Ukraine meldet Verletzte nach Angriffen auf Odessa und Dnipro
Bei russischen Luftangriffen im Zentrum und Süden der Ukraine sind laut Behördenangaben elf Menschen verletzt worden, darunter zwei Jungen. In der Hafenstadt Odessa hätten Drohnen Wohngebäude, eine Schule und einen Kindergarten getroffen, teilte der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram mit. Dabei seien ein elfjähriger Junge und ein 59-jähriger Mann verletzt worden.
In der südöstlichen Industriestadt Dnipro brachen laut Gouverneur Oleksandr Hanscha nach Raketenangriffen mehrere Brände aus. Betroffen seien unter anderem ein Hochhaus und ein Lager für Pyrotechnik. Neun Menschen seien verletzt worden, unter anderem ein zehnjähriger Junge.
In Russland wurden in der Nacht im südlichen Gebiet Rostow, darunter auch in der Hafenstadt Taganrog am Asowschen Meer, Drohnen abgeschossen, wie der Gouverneur der Region, Juri Slyusar, auf Telegram mitteilte. Zuvor waren in der Nacht auf Sonntag mindestens vier Menschen gestorben, drei davon in der Region Moskau, nachdem die Ukraine ihren größten Drohnenangriff auf die russische Hauptstadt seit mehr als einem Jahr gestartet hatte, wie Behördenvertreter mitteilten.
Mutmaßlich ukrainische Drohne stürzt in Litauen ab
In Litauen ist nach Behördenangaben eine Drohne abgestürzt, die mutmaßlich aus der Ukraine stammte. Das Flugobjekt sei nahe der ostlitauischen Stadt Utena zu Boden gegangen und nicht explodiert, teilten die Behörden mit. Verletzt wurde demnach niemand. Die Drohne sei »sehr wahrscheinlich« ukrainisch gewesen, sagte der Leiter des litauischen Krisenzentrums, Vilmantas Vitkauskas.
Seit Kriegsbeginn waren in den drei baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland mehrfach russische und ukrainische Drohnen abgestürzt. In Lettland hatten zwei ukrainische Drohnen, die am 7. Mai von Russland aus die Grenze überquerten und in Lettland abstürzten, eine Regierungskrise ausgelöst.

Selenskyj bestätigt Drohnenangriff auf die Region Moskau
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Drohnenangriff in der Nacht auf die Region rund um die Hauptstadt Moskau bestätigt. »Unsere Antworten auf die Verlängerung des Krieges durch Russland und seine Angriffe auf unsere Städte und Gemeinden sind vollkommen gerechtfertigt«, schreibt Selenskyj auf der Plattform X.
Die russische Luftabwehr gilt in der Region Moskau als dichteste in ganz Russland. Dazu schreibt Selenskyj auf X: »Aber wir überwinden sie.« Nahe Moskau wurden nach russischen Angaben in der Nacht mindestens vier Menschen getötet.

Drohne im lettischen Luftraum gesichtet
Im EU- und Nato-Land Lettland ist nach Angaben des Militärs kurzzeitig eine Drohne gesichtet worden. Die Drohne sei am Morgen in den Luftraum eingedrungen und habe ihn dann wieder verlassen, teilten die Streitkräfte mit. Kampfjets der Nato seien aktiviert worden, hieß es.
In der Vergangenheit war es bereits zu Explosionen durch Drohnenvorfälle auf lettischem Gebiet gekommen. Zuletzt wurde im Osten des Landes ein kaum genutztes Öllager durch zwei fehlgeleitete ukrainische Drohnen getroffen. Der Zwischenfall löste eine politische Krise in dem Land aus, bei der erst Verteidigungsminister Andris Sprūds und dann Regierungschefin Evika Siliņa zurücktraten.

Russland meldet Abwehr von 556 ukrainischen Drohnen
Die russische Armee hat in der Nacht nach eigenen Angaben 556 ukrainische Drohnen abgewehrt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau.
Sollten die russischen Angaben stimmen, würde dies auf einen großen Angriff der Ukraine hindeuten. Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte keine Informationen dazu, wie viele Drohnen nicht abgefangen werden konnten.
Gouverneur Andrej Worobjow hatte zuvor mitgeteilt, bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die Region der Hauptstadt Moskau seien mindestens drei Menschen getötet worden.
Russland meldet Tote bei Drohnenangriffen in Region um Moskau
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sollen russischen Behörden zufolge in der Nacht mindestens drei Menschen getötet worden sein. Gouverneur Andrej Worobjow sprach von einem »groß angelegten« ukrainischen Drohnenangriff auf die Region rund um die Hauptstadt Moskau. In der Ortschaft Chimki nordwestlich der Hauptstadt sei eine Frau getötet worden. Zwei Männer wurden in einem Dorf nordöstlich von Moskau getötet.
In der Region seien mehrere Wohnhäuser beschädigt und »Infrastruktur« angegriffen worden, fügte Worobjow hinzu. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, es seien bis zum frühen Morgen 64 Drohnen über Moskau abgeschossen worden.
Auch auf die von Russland besetzte Stadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim soll es Drohnenangriffe gegeben haben. Laut Behörden wurden mehrere Wohnblocks und Häuser beschädigt. 25 Drohnen seien über mehreren Stadtteilen und dem Schwarzen Meer abgeschossen worden, schrieb der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Michail Raswoschajew auf Telegram. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen, von ukrainischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Selenskyj kritisiert westliche Versorgung Russlands mit Elektronik
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach schweren russischen Angriffen eine Einhaltung der Techniksanktionen gegen Russland gefordert. Bei den jüngsten Angriffen habe Russland Raketen eingesetzt, welche in diesem Jahr gebaut worden seien. »Ohne Komponenten von Unternehmen aus Europa, Japan und den Vereinigten Staaten hätten die Russen diese Raketen einfach nicht herstellen können«, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die russische »Verbindung zur Welt« sei eine »direkte Bedrohung für das Leben«.
Tatsächlich besteht theoretisch wegen ihrer militärischen Nutzung ein Exportverbot von Elektronikbauteilen nach Russland, welches in der Praxis jedoch per Lieferung über Drittstaaten umgangen werden kann. Bei den russischen Angriffen unter anderem in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw waren zuletzt 24 Menschen getötet worden.

Russland meldet Absturz ukrainischer Drohne nahe dem AKW Saporischschja
Laut russischen Angaben ist eine ukrainische Drohne nahe dem russisch besetzten Atomkraftwerk Saporischschja abgestürzt. Das Atomkraftwerk im Südosten der Ukraine wird von Russland völkerrechtswidrig besetzt. Es habe keine Explosion gegeben und das Kraftwerk laufe normal weiter, sagte der von Russland kontrollierte Betreiber.

Russland übergibt 528 Leichen mutmaßlicher ukrainischer Soldaten
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben 528 von Russland übergebene Leichen erhalten. Im Zuge der vereinbarten Rückführungen seien die Leichname in die Ukraine zurückgebracht worden, teilte das ukrainische Zentrum für Kriegsgefangene mit.
Vor Kurzem hatten Russland und die Ukraine jeweils 205 Kriegsgefangene ausgetauscht. Bei den 528 übergebenen Leichen soll es sich um getötete ukrainische Soldaten handeln. Man unternehme nun alle notwendigen Schritte, »um die repatriierten Verstorbenen zu identifizieren«, sagte die ukrainische Seite.

Putin reist nächste Woche nach China
Russlands Präsident Wladimir Putin wird am Dienstag zu einem zweitägigen Besuch nach China reisen. Zusammen mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping werde er darüber sprechen, wie die »umfassende Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit« zwischen Russland und China »weiter gestärkt« werden könne, teilte das Präsidialamt mit.
Im Anschluss sei die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung und einer Reihe bilateraler Dokumente geplant, hieß es. Außerdem soll es auch zu einem Treffen mit Ministerpräsident Li Qiang kommen. Anlass des Besuchs sei zudem der 25. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.
Die Ankündigung der Reise erfolgte unmittelbar nach einem Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China.

Wird ein russischer Angriff auf Europa wahrscheinlicher?
Die Frontlinie bewegt sich schon lange nicht mehr, die Ukraine gewinnt die Oberhand im Drohnenkrieg, die USA greifen Russlands Verbündete in Venezuela und dem Iran an. Putins Russland gerät immer weiter ins Hintertreffen.
Das macht laut Russlandexpertin Hanna Notte einen russischen Angriff auf Europa wahrscheinlicher. Aber eben nicht, weil Wladimir Putin sich überlegen fühlt, sondern weil ihm die Optionen ausgehen, schreibt Notte in einem ZEIT-Gastbeitrag.
Mehr dazu lesen Sie hier:

Russland meldet Drohnenangriff auf Hochhaus in Belgorod
Im westrussischen Belgorod sind durch den Einschlag einer ukrainischen Drohne in einem Wohnhaus neun Menschen verletzt worden. Das schrieb der Krisenstab der Region bei Telegram und veröffentlichte Bilder, die das betroffene Haus zeigen sollen.
Darauf ist ein zehnstöckiger Wohnblock zu sehen, an dem die Fassade und etliche Balkons beschädigt sind. Die Echtheit des Fotos und die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.
Zahlreiche Länder unterstützen Ukraine-Sondertribunal
34 Mitgliedstaaten des Europarats sowie die EU, Australien und Costa Rica haben sich bereit erklärt, einem künftigen Sondertribunal für das Verbrechen der Aggression gegen die Ukraine beizutreten. Beim Außenministertreffen in Chișinău verabschiedete das Ministerkomitee des Europarats eine Resolution, die den »Lenkungsausschuss« des Gerichts rechtlich begründet. Die EU-Kommission kündigte an, zehn Millionen Euro beizusteuern.
Das Sondertribunal soll eine Lücke schließen, die der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag nicht füllen kann: Anders als bei Kriegsverbrechen hat der IStGH keine Zuständigkeit für das »Verbrechen der Aggression« gegen die Ukraine, also für die politische und militärische Entscheidung zum Angriff auf das Land.
Zwölf Europaratsmitglieder haben sich der Initiative bislang nicht angeschlossen, darunter die EU-Mitglieder Ungarn, Slowakei, Bulgarien und Malta sowie die Türkei, Serbien, Georgien, Armenien und Aserbaidschan.

Trump sieht Friedensbemühungen durch russischen Angriff auf Kyjiw gefährdet
US-Präsident Donald Trump sieht im russischen Angriff auf ein Wohnhaus in Kyjiw mit mindestens 24 Toten eine Gefahr für die Friedensbemühungen im Ukrainekrieg. Auf seinem Rückflug aus China sagte Trump zu Journalisten, dass es bis gestern Abend gut ausgesehen habe, aber die Ukrainer einen schweren Schlag erlitten hätten.
Trump habe mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über den Konflikt gesprochen. Beide Staatschefs wollten ein Ende der Kämpfe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte eine Bestrafung Moskaus für den Angriff.
Slowakei erwägt direkten Kauf von russischem Öl
Die Slowakei prüft eigenen Angaben zufolge Möglichkeiten, russisches Öl künftig direkt zu beziehen. Bislang laufen die Ölgeschäfte über den ungarischen Energiekonzern Mol. Künftig könnte jedoch der slowakische Pipelinebetreiber Transpetrol die Rolle des Käufers übernehmen. Fico sagte, es könne sinnvoll sein, wenn die Slowakei selbst direkt Verträge mit Russland abschließt.
Hintergrund ist, dass die Slowakei und Ungarn weiterhin russisches Öl importieren dürfen. Beide Länder sind von den EU-Sanktionen gegen russische Ölimporte teilweise ausgenommen. Eine Stellungnahme des ungarischen Konzerns Mol gab es zunächst nicht.

vor 2 Tage
3







English (US) ·