Kosovo vor der Neuwahl: Kinder eines halb fertigen Staats

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Mitten in Gelsenkirchen wird umgebaut. Berat Arifi schlängelt sich durch die Absperrungen an der Bochumer Straße und läuft über eine offene Baustelle. „Das waren alles sogenannte ‚Schrottimmobilien‘“, erzählt er. Aber seit einem Jahr wird die lebendigste Straße des Viertels saniert. „Früher haben nur Migras hier gewohnt.“ Menschen, die nach Deutschland kamen, vor 60, vor 30, vor vier Jahren. So wie seine eigene Familie. Mutter Lendita war während ihrer Flucht schwanger mit ihm, 1997, kurz vor Ausbruch des Kosovokriegs. Jetzt empfindet er Wehmut: Die Geschichten der Familien, die hier gelebt haben, „die verschwinden damit ja auch.“

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