Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Berichte: Israels Armee schränkt Libanon-Einsätze ein
Trump: USA könnten Hormus-Mautgebühren erheben, weil sie "Schutzengel" waren
Berichte über viele Tote bei israelischen Luftangriffen in Libanon
Iran: Verhandlungsdelegation wird in Kürze in die Schweiz reisen
USA und Iran verschieben Gespräche wegen Angriffen in Libanon
US-Vizepräsident Vance in der Schweiz angekommen
Der amerikanische Vizepräsident J. D. Vance und seine Frau sind am frühen Morgen auf dem Militärflugplatz Emmen bei Luzern eingetroffen, erklärte ein Sprecher des Vizepräsidenten. Eigenen Angaben zufolge wird Vance einige Tage an den Friedensverhandlungen mit Iran auf dem Bürgenstock bei Luzern teilnehmen. Vor seinem Abflug hatte Vance erklärt, dass sich der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der US-Sondergesandte Steve Witkoff bereits in der Schweiz befänden.
Aus Pakistan, das in dem Konflikt vermittelt, heißt es der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, die Gespräche sollen heute beginnen. Sie finden im Schatten anhaltender Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah in Libanon statt, zudem hat Iran eigenen Angaben zufolge die Straße von Hormus erneut für die Handelsschifffahrt gesperrt. Dem hat allerdings das US-Regionalkommando widersprochen. Ihm zufolge passierten am Samstag 55 Handelsschiffe die Wasserstraße. Auch Vance hatte vor seiner Abreise gesagt, es gebe keine Beweise für eine Blockade.
USA und Iran vor Gespräche in der Schweiz
Vertreter der USA und Irans wollen am Sonntag in der Schweiz Gespräche über Teherans Atomprogramm und ein endgültiges Ende des Kriegs aufnehmen. Ziel ist es, das vergangene Woche geschlossene Rahmenabkommen innerhalb von 60 Tagen in einen endgültigen Vertrag zu überführen.
Nach Tagen der Ungewissheit ist US-Vizepräsident J. D. Vance für Verhandlungen mit Iran in die Schweiz aufgebrochen. „Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch in der Frage der Waffenruhe in Libanon vorankommen“, sagte er vor dem Abflug. Er könne nur für ein oder zwei Tage dort sein, danach würden die Gespräche auf anderer Ebene fortgeführt.
An den Gesprächen auf dem Bürgenstock bei Luzern nehmen auch Vertreter der Vermittler Pakistan und Katar teil. Für Iran werden unter anderem Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi erwartet.
Belastet werden die Gespräche durch die anhaltenden Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah in Libanon. Trotz einer erneuten Waffenruhe gehen die Gefechte weiter. Iran fordert deshalb die Einhaltung der Feuerpause und einen Abzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon. Umstritten ist auch die Lage in der Straße von Hormus. Iran erklärt, die Meerenge erneut gesperrt zu haben. Das US-Militär widerspricht und spricht von weiterlaufendem Schiffsverkehr. Trump droht seinerseits mit einer US-Maut für die Passage, falls es kein endgültiges Friedensabkommen geben sollte.
Iran will Straße von Hormus wieder schließen
Iran will die Straße von Hormus wieder für den Schiffsverkehr sperren. Das berichten mehrere iranische Nachrichtenagenturen. Das zentrale Militärkommando des Landes begründete den Schritt mit der Nichteinhaltung der Waffenruhe in Südlibanon, die im Rahmenabkommen zwischen den USA und Iran vereinbart worden war. Die Sperrung sei der „erste Schritt“ als Reaktion auf die Verletzung von Verpflichtungen, heißt es in einer Erklärung, des obersten Militärkommandos Irans, Chatam al-Anbija, bei der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr. Es würden weitere Maßnahmen ergriffen, falls die „Aggression“ anhalte.
US-Vizepräsident J. D. Vance sagt dem US-Sender Fox News, er habe keine Beweise dafür, dass Iran die Straße von Hormus schließe. Er sei zuversichtlich, dass „wir die Waffenruhe aufrechterhalten können“. Zuvor waren wegen der Kämpfe im Süden Libanons bereits geplante Gespräche zwischen Iran und USA abgesagt worden. In der Schweiz hätte über ein dauerhaftes Friedensabkommen verhandelt werden sollen.
Sieben Tote bei neuen Angriffen Israels in Libanon
Eigentlich gilt in Libanon eine Waffenruhe, und Israels Militär hatte gestern verkündet, man halte daran fest. Ungeachtet dessen haben beide Seiten ihre Angriffe fortgesetzt. Bei erneuten israelischen Luftangriffen am Morgen sind nach offiziellen libanesischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes seien fünf Menschen getötet worden, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA. In Nähe der südlichen Küstenstadt Tyrus seien zudem zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Israels Armee äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten.
Die Kämpfe belasten die Verhandlungen zwischen Iran und USA. Das zwischen den beiden Ländern jüngst abgeschlossene Rahmenabkommen sieht ein Kriegsende auch in Libanon vor. Seit Wochen kommt es zu Gefechten der Armee mit der Hisbollah-Miliz. Zuletzt wurden dort auch vier israelische Soldaten bei einem Angriff auf ihren Panzer getötet. Israel wirft der Hisbollah zahlreiche Verstöße gegen die Waffenruhe vor. In dem Krieg wurden seit Anfang März in Libanon nach offiziellen Angaben mehr als 4000 Menschen getötet und mehr als 12 000 weitere verletzt.
Berichte: Israels Armee schränkt Libanon-Einsätze ein
Die israelische Armee stellt Berichten zufolge ihre Angriffe in Libanon außerhalb einer von ihr einseitig ausgerufenen „Sicherheitszone“ ein. Israelische Medien, darunter die Times of Israel, berichteten unter Berufung auf das Militär, dass die Streitkräfte damit einer Anweisung der politischen Führung folgten.
Innerhalb dieser Zone, die sich im Süden an der Grenze Israels befindet, setze das Militär die Einsätze jedoch fort, um unter anderem ein großes Tunnelsystem der schiitischen Hisbollah-Miliz zu bekämpfen. Nach Angaben der Armeeführung verbleibt zudem die Option, akute Bedrohungen auch außerhalb des Gebiets anzugreifen.
Trump: USA könnten Hormus-Mautgebühren erheben, weil sie "Schutzengel" waren
US-Präsident Trump bringt die Erhebung von US-Mautgebühren für die Straße von Hormus ins Gespräch. Während der Waffenruhe mit Iran würden in der Straße von Hormus 60 Tage lang keine Mautgebühren erhoben und auch danach nicht, schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social und schränkt zugleich ein: "Es sei denn, sie (die Mautgebühren) werden von den Vereinigten Staaten von Amerika und zu deren Gunsten erhoben, falls die Vereinbarung nicht zustande kommt – und zwar für Dienstleistungen, die sie als "Schutzengel" der Länder des Nahen Ostens erbracht haben, zum Zwecke der Erstattung von Kosten in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft".
US-Militär: Setzen Freiheit in der Schifffahrt durch
Nach der von Iran angekündigten Schließung der Straße von Hormus will das US-Militär weiter die Freiheit der Schifffahrt durchsetzen. Der Schiffsverkehr habe am Samstag zugenommen, „während die US-Streitkräfte in diesem Gebiet weiterhin zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt im Einsatz waren“, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. 55 Schiffe mit unter anderem 17 Millionen Barrel Öl hätten die Meerenge passiert. Centcom zufolge ist das Militär weiter vor Ort, um sicherzustellen, dass sämtliche Abmachungen des Rahmenabkommens „eingehalten, befolgt und in vollem Umfang umgesetzt werden.“
Berichte über viele Tote bei israelischen Luftangriffen in Libanon
Trotz einer vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz in Libanon berichten libanesische Medien über zahlreiche israelische Luftangriffe mit 35 Toten. Der libanesische Zivilschutz teilte mit, dass allein in der Stadt Nabatija 16 Leichen geborgen worden seien. Nabatija gilt als Hisbollah-Hochburg. Laut Gesundheitsministerium wurden bei einem Luftangriff auf die Stadt Qennarit mindestens sieben Menschen getötet und 13 weitere verletzt.
Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA wurden bei Angriffen in der Stadt Sohmor vier Menschen getötet, drei weitere in der Stadt Arabsalim, zwei weitere bei einem Drohnenangriff in der Stadt Rihan sowie eine Frau im Gebiet von Tyros.
Nach Angaben der libanesischen Armee wurden auch zwei Militärangehörige getötet. Die Armee warf Israel vor, mit den Angriffen jede Lösung zu verhindern, die eine Wiederherstellung von Stabilität in Libanon ermöglichen würde.
Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen. Die israelische Armee hat sich bisher nicht geäußert.
Iran: Verhandlungsdelegation wird in Kürze in die Schweiz reisen
Die Verhandlungsdelegation Irans wird dem Außenministerium zufolge in Kürze zu den Gesprächen mit den USA in die Schweiz reisen. Das sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums staatlichen Nachrichtenagenturen zufolge. Die Delegation werde die Einhaltung der Verpflichtungen durch die USA einfordern. Iran habe sich an die Verpflichtungen der Absichtserklärung gehalten, erklärt der Sprecher. Die USA seien verpflichtet, Israel zur Beendigung seiner Angriffe auf Libanon zu bewegen. Die Gegenseite müsse so rasch wie möglich die notwendigen Maßnahmen ergreifen.
Zuvor hatte auch US-Vizepräsident J. D. Vance angedeutet, dass es am Sonntag Gespräche mit Iran in der Schweiz geben könnte. Dies sei möglich, sagt er dem Sender Fox News. Die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner seien deshalb vor Ort. Er selbst werde bald in die Schweiz reisen, sagt Vance. „Ich gehe davon aus, dass ich irgendwann in den nächsten Tagen abreisen werde“, sagt er. „Aber Sie wissen ja, dass das immer ein heikles Unterfangen ist und die diplomatischen Protokolle beachtet werden müssen.“
Auch Vermittler Pakistan bestätigt, dass am Sonntag in der Schweiz Gespräche zwischen Iran und den USA geführt werden. Diese würden auf technischer Ebene in Bürgenstock abgehalten, hieß es in einer Mitteilung des pakistanischen Außenministeriums am Nachmittag. Vertreter der Vereinigten Staaten, Irans sowie der Vermittler Pakistan und Katar würden an den Gesprächen teilnehmen, hieß es weiter. Islamabad werde den Prozess als Mediator weiterhin unterstützen, um die im Rahmenabkommen erzielten Übereinkünfte zu vertiefen.
Bundesregierung fordert von allen Einhaltung der Waffenruhe
Die Bundesregierung hat alle Seiten zur Umsetzung der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg aufgerufen. Man nutze die Kontakte insbesondere zu den israelischen Partnern, damit das Rahmenabkommen über die Waffenruhe mit Leben erfüllt werde, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Dazu müsse die Hisbollah ihre Angriffe auf den Norden Israels aber auch „wirklich glaubhaft“ einstellen. „Und ich glaube, da sind wir noch nicht so ganz“, fügte er hinzu.
Der Sprecher des deutschen Außenministeriums betonte, Deutschland sei nicht Teil des bilateralen Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran, das eigentlich eine Waffenruhe an allen Fronten vorsieht – also auch in Libanon. „Insofern ist es jetzt auch nicht primär an uns, diese Vereinbarung umzusetzen beziehungsweise auf die Umsetzung da zu pochen.“ Israel und die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz in Libanon hatten sich gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe vorgeworfen.
Hisbollah und Israel machen einander für Kämpfe in der Nacht verantwortlich
Trotz eigentlich vereinbarter Waffenruhe kam es zwischen Hisbollah-Miliz und israelischer Armee in der Nacht im Südlibanon zu Angriffen. Beide Seiten suchen die Schuld beim Gegner: Die Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben israelische Truppen im Süden Libanons angegriffen, weil diese in der Nacht in Richtung eines Gebietes nahe der Stadt Nabatieh vorgerückt seien, erklärte die Miliz. Sie werde sich zwar an die seit Freitagnachmittag geltende Waffenruhe halten. Sie werde aber nicht zögern, jeden Versuch Israels, Territorium in Libanon zu erobern, zu bekämpfen.
Die Armee Israels wiederum warf der Hisbollah wiederholte Verstöße gegen die Feuerpause vor. In der Nacht habe die Miliz mehr als 50 Geschosse auf Soldaten im Südlibanon abgefeuert. Daraufhin seien Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Hisbollah angegriffen worden, um Bedrohungen zu beseitigen.
Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben beider Seiten nicht.
USA und Iran verschieben Gespräche wegen Angriffen in Libanon
Die geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran über ein dauerhaftes Friedensabkommen sind wegen neuer Kämpfe in Libanon verschoben worden. Ein neuer Termin ist bislang nicht bekannt.
Ursprünglich sollte die erste Gesprächsrunde über ein mögliches Atomabkommen in der Schweiz stattfinden. Diese war eigentlich schon am Freitag angedacht gewesen, fand aber wegen erneuter gegenseitiger Angriffe zwischen der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah-Miliz in Libanon dann doch nicht statt.
Wie das US-Portal Axios und der Sender CNN unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten, ist der US-Unterhändler Steve Witkoff auf dem Weg in die Schweiz. US-Unterhändler Jared Kushner sei bereits in der Schweiz, berichtete Axios. Auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi plane an diesem Samstag, in die Schweiz zu reisen, zitierte das Nachrichtenportal eine informierte Quelle. Dies könne sich aber noch ändern. Die Iraner wollten zunächst abwarten, ob die neue Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz hält, hieß es weiter.
Die Gefechte in Libanon sind längst ein Problem für eine dauerhafte Einigung zwischen Iran und den USA. Unklar bleibt, welche Folgen die abgesagten Verhandlungen für die Straße von Hormus haben. Laut Schiffstrackern ging zuletzt die Anzahl der Schiffe, welche die Meerenge passieren, erneut zurück. Iran erklärte inzwischen, Schiffe müssten für die Passage künftig eine Genehmigung haben. Die USA, Europa und arabische Golfstaaten lehnen Gebühren für die wichtige Wasserstraße ab. US-Präsident Trump schreibt dazu, Iran bekomme „kein Geld, keine zehn Cent“.
Libanesisch-israelische Gespräche Ende Juni in Washington
Die nächste Runde der Gespräche zwischen Libanon und Israel findet vom 23. bis 25. Juni in Washington statt. Dies teilte das US-Außenministerium nach einem Telefonat von US-Außenminister Marco Rubio mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun mit.
Rubio betonte dabei erneut die Notwendigkeit einer Entwaffnung der Hisbollah-Miliz, wie das Ministerium erklärte. Zudem bekräftigte er die Unterstützung der USA für die Bemühungen der libanesischen Regierung, einen vollständig souveränen Staat zu schaffen, der in Frieden mit all seinen Nachbarn lebt.
Neue Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah offenbar wieder brüchig
Israel und die Hisbollah-Miliz in Libanon haben sich zwar nach US-Angaben vom Freitagnachmittag auf eine Waffenruhe geeinigt, doch laut libanesischen Sicherheitskreisen kam es in den ersten 45 Minuten bereits zu zwölf israelischen Angriffen.
Zuvor hatte ein US-amerikanischer Regierungsvertreter mitgeteilt, dass die Feuerpause um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MEZ) in Kraft getreten sei. „Die Hisbollah und Israel haben sich auf eine Waffenruhe geeinigt“, erklärte der Regierungsvertreter. Vermittler aus den USA und Katar hätten die Vereinbarung mit Unterstützung Irans ausgearbeitet.
Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Vereinbarung bislang nicht bestätigt. Die israelische Zeitung The Times of Israel zitierte Armeesprecher Effie Defrin, die israelischen Truppen hätten trotz der Waffenruhe mit der Hisbollah „volle Handlungsfreiheit“, um in jedem Gebiet gegen jede Bedrohung vorzugehen. Es gebe keine Einschränkungen.
Iran besteht darauf, dass die Waffenruhe mit den USA auch für die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah gilt. Dies ist Teil der Rahmenvereinbarung zwischen den Regierungen in Washington und Teheran.
Rechtsextreme Minister in Israel: „Tor zur Hölle“ in Libanon öffnen
Die beiden rechtsextremen israelischen Minister, Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben nach dem Tod von vier Soldaten in Südlibanon harte Vergeltungsmaßnahmen gefordert. Finanzminister Smotrich erklärte auf X:
„Zeit, mit Feuer zu sprechen. Die Pforten der Hölle zu öffnen.“
Bezalel Smotrich, Israels FinanzministerPolizeiminister Ben-Gvir forderte auf X, dass für jede Träne einer israelischen Mutter tausend libanesische Mütter weinen müssten. „Der ganze Libanon muss brennen!“, schrieb Ben-Gvir. Im Nahen Osten gewinne man nicht mit maßvollen Reaktionen und Zurückhaltung – „man muss durchdrehen. Vernichten. Den Terror zerschlagen.“ Die oberste Pflicht sei, die Bürger Israels und die Soldaten zu schützen, und diese Verpflichtung habe Vorrang vor allen anderen Erwägungen.
Bei den militärischen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der schiitischen Hisbollah-Miliz waren am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag vier israelische Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden. Dem Gesundheitsministerium in Beirut zufolge wurde 18 Menschen getötet und 33 weitere verletzt.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben die Armee angewiesen, nach dem „abscheulichen Angriff“ hart gegen die Hisbollah-Miliz vorzugehen und warf der Hisbollah Bruch der Waffenruhe vor. Israel werde keine Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium dulden. Die Hisbollah werde für ihre Angriffe einen sehr hohen Preis zahlen. Die Hisbollah ihrerseits wirft Israel vor, sich zu keinem Zeitpunkt an eine Waffenruhe gehalten zu haben. Der libanesische Präsident Joseph Aoun beschuldigt Israel, die Bemühungen um ein Ende der Gewalt zu untergraben und bei seinen Angriffen unschuldige Zivilisten zu treffen.
Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA sieht eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor. Es enthält keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon.











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