Mathias Döpfner, von Beruf Vorstandsvorsitzender des Medienhauses Axel Springer, macht keinen Unterschied zwischen selbst denken und einen Apparat schreiben lassen. Denn was gedruckt ist, ist für ihn gedacht. In einem seiner Blätter steht gerade ein Artikel, der angeblich gar nicht von ihm stammt. Sondern von einer Künstlichen Intelligenz. Das versichert uns jedenfalls Mathias Döpfner. Oder versichert uns auch das die Maschine? Der Text sei echt nicht von ihm, sondern von ihr. Döpfner oder sein Algorithmus wollen damit dokumentieren, dass es keinen Unterschied macht, ob nachgedacht wurde oder eine Maschine aufgrund statistischer Wortfolgenauswertung etwas von sich gab.
Ob Zitate und Tatsachen stimmen, ist nicht so wichtig
Nun glauben wir Döpfner durchaus, dass er wie die Maschine den Unterschied nicht versteht. Dass es ihm nicht so wichtig ist, ob Zitate, Tatsachen und Argumente in einem (KI-)Text stimmen, glauben wir dem obersten Hüter der „Bild“-Zeitung sowieso. Die Leute wissen es ja einzuschätzen, wenn sie etwas aus seinem Hause in die Hand nehmen. Was uns nur verwundert, ist die Tatsache, dass über dem Text der Maschine wörtlich „Von Mathias Döpfner“ steht und unter dem Text sinngemäß „Von der KI“. Nicht einmal diese Dummheit ist – ja wem? – aufgefallen.

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