WEF-Gründer Klaus Schwab wurde entmachtet. Doch über seinen Absturz schweigt er – und verweist lieber auf sein neues Buch. Seine Botschaft gleicht einem Ruf in der Wüste.
20. Januar 2026, 9:45 Uhr
Sollte sich Klaus Schwab freuen? Noch nie wollten mehr Unternehmer und Politiker am Davoser Treffen seines World Economic Forum teilnehmen als in diesem Jahr. Doch ausgerechnet im vergangenen Jahr wurde der Mann, der das Forum vor 55 Jahren gegründet hat, entmachtet. Und die große Aufmerksamkeit verdankt das Treffen vor allem der Teilnahme eines Mannes, der für vieles steht, was Schwab stets bekämpft hat: US-Präsident Donald Trump.
Längerfristig wollte der Gründer ohnehin ausscheiden als Chef des Stiftungsrats, doch dann warfen ihm Insider in einem anonymen Brief persönliche Vorteilsnahme und frauenfeindliches Verhalten vor – und er musste über Nacht gehen. Später stellten unabhängige Prüfer keine Unregelmäßigkeiten fest, und das Forum sprach ihn öffentlich von allen Anschuldigungen frei. Aber da war der Schaden längst angerichtet. Der 87‑Jährige, der den richtigen Zeitpunkt zum Loslassen verpasst hatte, war endgültig außen vor.

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