist und die völkerrechtlich verbriefte Freiheit der Schifffahrt gewährleistet wird“, hieß es.

Das können die Marine-Schiffe

Neben der aus 42 Soldatinnen und Soldaten bestehenden Stammcrew sind auf der „Fulda“ vier Minentaucher an Bord. Das Schiff ist mit Drohnen zur Minenortung ausgerüstet und mit gelenkten Unterwasserdrohnen mit Kameras und Greifern. Nach Marineangaben kann die „Fulda“ auf extrem leise Schleichfahrt gehen, um selbst der Gefahr durch Minen zu entgehen.

Die „Mosel“ liefert als Versorgungsschiff etwa Kraftstoff, Wasser und Lebensmittel oder hilft bei Wartungsarbeiten. Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen möglichen Marineeinsatz nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. (dpa)

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