Krieg gegen die Ukraine: Ukraine meldet Angriffe auf russische Raffinerie und Rüstungsfabrik an

vor 12 Stunden 1

BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

  • Alle Artikel zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite zum Krieg gegen die Ukraine. Eine Übersichtskarte mit den aktuellen Entwicklungen aktualisieren wir täglich hier.
  • Russische oder ukrainische Angaben zu Details einzelner Angriffe und zur Zahl Verletzter und Getöteter lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren.
  • Neben eigenen Recherchen verwenden wir Material der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters.
  • Wie wir bei der ZEIT Nachrichten zum Ukrainekrieg machen, finden Sie hier.
Umkämpft Russische BefestigungsanlagenRussische Kontrolle Vortag seit Kriegsbeginn vor KriegsbeginnZurückerobert Vortag seit Kriegsbeginn Zusätzl. erobertQuelle: Institute for the Study of War

Isabelle Daniel

Eine Tote und viele Verletzte bei russischen Angriffen in Saporischschja

Bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Saporischschja ist mindestens eine Frau getötet worden. Mindestens elf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Unter den Verletzten sind demnach auch drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren. Fedorow veröffentlichte Fotos, die erhebliche Zerstörungen von Häusern zeigen.

Isabelle Daniel

Ukraine will russische Raffinerie und Rüstungsfabrik angegriffen haben

Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge eine Ölraffinerie und eine Rüstungsfabrik weit im russischen Hinterland angegriffen. Die ukrainische Armee ​habe eine Ölraffinerie in Tjumen und eine ⁠Fabrik in Kirow getroffen, die Komponenten für ​Geschosse herstelle, teilte Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. Zudem sei ein Logistikstandort ‌in Jekaterinburg getroffen ⁠worden.

Bereits zuvor kursierten in sozialen Medien Fotos und Videos, die brennende Autos und eine Evakuierung von Mitarbeitern des russischen Versandhändlers Wildberries zeigen sollen. Das Unternehmen bestätigte, dass das Logistikzentrum in Jekaterinburg aus Sicherheitsgründen geräumt wurde. Es sei aber nicht beschädigt worden und der Betrieb solle bald wieder aufgenommen werden. In den vergangenen Tagen waren mehrfach Wildberries-Standorte bei ukrainischen Drohnenangriffen getroffen worden. 

Isabelle Daniel

Behörden in Russland und besetzten Gebieten melden Tote durch ukrainische Angriffe

Bei ukrainischen Angriffen auf einen von Russland besetzten Teil der Südukraine und auf Ziele in Russland sind nach russischen Angaben mindestens zehn Menschen getötet worden. Laut dem von Russland eingesetzten Leiter der Verwaltung für den besetzten Teil der Region Saporischschja wurde im Ort Kyryliwka am Ufer des Asowschen Meers in der Nacht ein Ferienlager angegriffen. Acht Menschen seien getötet worden, darunter zwei Kinder, gab Verwaltungschef Jewgeni Balizki an. 14 weitere Menschen seien verletzt worden.

In der russischen Region Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine wurden bei einem ukrainischen Angriff nach Angaben der russischen Behörden zwei Menschen getötet. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, 328 Drohnen seien abgefangen worden, unter anderem in der Region Moskau und weiter entfernten Regionen wie Baschkortostan und der Republik Tschuwaschien. Auch die Großstadt Jekaterinburg am Ural sei getroffen worden. 

Jona Spreter

Rumänien meldet erneut Abschuss von Drohne nahe ukrainischer Grenze

Das rumänische Militär hat zehn Kilometer westlich von Sfântu Gheorghe im Donaudelta erneut eine Drohne abgeschossen. Das teilte Präsident Nicușor Dan mit. Es ist bereits die zweite Drohne binnen zwei Tagen, die in den Luftraum über dem dünn besiedelten Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine eingedrungen war. Zur Herkunft der Drohne machte das Verteidigungsministerium keine Angaben.

Die erste Drohne stammte nach Angaben rumänischer Staatsanwälte aus Russland. Sie war gestern abgeschossen worden. Es war das erste Mal, dass Rumänien dies nach zahlreichen Luftraumverletzungen getan hatte.

Theresa Walter

Zahl der Toten nach russischem Drohnenangriff in Sumy steigt

Die lokalen Behörden haben die Zahl der Toten nach einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Sumy nach oben korrigiert. Mindestens drei Menschen seien getötet worden. Der Angriff ereignete sich demnach über Nacht und traf ein Postgebäude. Bei dem Angriff wurden zwei weitere Menschen verletzt, wie der Leiter der Militärverwaltung der Stadt über Telegram mitteilte.

Jana Trietsch

Ukraine meldet zwei Tote bei russischem Drohnenangriff in Sumy 

Bei einem russischen Drohnenangriff in Sumy im Norden der Ukraine sind Behördenangaben zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte der geschäftsführende Bürgermeister der Großstadt, Artem Kobsar, bei Telegram mit.

Die Angriffe folgten einen Tag nach russischen Angriffen in der Ukraine, bei denen mindestens 15 Menschen getötet und mehr als hundert verletzt worden waren. Nach Angaben ukrainischer Behörden starben allein zehn Menschen bei einem Raketenangriff auf eine Veranstaltung der Rüstungsbranche nahe Kyjiw.

Auf russischer Seite meldete der Gouverneur der Grenzregion Belgorod in Onlinediensten einen »massiven feindlichen Drohnenangriff« auf die Stadt Belgorod. Es sei zu Verletzten, Schäden und Bränden auf den Straßen gekommen.

Alena Kammer

Selenskyj warnt Ukrainer vor neuem russischen Angriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainische Bevölkerung vor einem schweren russischen Raketenangriff gewarnt. »Dieser Schlag kann bereits heute stattfinden. Nach vorläufigen Informationen soll er innerhalb der nächsten 48 Stunden erfolgen«, sagte der Staatschef in einer am Abend veröffentlichten Videoansprache. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren

Alexander Eydlin

Ukrainisches Militär beklagt Fahrlässigkeit bei Rüstungsmesse nach Raketenangriff

Der ukrainische Generalstab hat sich zum russischen Raketenangriff auf eine Veranstaltung der Rüstungsindustrie bei Kyjiw geäußert. Der Angriff habe ein Objekt getroffen, das nicht in den Zuständigkeitsbereich des Militärs falle, sagte der Generalstabssprecher Dmytro Lychowij ukrainischen Medien.

Zugleich rief er dazu auf, bei derartigen Veranstaltungen »die höchstmöglichen Sicherheitsmaßnahmen« vorzunehmen und »Risiken zu bedenken«. Die angegriffene Rüstungsveranstaltung ist nach Angaben unter anderem ukrainischer Militärblogger vorab im Netz beworben worden – was die Gefahr russischer Angriffe darauf erhöhe.

Bei dem Angriff in der Nähe Kyjiws wurden laut ukrainischen Behördenangaben zehn Menschen getötet und fast 100 verletzt. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher Fahrlässigkeit bei der Organisation der Veranstaltung. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurde sie von drei ballistischen Raketen attackiert, von denen nur eine abgewehrt werden konnte.

Alexander Eydlin

10 Tote und fast 100 Verletzte bei Angriff auf Rüstungsveranstaltung in Kyjiw

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt wurden laut Kyjiwer Behörden zehn Menschen getötet. Fast 100 weitere Personen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko mit. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach zuvor von sechs Toten, ohne sich zu Details des Angriffs zu äußern.

Der Angriff mit ballistischen Raketen galt nach Angaben von Vertretern der ukrainischen Rüstungsindustrie einer Rüstungsveranstaltung. Der Gouverneur der Hauptstadtregion, Ruslan Olijnyk, sprach von einem privaten Übungsgelände.

Der Verband der ukrainischen Rüstungsindustrie teilte mit, der Angriff habe einer Veranstaltung gegolten, an der Industrievertreter teilnahmen. Ukrainischen Medienberichten zufolge teilte der Verband mit, die Veranstaltung sei nicht von ihm organisiert worden, es habe aber Kontakte zu Teilnehmenden gegeben. Der Ort der attackierten Rüstungsmesse sei vorab nicht öffentlich angekündigt worden.

Die Generalstaatsanwaltschaft äußerte den Verdacht einer Gefährdung der Teilnehmenden durch die nicht genannten Veranstalter. Generalstaatsanwalt Krawtschenko teilte mit, es sei ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Fahrlässigkeit eingeleitet worden. Man werde feststellen, wer für die Ankündigung der gefährdeten Veranstaltungen verantwortlich sei. Ukrainische Militärblogger hatten eine Ankündigung einer Rüstungsausstellung identifiziert und kritisiert, dass derartige Ankündigungen russische Angriffe wahrscheinlicher machten.

Russlands Verteidigungsministerium äußerte sich auf Telegram nur knapp zu dem Angriff. In Kyjiw sowie der Hauptstadtregion seien »Unternehmen des militärisch-industriellen Komplexes« attackiert worden, teilte das Ministerium in Moskau mit.

Die ukrainische Luftwaffe nannte bislang keine Zahlen zu den bei den Attacken in Kyjiw und weiteren Regionen eingesetzten russischen Raketen und Drohnen. Die Angriffe finden unüblicherweise am Tag statt und sind zum Freitagnachmittag in mehreren Regionen der Ukraine weiterhin im Gange. 

Caspar Leder

Ukraine meldet fünf Tote durch russischen Luftangriff auf Slowjansk

Bei einem russischen Luftangriff ​auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind nach Behördenangaben fünf Menschen getötet worden. Wie der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, via Telegram mitteilte, wurden neun weitere Menschen verletzt.

Seinen Angaben zufolge haben zwei Fliegerbomben zehn Privathäuser, ein Unternehmen sowie das Gelände des lettischen Konsulats beschädigt.

Der Regionalgouverneur der südukrainischen Region Mykolajiw, Heorhij Reschetilow, informierte ebenfalls via Telegram über die Folgen eines russischen Drohnenangriffs. Bei dem Angriff auf Hafeninfrastruktur in der Region Mykolajiw seien zwei zivile Schiffe beschädigt worden. Verletzt wurde ihm zufolge niemand.

Alexander Eydlin

Ukraine wirft Russland Erschießung eines weiteren Kriegsgefangenen vor

Ukrainische Behörden beschuldigen russische Soldaten, einen weiteren ukrainischen Kriegsgefangenen erschossen zu haben. Russische Militärs hätten einen Soldaten in der Region Donezk gefangen genommen und auf Befehl eines Vorgesetzten nach einem Verhör erschossen, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft mit. Der Vorfall habe sich bereits am 13. Juli ereignet.

Russische Soldaten haben seit Kriegsbeginn nach Einschätzung der Vereinten Nationen mindestens 129 Kriegsgefangene getötet. Nach UN-Angaben vom Februar sind zudem mindestens 43 ukrainische Gefangene in russischer Kriegsgefangenschaft gestorben.

Dabei handelt es sich ausschließlich um dokumentierte Fälle. Die Erschießungen werden regelmäßig von den russischen Soldaten gefilmt, die Videos von Militärbloggern im Netz verbreitet. Die Dunkelziffer der nicht belegten Fälle dürfte dennoch über der UN-dokumentierten Zahl liegen. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez sprach im Mai von 337 durch russische Soldaten getöteten Gefangenen.Vor allem in den ersten beiden Kriegsjahren sind nach UN-Angaben 32 russische Kriegsgefangene getötet worden oder seien in Gefangenschaft gestorben. Auf ukrainischer Seite sind die Zahlen leichter überprüfbar, da die Ukraine UN-Beobachtern ungehinderten Zugang zu Gefangenenlagern gewährt.

Tom-Luca Freund

Selenskyj zeigt sich nach Treffen mit Patriot-Hersteller optimistisch

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit Vertretern des US-Unternehmens Raytheon getroffen. Das Unternehmen, das Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot produziert, sei zur Produktion der Abfangraketen gemeinsam mit der Ukraine bereit, teilte Selenskyj in den sozialen Medien mit. Man bleibe »im engen Kontakt«. Von Raytheon gab es auf der Webseite oder in Social-Media-Konten zunächst kein Statement zu dem Treffen mit Selenskyj.

US-Präsident Donald Trump hatte vor knapp drei Wochen angekündigt, dass die Ukraine eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Systemen erteilt bekomme. Die Ukraine ist dringend auf das Flugabwehrsystem angewiesen, um ballistische Raketen abwehren zu können, die Russland in seinem Angriffskrieg gegen das Land einsetzt.

Tom-Luca Freund

Rumänien schießt erstmals Drohne im eigenen Luftraum ab

In Rumänien hat ein Kampfjet erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine eine in den eigenen Luftraum eingedrungene Drohne abgeschossen. »Heute Morgen gegen 11 Uhr schoss ein rumänischer Pilot an Bord einer F-16 eine Drohne ab, die in den Luftraum unseres Landes eingedrungen war«, schrieb der rumänische Präsident Nicușor Dan auf der Plattform X mit.

Untersuchungsteams seien beauftragt worden, Details zum Vorfall zu liefern. Nach Angaben Dans wurde das unbemannte Fluggerät über einem unbewohnten Gebiet in der Nähe der Stadt Padina im Osten des Landes abgeschossen. Woher die Drohne stammt, gab Dan ​nicht an. 

Tom-Luca Freund

Russland erreicht Kriegsziele laut Lawrow »unter allen Umständen«

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Durchhaltewillen seines Landes im Angriffskrieg gegen die Ukraine beschworen. Notfalls werde Russland seine Kriegsziele auch gegen den Willen der US-Regierung durchsetzen, sagte Lawrow am Rande eines Gipfels im zentralasiatischen Kirgisistan. Eine diplomatische Lösung würde Russland zwar vorziehen, »aber unsere Ziele erreichen wir unter allen Umständen«, sagte Lawrow.

Lawrow äußerte sich außerdem zum Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Alaska im vergangenen Jahr. Die US-Regierung habe offenbar ihre Meinung zu den dort getroffenen Vereinbarungen geändert, sagte Lawrow. Damit reagierte er auf Worte seines US-Amtskollegen Marco Rubio, der den Gipfel zuletzt als gescheitert bezeichnete und neue Wege für eine diplomatische Lösung forderte. Beide Politiker hatten sich erst am Vortag am Rande des Asean-Gipfels in Manila getroffen.

Alexander Eydlin

Explosionen in Kyjiw, Ukraine meldet Raketenangriffe

In der ukrainischen Hauptstadt haben sich mehrere Explosionen ereignet. »Die Flugabwehr ist im Einsatz«, teilte Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit.

Die ukrainische Luftwaffe berichtete kurz zuvor von russischen Raketen, die im Luftraum nordöstlich Kyjiws im Anflug auf die Hauptstadt gesichtet worden seien. Um welchen Raketentyp es sich handelt, war zunächst unklar.

Laut dem Nachrichtenportal RBK Ukrajina soll es sich um ballistische Raketen handeln. Solche Angriffe finden meist nachts statt und sind um die Tageszeit ungewöhnlich.

Nach oben
Gesamten Artikel lesen