Künstliche Intelligenz auf Zuruf: Mit »Hey Magenta« sollen Kundinnen und Kunden der Telekom künftig während eines Telefongesprächs einen KI-Chatbot aufrufen können. Auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) hat der Bonner Konzern seinen »Magenta AI Call Assistant« vorgestellt, der insbesondere für Echtzeit-Übersetzungen genutzt werden soll.
Viele Details sind noch offen. »Es geht zeitnah los«, verspricht Telekom-Technikvorstand Abdu Mudesir, nennt aber keinen konkreten Termin. Ob der KI-Assistent etwas kostet, ist ebenfalls noch offen. Der Dienst soll nur im Mobilfunknetz zur Verfügung stehen.
Der Bonner Konzern versucht sich derzeit, als deutsches KI-Schwergewicht zu etablieren. Im vergangenen Jahr hatte der Magenta-Konzern etwa ein Mobiltelefon auf Basis der Technik von Perplexity AI auf den Markt gebracht. Für den neuen Mobilfunk-Sprachassistenten kooperiert die Telekom mit dem Spezialisten ElevenLabs.
50 Sprachen innerhalb eines Jahres
Mit dem Dienst tritt der Provider in Konkurrenz mit Apple und Google, die derzeit Echtzeit-Übersetzungen auf dem Smartphone etablieren. Dazu sind aber leistungsstarke und aktuelle Modelle notwendig. »Wir machen KI den Menschen ohne Barriere zugänglich – dafür ist nicht das neueste teure Smartphone und keine App nötig, sondern einfach nur ein Handy, von mir aus auch ein altes Nokia-Tastentelefon«, betont Telekom-Vorstand Mudesir. Seine Eltern lebten in Äthiopien und seine Kinder wachsen in Deutschland auf. »Wenn sie ihre Großeltern anrufen, können sie Deutsch sprechen und ihre Großeltern Amhari – dank der KI-Übersetzung können sie sich künftig besser verstehen.« Innerhalb von zwölf Monaten sollen 50 Sprachen übersetzt werden können.
Auch andere Anwendungsmöglichkeiten sollen mit dem Sprachassistenten möglich sein, er soll etwa zu Flugbuchungen Auskunft geben oder die Wettervorhersage wiedergeben können. Damit ähnelt der Assistent etwa Meta AI, den der Social-Media-Konzern von Mark Zuckerberg in seine Chatdienste integriert hat. Der »Magenta AI Call Assistant« soll zudem die Fähigkeit zur – halbwegs – selbstständigen Handlungsweise bekommen, um etwa bei der Terminfindung von Gesprächspartnern zu helfen. Welche Dienste dafür eingebunden werden können, ist aber noch ebenfalls unklar.

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