Der Mann dachte, er würde nach Brindisi in Süditalien gefahren. Stattdessen brachte man ihn nach Albanien. Ohne ihn über die Wahrheit zu informieren, ohne dass ein schriftlicher Beschluss vorlag, ohne dass er mit seiner Familie oder seinem Anwalt sprechen konnte. Der Algerier Redouane L. kam nach Gjadër, in eines der Zentren, die nach dem Willen der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni den Wandel in der europäischen Migrationspolitik bringen sollten. Und die bisher noch kein einziges Mal funktioniert haben.
Melonis Albanien-ZentrenItalien muss Migranten entschädigen
24. Februar 2026, 9:54 Uhr Lesezeit: 4 Min.

Rom bringt einen Algerier in eines der umstrittenen Haftlager in Albanien – ohne schriftlichen Beschluss. Nun muss der Staat ihm eine Entschädigung zahlen. Ministerpräsidentin Meloni reagiert heftig.
Von Elisa Britzelmeier, Rom













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