Leipzig will nach Amokfahrt Sicherheitskonzept in der Innenstadt prüfen

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Nach der tödlichen Attacke im Zentrum von Leipzig will die Stadt die Zufahrtsstelle prüfen, an der die Amokfahrt durch eine belebte Einkaufsmeile in der Innenstadt begonnen hat. Das sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg der Nachrichtenagentur dpa.

Der Tatverdächtige stoppte am Montag am westlichen Ende der stark frequentierten Fußgängerzone in der Nähe einiger Poller. Am östlichen Eingang der Grimmaischen Straße hatte er hingegen offenbar ungehindert über den Augustusplatz in die Fußgängerzone einfahren können. Poller gibt es an dieser Stelle keine. Die Stadt wolle nun die Sicherheitsvorkehrungen an der Einfahrtstelle prüfen und »das gesamte Sicherheitskonzept Innenstadt noch einmal auf den Prüfstand stellen«, so Sprecher Hasberg.

Die genaue Zahl der Verletzten ist weiterhin unklar. »Das war gestern sehr schwierig. Viele Leute haben den Ort selbstständig verlassen und sich zum Arzt begeben«, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Insgesamt sollen rund 80 Menschen von den Ereignissen betroffen sein.

Die ganze Nacht über und auch noch am Morgen betreuen Spezialisten von der Polizei und auch Mitglieder des Kriseninterventionsteams Passanten am Tatort.

Für den späten Nachmittag wurde eine Gedenkveranstaltung für die Opfer angekündigt. An dieser nimmt auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) teil. Das bestätigte ein Sprecher der Staatskanzlei in Dresden. Um 17 Uhr sei eine ökumenische Gedenkandacht in der Nikolaikirche geplant, teilte der Superintendent der evangelisch-lutherischen Kirche, Sebastian Feydt, mit. Zudem gebe es in beiden Kirchen in der Innenstadt – Nikolaikirche und Thomaskirche – Raum zum Trauern, für Gespräche, Seelsorge und um Kerzen anzuzünden.

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