Michael Douglas’ Gordon Gekko gehört seit »Wall Street« zu den gemeinsten Figuren der Filmgeschichte – und der Schauspieler sagt heute: Ohne Regisseur Oliver Stone wäre die Rolle wohl nie so giftig geworden. Das erzählte Michael Douglas bei einer Vorführung des Films im Rahmen des TCM Classic Film Festival in New York, wie »People« berichtet.
Schon zwei Wochen nach Drehbeginn soll Stone bei Douglas im Trailer aufgekreuzt sein. »Alles okay bei dir?«, habe der Regisseur gefragt – und dann nachgelegt: Ob Douglas Drogen nehme. Als der verdutzt verneinte, sei die Begründung gekommen: Douglas sehe aus, »als hättest du in deinem ganzen Leben noch nie gespielt«.
Der Satz habe ihn getroffen, so Douglas – und genau das sei wohl Stones Plan gewesen. Der Regisseur habe von Anfang an mehr Härte und mehr »Gemeinheit« in Gekko sehen wollen und seinen Hauptdarsteller bewusst provoziert, um noch einen Gang höher zu schalten.
Douglas brach daraufhin mit einer Gewohnheit: Normalerweise schaue er sich am Set keine »Dailies« an, also das ungeschnittene Material des Tages. Dieses Mal ging er doch in den Schnitt und ließ sich zwei Szenen zeigen, darunter die Limousinen-Szene mit Charlie Sheen. Er habe sehr kritisch hingeschaut – und fand: »Ziemlich gut.« Stone habe nur trocken bestätigt: »Ja, ist es, nicht wahr?«
Für Douglas war klar, dass Stone ihn vor allem anpiksen wollte: Der Regisseur sei bereit gewesen, »dass ich ihn für den Rest dieses Films abgrundtief hasse«, nur um diesen kleinen Extraschub herauszukitzeln.

vor 1 Tag
1








English (US) ·