Die Forschenden von der Northwestern University in Illinois analysierten 37.000 Bilder von Frauenkleidern aus dem Zeitraum von 1869 bis heute. Teils nutzten sie historische Schnittmuster aus einem Archiv der University of Rhode Island und Abbildungen von Modenschauen. Sie maßen die wichtigsten Merkmale von Kleidern, etwa die Ausgestaltung des Saumes, des Ausschnitts und der Taillenhöhe, und machten die Designs so numerisch messbar und vergleichbar.
Es sei zu beobachten, dass Designer sich von einem gewissen Schnitt weg bewegten, sobald dieser zu sehr verbreitet sei – allerdings zunächst nicht so weit davon weg, dass der Ausgangsschnitt untragbar werde. So schwinge das Pendel über die Zeit hin und her. Beispielsweise hatten die sogenannten Flapper Dresses aus den Zwanzigerjahren kurze Röcke. Bis in die Fünfzigerjahre hinein wurden diese von konservativeren Rocklängen abgelöst, bevor in den 60ern der Minirock zurückkehrte.
Seit den Achtzigerjahren seien die Muster weniger klar, sagt das Forschungsteam. »Früher gab es nur zwei Möglichkeiten – kurze Kleider und lange Kleider«, sagt Zajdela. »In den vergangenen Jahren gibt es mehr Auswahl: sehr kurze Kleider, bodenlange Kleider und Midi-Kleider. Mit der Zeit hat die Vielfalt zu und die Konformität abgenommen.«

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