Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat bei ihrem Besuch in China auf die Bedeutung von fairem Wettbewerb und mehr Berechenbarkeit hingewiesen. Beide Seiten würden davon sowie von »Regelgebundenheit« profitieren, sagte Reiche laut ihrem Ministerium am Mittwoch im Gespräch mit dem chinesischen Vize-Ministerpräsidenten He Lifeng.
Wie schon bei vorangehenden Besuchen hat sich bei Wirtschaftsministerin Reiche die Tonlage gegenüber China im Vergleich zur Ampelregierung geändert, das nun nicht mehr vorrangig als systemischer Rivale, sondern auch als Partner angesprochen wird.
Demnach sprach Reiche zudem mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao unter anderem über mögliche Zusammenarbeit von Unternehmen etwa im Technologie- und Innovationsbereich. »Beide Seiten vereinbarten, durch ihre Experten ausloten zu lassen, wie der gemeinsame Austausch zur Lösung von Handels- und Investitionsfragen strukturiert und zielführend gestaltet werden kann«, erklärte das Wirtschaftsministerium laut der Nachrichtenagentur AFP.
Auch verwies Reiche demnach gegenüber dem Vize-Vorsitzenden der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission, Zhou Haibing, auf den Beitrag der deutschen Unternehmen im Land. Die mehr als 5000 im Land vertretenen Firmen stellen laut Ministerium rund eine Million Arbeitsplätze in China. Zudem soll Reiche laut der Nachrichtenagentur Reuters darauf verwiesen haben, dass die deutschen Unternehmen rund 100 Milliarden Euro investiert hätten.

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