Katherina Reiche: Kanzler Merz ermahnt Ministerin Reiche in Debatte um Spritpreise

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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche legt sich öffentlich mit dem Koalitionspartner SPD an. Friedrich Merz ist davon "befremdet" und mahnt Zurückhaltung an.

10. April 2026, 14:57 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters,

Nach deren öffentlicher Kritik an der SPD ruft Bundeskanzler Friedrich Merz seine Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (beide CDU) zur Mäßigung auf. "Der Bundeskanzler ist befremdet über den öffentlichen Schlagabtausch und mahnt Ministerin Reiche zur Zurückhaltung", zitieren die Nachrichtenagenturen dpa und Reuters übereinstimmend eine nicht näher genannte Quelle aus dem Umfeld des Bundeskanzlers.

Reiche hatte zuvor in einem Interview mit Welt TV unter anderem gesagt: "Der Koalitionspartner ist in den letzten Wochen damit aufgefallen, Vorschläge zu unterbreiten, die teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig sind." Einer Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne – wie von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) vorgeschlagen – erteilte sie eine "klare Absage".

Die Sozialdemokraten warfen Reiche daraufhin koalitionsschädigendes Verhalten vor. "Die Einlassungen von Bundeswirtschaftsministerin Reiche sind sehr befremdlich", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der Rheinischen Post. Sie stellten "massiv das Miteinander dieser Koalition infrage", sagte Wiese.

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