In diesem Jahr wird der russische Pavillon wieder mit russischer Kunst bestückt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas kritisiert diesen Schritt als »moralisch falsch«.
Aktualisiert am 21. April 2026, 20:44 Uhr Quelle: DIE ZEIT, mns
Die Kunstbiennale von Venedig muss aufgrund der geplanten Wiederteilnahme Russlands mit der Streichung von Zuschüssen der EU rechnen. »Russlands Rückkehr zur Biennale von Venedig ist moralisch falsch, und die EU beabsichtigt, ihre Finanzierung zu kürzen«, kündigte Chefdiplomatin Kaja Kallas an. Es dürfte nicht dazu kommen, dass Russland seine eigene Kultur ausstelle, während es gleichzeitig Museen bombardiere, Kirchen zerstöre und versuche, die ukrainische Kultur auszuradieren.
Zuvor hatte Russland in Abstimmung mit der Biennale-Stiftung mitgeteilt, in diesem Jahr wieder an der weltberühmten Ausstellung für zeitgenössische Kunst teilzunehmen. Dafür will Russland seinen Pavillon mit Arbeiten einheimischer Künstler bestücken und öffnen. Die Beteiligung Russlands an der am 9. Mai beginnenden Ausstellung wäre die erste seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Pavillon schon zuvor nicht von Russland genutzt
Bei den Biennalen in den Jahren vor dem Krieg wurde der Pavillon ebenfalls nicht genutzt. So hatten sich 2022 die vorgesehenen Künstler aus Protest gegen den Angriff auf das Nachbarland kurzfristig zurückgezogen. Im Jahr 2024 hatte die russische Regierung das Gebäude Bolivien überlassen.
Derzeit stellt die EU-Kommission der Biennale-Stiftung über einen Zeitraum von drei Jahren insgesamt zwei Millionen Euro zur Verfügung. Damit hilft sie bei der Unterstützung von Filmproduzenten und immersiver Technik.

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