Mango: Sohn von totem Gründer Isak Andic als Verdächtiger festgenommen

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Knapp eineinhalb Jahre nach dem Tod des Gründers des spanischen Modekonzerns Mango, Isak Andic, ist dessen Sohn Jonathan Andic in dem Fall als Verdächtiger festgenommen worden. Zunächst waren die Ermittler von einem Unfall ausgegangen.

Jonathan Andic wurde in Barcelona in Gewahrsam genommen, wie der staatliche TV-Sender RTVE  und weitere Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise berichteten. Ein Sprecher der Polizei bestätigte die Festnahme der Nachrichtenagentur dpa.

Isak Andic war am 14. Dezember 2024 bei einem Ausflug im Montserrat-Gebirge rund 40 Kilometer nordwestlich von Barcelona in die Tiefe gestürzt und gestorben. Er war 71 Jahre alt. Im Verlauf der Ermittlungen kamen Zweifel an der bisherigen Darstellung auf.

Widersprüche in der Aussage

Nach bisherigen Erkenntnissen der katalanischen Polizei Mossos d'Esquadra war Jonathan Andic die einzige Begleitperson, als sein Vater in die Tiefe stürzte. RTVE zufolge wird gegen ihn wegen des Verdachts auf Totschlag ermittelt. Die Polizei habe demnach Widersprüche in seiner Aussage festgestellt.

Isak Andics Lebenspartnerin, die Profi-Golfspielerin Estefania Knuth, habe zudem von einem schlechten Verhältnis zwischen Vater und Sohn gesprochen.

Der Verdächtige soll noch am Dienstag einem Untersuchungsrichter in Barcelona vorgeführt werden. Dieser könnte Untersuchungshaft anordnen oder ihn unter Auflagen freisetzen.

Familienvertreter teilten der Nachrichtenagentur Europa Press mit , Jonathan Andic habe am Dienstagvormittag bereits eine erste Aussage gemacht. Wegen der Geheimhaltung des Verfahrens könne man keine weiteren Angaben machen, hieß es weiter. Man arbeite aber eng mit den Behörden zusammen.

Mit einem geschätzten Vermögen von rund 4,5 Milliarden Euro galt Andic als einer der wohlhabendsten Männer Spaniens. Er war begeisterter Bergsteiger und Wanderer.

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