Jens Stoltenberg hat als Ex-Generalsekretär schon 2018 ein Ende der Nato befürchtet. Im Umgang mit Donald Trump solle sich Europa an der Altkanzlerin orientieren.
13. Februar 2026, 8:33 Uhr
Artikelzusammenfassung
Jens Stoltenberg, ehemaliger Nato-Generalsekretär, reflektiert über seine Zeit im Amt und die transatlantischen Beziehungen. Merkel warnte ihn einst vor zu großer US-Unterwürfigkeit. Stoltenberg betont die Bedeutung europäischer Souveränität und Zusammenarbeit mit Nordamerika. Trotz Trumps Herausforderungen sieht er die Nato stabilisiert, aber vor neuen Herausforderungen. Die aktuellen Gespräche zur Ukraine und die Rolle der USA bleiben entscheidend für die Zukunft.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
DIE ZEIT: Herr Stoltenberg, im Juni 2014 haben Sie Angela Merkel im Kanzleramt besucht. Sie waren gerade zum Nato-Generalsekretär ernannt worden. Merkel gab Ihnen damals einen Ratschlag …
Jens Stoltenberg: (lacht) Ich bewundere Angela Merkel! Sie war eine großartige Kanzlerin. Und ja, ich erinnere mich an den Besuch. Damals, wenige Wochen vor meinem Amtsantritt, sagte sie zu mir: "Die Amerikaner sind mächtig, aber ich hoffe, Sie kommen nicht jeder Bitte nach, Jens. Es ist wichtig, dass die USA nicht immer ihren Willen bekommen." Ich habe versucht, ein unabhängiger Nato-Generalsekretär zu sein.