Die französische Schauspielerin Juliette Binoche, 62, lehnt einen Intimitätskoordinator beim Dreh von Liebesszenen ab. Für unerfahrene Kolleginnen und Kollegen könne die Anwesenheit so eines Coaches vielleicht hilfreich sein, räumte die Oscarpreisträgerin in einem Interview mit dem »Guardian « ein. Aber für sich selbst wolle sie auf keinen Fall eine Fachkraft in Anspruch nehmen, die erotische oder intime Szenen vorbereitet und darauf achtet, dass am Filmset keine Grenzen überschritten werden: »Wenn man in einer Liebesszene ist, muss es aus dem Herzen kommen, aus dem Bauch, aus dem Bedürfnis. Und wenn man nur an die Bewegung denkt, die man machen wird, und nicht an das Gefühl, steht man schlecht da.«
Der »Guardian« schreibt, Binoche habe augenrollend gesagt, es ginge immer um Äußerlichkeiten. Fragen wie »Stimmst du zu, dass er das berührt?« würden den Körper »zu einem Puzzle« machen.
In ihrem Regiedebüt, dem Dokumentarfilm »In-I In Motion«, zeigt Binoche eine anspruchsvolle Tanzperformance mit dem britischen Tänzer Akram Khan, in der es um eine Liebesbeziehung geht. Sie sei froh, dass der Film einen eher direkten und intuitiven Ansatz beim Körperkontakt verfolge, sagte sie: »Unser Film widerspricht dem, was heute gesagt wird.« Und, mit einem breiten Grinsen, wie der »Guardian« notiert: »Das gefällt mir!«

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