Die bislang ausschließlich für ihren gleichnamigen KI-Bildgenerator bekannte US-Firma Midjourney will ein komplett neues Geschäftsfeld erobern und hat dazu einen medizinischen Scanner vorgestellt, der mit herkömmlichen MRT-Scannern mithalten, aber viel niedrigschwelliger zu benutzen sein soll. Die Midjourney Scanner sollen in speziellen Spas installiert werden, das erste davon soll jetzt in San Francisco entstehen. In gerade einmal einer Minute soll ein solches Gerät per Ultraschall einen kompletten Scan eines Körpers anfertigen. Laut Midjourney gibt es keine Verbindung zwischen dem Scanner und dem hauseigenen KI-Bildgenerator, der sich vor allem am Anfang des aktuellen KI-Hypes großer Beliebtheit erfreute.
Eine Milliarde Scans pro Monat
Laut Midjourney gleicht der Scanner einer großen Röhre, in die sich die Person stellen muss. Der Boden fährt dann nach unten und schiebt sie damit durch den ringförmigen Scanner. Oder wie die Firma es ausdrückt: „Es beginnt mit einem Schritt in ein flaches Becken aus goldenem Licht, dann beginnt man herabzugleiten.“ Dabei entsteht ein vollständiger Blick auf das Körperinnere. Qualitativ soll der einem MRT-Scan gleichen, aber nur einen Bruchteil der Zeit dauern. Erklärtes Ziel ist es, für eine bessere medizinische Versorgung so viele Daten wie möglich zu sammeln: „Wir halten es für komplett möglich, dass die Welt durch ausreichende frühzeitige Bildgebung 30 % aller Todesfälle und 50 % aller Gesundheitskosten vermeiden könnte.“ Bei der Technik hat Midjourney laut The Verge mit Butterfly Network kooperiert, das 40 Ultraschall-Chip-Module pro Scanner beisteuert.
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Bei Midjourney meint man, dass diese Art der medizinischen Untersuchung „nicht nur verbreitet, sondern zu einer vollkommen ungezwungenen, alltäglichen Angelegenheit werden könnte“, die man andauernd anwenden würde. Es seien schließlich „lediglich Schallwellen, ein Wasserbad und 60 Sekunden“. Um das zu erreichen, will das Unternehmen spezielle Spas errichten, mit Whirlpools, Saunen, Kaltwasserbecken „und gemütlichen Räumen, in denen goldenes Licht sanft über Ihren Körper streicht“. Das erste soll in San Francisco entstehen und die Visualisierungen erinnern zumindest stark an die Ästhetik des KI-Bildgenerators Midjourney. Ende 2027 soll das Spa in der Innenstadt von San Francisco eröffnet werden. Weitere Städte in aller Welt sollen rasch folgen.
So soll das Spa aussehen.
(Bild: Midjourney)
„Unser ambitioniertes Ziel ist es, bis 2031 weltweit mehr als 50.000 Scanner installiert zu haben, die jeden Monat über eine Milliarde Scans durchführen können“, schreibt Midjourney noch. Damit könnte man einen „großen Prozentsatz der Weltbevölkerung abdecken“, oder eine Milliarde Menschen einmal im Monat scannen. Das würde aber bedeuten, dass jeder Scanner immer nur eine Minute lang frei ist, bevor die nächste Person – eine Minute lang – gescannt wird. Und das für 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche. Das klingt mehr nach einer Massenabfertigung als nach einer entspannten Spa-Atmosphäre und würde voraussetzen, dass sich Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit in solch ein Spa begeben.
(mho)










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