Linke Ideen in den USA: Ist Klauen jetzt cool?

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Es wird hier um böse Gefühle gehen. Die, die immer dann aufsteigen, in fast jedem von uns, wenn der Eindruck entsteht, dass »die da oben« oder »die auf der anderen Seite« sich nicht an die Regeln halten, und die Lust, die daraus resultiert, es ihnen gleichtun zu wollen. Genauer: Es wird um die neue Coolness dieses Gefühls auf der politischen Linken gehen.

Der Trigger: Im Jahr 2016 nominierte Barack Obama einen Richterkandidaten für den US Supreme Court, der den verstorbenen Richter Antonin Scalia ersetzen sollte. So sind die Regeln. Die oppositionellen Republikaner blockierten diese Nominierung jedoch im US-Kongress – und zögerten sie im Senat so lange heraus, bis Donald Trump, nach einem maximal polarisierenden Wahlkampf, im Weißen Haus saß und den ersten von insgesamt drei konservativen Richtern in seiner ersten Amtszeit ernannte und damit die Zusammensetzung des Obersten Gerichts der USA ideologisch veränderte. Die Frage, die damals in linken Kreisen heftig debattiert wurde, hieß: Wenn die eine Seite unfair spielt, wie kann man da fair gegen sie gewinnen? Damals war die Antwort: When they go low, we go high; die Losung, die Michelle Obama im Präsidentschaftswahlkampf 2016 für die Demokraten ausgegeben hatte. Das Motto gefiel nicht allen.

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