
Weitere Drohne im Luftraum von Lettland gesichtet
Das lettische Militär hat einen weiteren Drohnenzwischenfall gemeldet. Mindestens eine Drohne sei im Luftraum des Landes unterwegs, teilten die Streitkräfte auf X mit. Nato-Kampfjets seien aktiviert, um die Gefahr zu beseitigen.
Das Militär forderte die Bevölkerung im Osten des Landes auf, bis auf Weiteres in ihren Häusern zu bleiben. Weitere Details über die Drohne wurden zunächst nicht genannt. Zuletzt waren mehrere verirrte ukrainische Drohnen in den Luftraum der Nato-Staaten Lettland, Estland, Litauen und Finnland geraten.
In Lettland löste der Umgang mit solchen Vorfällen einen politischen Streit aus, der zum Rücktritt der Regierung führte. Gespräche zur Ernennung eines neuen Kabinetts laufen noch.

Litauens Präsident hält Drohnenalarm für »wichtige Lektion«
Nach einem Drohnenalarm durch mutmaßliche Drohnenvorfälle in der litauischen Hauptstadt Vilnius hat Präsident Gitanas Nausėda diesen als "wichtige Lektion» bezeichnet. Es sei eine Lektion für Bürger und Institutionen im Umgang mit Sicherheitsrisiken, sagte Nausėda einem litauischen Fernsehsender.
Der Präsident rief die Bevölkerung dazu auf, Warnungen ernst zu nehmen und verantwortungsbewusst zu handeln. Es bestehe kein Grund zur Panik oder einer Überreaktion.
Gestern war eine Drohne in den litauischen Luftraum eingedrungen, wodurch unter anderem in Vilnius Luftalarm ausgelöst wurde. Die Staatsspitze wurde zur Sicherheit vorübergehend in Schutzräume gebracht.

Ukraine rückt bei Kostjantyniwka und in der Region Saporischschja vor
Sowohl Russland als auch die Ukraine sind an verschiedenen Abschnitten entlang der Front vorgerückt. Das schreibt das US-amerikanische Institute for the Study of War (ISW) in seinem aktuellen Lagebericht. Die ukrainische Armee ist demnach wahrscheinlich im Zentrum der Siedlung Illiniwka südlich von Kostjantyniwka vorangekommen. Auch im Westen von Kostjantyniwka halte die Ukraine ihre Positionen. Ukrainische Truppen befreiten laut ISW zudem Städte in der Region Saporischschja.
Russland ist demnach wahrscheinlich nördlich der Siedlung Hryschyne nahe Pokrowsk vorgerückt. Auch im Norden der Region Sumy drangen russische Truppen laut ISW vor.
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Mehrere Tote durch gegenseitige Angriffe in Russland und der Ukraine
In der Nacht sind bei neuen gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine nach Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden. In der russischen Stadt Sysran seien zwei Menschen durch einen ukrainischen Drohnenangriff ums Leben gekommen, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew im Onlinedienst Telegram mit. Zudem sei ein weiterer Mensch verletzt worden. In Sysran befindet sich eine wichtige Erdölraffinerie Russlands, die bereits mehrfach von der Ukraine angegriffen wurde. Außerdem wurden den Angaben zufolge drei Menschen in der russischen Grenzregion Belgorod verletzt.
In der Ukraine meldeten die Rettungsdienste nach russischen Angriffen auf die Regionen Tschernihiw und Dnipropetrowsk zwei Tote sowie mehrere Verletzte.

Bundeskanzler Merz will Ukraine stärker an die EU binden
In einem Brief an die EU-Spitzen drängt Kanzler Friedrich Merz auf eine Art vorübergehende Teilmitgliedschaft der Ukraine. »Ich schlage vor, die Idee einer ›assoziierten Mitgliedschaft‹ für die Ukraine weiter zu erörtern«, schreibt Merz in dem Brief, über den mehrere Medien übereinstimmend berichten.
Demnach soll die Ukraine etwa an Treffen des Rats der EU-Länder teilnehmen können, ohne jedoch ein Stimmrecht zu erhalten.
Lesen Sie hier eine ausführliche Meldung dazu:
Putins wichtigste Trophäe
Vor vier Jahren hat Russland Mariupol bombardiert. Heute gilt die Stadt vielen Ukrainerinnen und Ukrainern als Ort des größten Verbrechens dieses Krieges. Die russische Armee kesselte wenige Tage nach ihrem Einmarsch die Metropole mit ihren damals 500.000 Einwohnern ein, Menschen versteckten sich wochenlang in ihren Kellern. Der Bombenangriff auf das Theater, in dem 800 Menschen ausharrten, wurde zum Symbol der Brutalität Russlands. Ukrainische Behörden und internationale Hilfsorganisationen zählen mindestens 12.000 getötete Zivilisten.
Experten zufolge sind neun von zehn Gebäuden in der Stadt beschädigt. Doch auf aktuellen Satellitenbildern, Dokumenten und Augenzeugenberichten ist zu sehen, wie Wladimir Putin die ukrainische Stadt zu einer russischen umbaut. Denn Mariupol sei die wichtigste Trophäe seines Angriffskriegs, schreibt mein Kollege Maxim Kireev.
Mehr zur russischen Besatzung Mariupols lesen Sie hier:

Von der Leyen verurteilt russische Drohungen gegen baltische Staaten
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat russischen Drohungen gegen die baltischen Staaten als inakzeptabel kritisiert. In einem Beitrag auf X schrieb sie, eine Drohung gegen einen Mitgliedsstaat sei eine Drohung gegen die gesamte Union.
Von der Leyen fügte hinzu, Russland und Belarus hätten »direkte Verantwortung für Drohnen, die das Leben und die Sicherheit von Menschen an der östlichen Flanke« der EU.

Laut Rutte öffnen die baltischen Länder ihren Luftraum nicht für ukrainische Drohnen
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die russischen Vorwürfe, die baltischen Staaten würden ihren Luftraum für ukrainische Drohnen öffnen, um Russland anzugreifen, als »lächerlich« zurückgewiesen. »Wenn Drohnen aus der Ukraine kommen, dann nicht, weil die Ukraine eine Drohne nach Lettland, Litauen oder Estland schicken wollte. Sie sind dort wegen des rücksichtslosen, illegalen Großangriffs Russlands«, sagte Rutte gegenüber Reportern in Brüssel.
Das Bündnis habe »ruhig, entschlossen und angemessen« auf die ukrainische Drohne reagiert, die am Dienstag von einem rumänischen Kampfflugzeug im estnischen Luftraum abgeschossen wurde, fügte er hinzu.

Großbritannien lockert Sanktionen auf russisches Öl
Großbritannien lockert angesichts der hohen Energie- und Treibstoffpreise infolge des Irankriegs die Sanktionen auf russisches Öl. Wie die Nachrichtenagentur PA mitteilte, erlaubt die britische Regierung auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde.
Wie der Royal Automobile Club RAC mitteilte, kostet in Großbritannien der Liter Benzin an den Tankstellen derzeit so viel wie seit Dezember 2022 nicht mehr. Dazu haben bereits mehrere Fluggesellschaften Flüge gestrichen und die Preise erhöht.
Ungarns Ministerpräsident Magyar stellt Treffen mit Selenskyj in Aussicht
Bei einem Besuch in Polen hat der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar einen Neubeginn in den ungarisch-ukrainischen Beziehungen angekündigt. Er hoffe auf ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Juni. Der Krieg in der Ukraine müsse so schnell wie möglich beendet werden, sagte Magyar. Ungarn unterstützt demnach eine anhaltende Waffenruhe. Außerdem forderte Magyar, dass ein darauffolgender langfristiger Frieden durch internationale Garantien abgesichert werden müsse.

Putin und Xi verabschieden Erklärung zur Ukraine
Im Rahmen des Gipfeltreffens von Russlands Staatschef Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping haben beide Seiten eine Erklärung verabschiedet. Darin sprechen sich Putin und Xi für eine dauerhafte Lösung im Ukrainekrieg aus. »Die Seiten unterstützen alle Bemühungen, die zur Herstellung eines langfristigen und dauerhaften Friedens beitragen«, zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax aus dem Dokument. Eine Lösung solle durch Verhandlungen und Dialog gefunden werden.
Einen Aufruf Chinas an Russland, den Krieg zu beenden, findet sich nicht in dem Dokument. Vielmehr lobte Russland »die objektive und unvoreingenommene Haltung« Chinas. Zudem findet sich eine von Russland immer wieder benutzte Formulierung in dem Dokument wieder, zur »Notwendigkeit einer vollständigen Beseitigung der ursprünglichen Ursachen der ukrainischen Krise«. Dazu zählt Russland etwa den in der ukrainischen Verfassung angestrebten Nato-Beitritt der Ukraine.
Stromausfall in zehntausenden Haushalten bei Odessa nach russischem Angriff
In der Region Odessa am Schwarzen Meer ist in der Nacht in zehntausenden Haushalten die Stromversorgung ausgefallen. Zuvor hatte Russland eine Energieanlage des Versorgers DTEK angegriffen, teilte das Unternehmen selbst mit. Bis zum Morgen sei die Stromversorgung für einige Haushalte wiederhergestellt worden, heißt es über den Kurznachrichtendienst Telegram weiter. Die Reparaturarbeiten dauerten an.
Litauens Staatsspitze offenbar in Schutzräume geflohen
Nicht nur am Flughafen, auch in der litauischen Hauptstadt Vilnius ist Luftalarm ausgelöst worden. Die Einwohner sollten auf Aufforderung der Behörden vorsorglich Schutz suchen. Auch die Staatsspitze wurde nach Medienberichten zur Sicherheit in Schutzräume gebracht. Zudem wurde der Zugverkehr zwischenzeitlich ausgesetzt. Nach einer halben Stunde wurde der Alarm für Vilnius wieder aufgehoben.
Zuvor hatten die Streitkräfte die Bevölkerung über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes informiert. Demnach wurde in Grenznähe ein mutmaßliches Flugobjekt gesichtet, das sich aus Richtung von Belarus dem EU- und Nato-Land näherte. Nato-Kampfjets seien alarmiert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius ohne nähere Angaben mit. Vilnius befindet sich rund 30 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt.
Flughafen Vilnius stellt nach Drohnenalarm Flugbetrieb ein
Der Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius setzt wegen eines Drohnenalarms den Flugbetrieb aus. Auslöser sei eine Drohne im benachbarten Belarus, die in Richtung Litauen fliege, teilte das nationale Krisenzentrum mit. Die Herkunft des Fluggeräts ist der Behörde zufolge noch unklar.
Erst gestern hatte ein Nato-Kampfjet nach estnischen Angaben eine mutmaßliche ukrainische Drohne über dem Nachbarland Litauens abgeschossen. In der Region kommt es wegen des Ukrainekriegs immer wieder zu Verletzungen des Luftraums der Nato-Staaten.

Ukraine greift im Zentrum Russlands an
Mit Hunderten Drohnen hat die Ukraine in der Nacht nach russischen Angaben Industriegebiete in Zentralrussland angegriffen. Ein Ziel sei unter anderem die Großstadt Newinnomyssk in der südlichen Region Stawropol gewesen, wo sich eine große Chemiefabrik befindet. Auch die Region Nischni Nowgorod war betroffen. Dort betreibt der Ölkonzern Lukoil eine Raffinerie.
Über den Regionen Leningrad, Moskau, Tula und Belgorod wurden russischen Medienberichten zufolge ebenfalls Drohnen gemeldet. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, es seien 273 Flugkörper abgeschossen worden.

vor 1 Stunde
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