Der britische Premier Keir Starmer wird von parteiinternen Rivalen herausgefordert und könnte sein Amt verlieren. Das ist verständlich – und eine Zumutung für das Land.
14. Mai 2026, 16:46 Uhr
Jetzt hat er offiziell begonnen, der Kampf um das Amt des britischen Premierministers. Am Himmelfahrtsmittag verkündete Wes Streeting, der Gesundheitsminister, seinen Rückzug aus dem Kabinett. Er tritt ab, um anzutreten: Streeting, so die Erwartung in der Partei, will Starmer als Parteichef ablösen und selbst in der Downing Street einziehen.
Ein neuer Regierungschef – das soll also nun der Ausweg sein aus dem Dilemma, in dem die Labourpartei steckt. Die eine schlechte Option war, an Starmer festzuhalten, dem unbeliebtesten Premier seit Beginn der Meinungsforschung. Die andere schlechte Option war, einen Führungsstreit zu eröffnen, der wenig an der historischen Krise ändern dürfte, in der sich die Partei befindet. Der Preis dafür wird jetzt sein, dass Labour genau die Instabilität fortsetzt, die die Partei an den Tory-Vorgängerregierungen so kritisiert hat.

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